DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
TAGESTHEMA
Eon hat im vergangenen Jahr seine Prognose erfüllt und die Markterwartungen übertroffen. Der Energieversorger legte neue Ziele bis 2030 vor, die höhere Investitionen vorsehen und einen weiteren Anstieg der Gewinne. Die neue Planung sieht Gesamtinvestitionen von 48 Milliarden Euro für den Zeitraum 2026 bis 2030 vor, steht aber unter der Voraussetzung, dass es "adäquate regulatorische Rahmenbedingungen" gibt. Für die Fünfjahresperiode 2024 bis 2028 hatte sich Eon 43 Milliarden Euro an Gesamtinvestitionen vorgenommen. Allein im vergangenen Jahr hat der Konzern 8,5 Milliarden Euro investiert. Davon erwartet sich der Verteilnetzbetreiber mittelfristig einen deutlichen Ergebnisanstieg: So soll das bereinigte Konzern-EBITDA im Jahr 2030 auf rund 13 Milliarden Euro und der bereinigte Konzernüberschuss auf rund 3,8 Milliarden Euro steigen. Für das laufende Jahr rechnet Eon mit einem bereinigten Konzern-EBITDA zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro und einem bereinigten Konzernüberschuss im Bereich von 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro. Beide Kennziffern passt Eon ab 2026 um temporäre regulatorische Effekte im Netzgeschäft an. Verglichen mit den entsprechend angepassten Vorjahreswerten sei das das Vorjahresniveau.
Nachfolgend die Geschäftsjahreszahlen und die Konsensschätzungen (in Millionen Euro, Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro):
BERICHTET PROG PROG GESAMTJAHR Gj25 ggVj Gj25 ggVj Gj24 EBITDA bereinigt 9.849 +9% 9.782 +8% 9.049 Konzernüberschuss bereinigt 3.022 +6% 2.992 +5% 2.856 Ergebnis je Aktie bereinigt 1,16 +6% 1,12 +3% 1,09 Dividende je Aktie 0,57 +4% 0,57 +4% 0,55
AUSBLICK UNTERNEHMEN
AUTO1 (7:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das vierte Quartal 2025 (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):
PROG PROG PROG 4. QUARTAL 4Q25 ggVj Zahl 4Q24 Umsatz 2.078 +22% 8 1.700 Bruttogewinn 252 +25% 8 201 EBITDA bereinigt 45 +20% 8 37 EBITDA-Marge bereinigt 2,2 -- 8 2,2 Ergebnis nach Steuern 18 +23% 8 15
FREENET (18:00)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das vierte Quartal 2025 (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):
PROG PROG PROG 4. QUARTAL 4Q25 ggVj Zahl 4Q24 Umsatz 648 -1% 8 656 EBITDA 131,3 -5% 8 138 EBITDA bereinigt 130,7 +3% 8 127 Ergebnis nach Steuern/Dritten 76 +23% 5 61 Ergebnis je Aktie unverwässert 0,66 +27% 5 0,52 Free Cashflow 77 +7% 8 72
Weitere Termine:
05:00 GB/HSBC Holdings plc, Jahresergebnis (08:45 Analystenkonferenz)
07:00 NL/ASML Holding NV, Geschäftsbericht
07:45 NL/Ahold Delhaize NV, Geschäftsbericht
08:00 GB/Diageo plc, Ergebnis 1H
08:00 NL/Wolters Kluwer NV, Jahresergebnis
08:00 GB/Haleon plc, Jahresergebnis
09:00 ES/Iberdrola SA, Jahresergebnis
09:00 GB/Aston Martin Lagonda Global Holdings plc, Jahresergebnis
10:00 DE/Thyssenkrupp Nucera AG & Co. KGaA, HV
14:00 ES/Banco Santander SA, Investorentag und Strategie-Update
18:00 IT/Pirelli & C. SpA, vorläufiges Jahresergebnis
22:05 US/Salesforce.com Inc, Ergebnis 4Q
22:20 US/Nvidia Corp, Ergebnis 4Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
-DE
08:00 BIP (2. Veröffentlichung) Q4
kalender- und saisonbereinigt gg Vq
PROGNOSE: +0,3% gg Vq
1. Veröff.: +0,3% gg Vq
3.Quartal: 0,0% gg Vq
kalenderbereinigt gg Vj
PROGNOSE: +0,4% gg Vj
1. Veröff.: +0,4% gg Vj
3. Quartal: +0,3% gg Vj
GfK-Konsumklimaindikator März
PROGNOSE: -23,0
zuvor: -24,1
-FR
08:45 Verbrauchervertrauen Februar
PROGNOSE: 90
zuvor: 90
-EU
11:00 Verbraucherpreise Januar
Eurozone
PROGNOSE: -0,5% gg Vm/+1,7% gg Vj
Vorabschätzung: -0,5% gg Vm/+1,7% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+2,0% gg Vj
Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak)
PROGNOSE: -1,1% gg Vm/+2,2% gg Vj
Vorabschätzung: -1,1% gg Vm/+2,2% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vm/+2,3% gg Vj
-US
16:00 Neubauverkäufe Januar
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 25.075,00 +0,1 E-Mini-Future S&P-500 6.908,75 +0,1 E-Mini-Future Nasdaq-100 25.053,50 +0,1 Topix (Tokio) 3.843,16 +0,7 Hang-Seng (Hongk.) 26.706,93 +0,4 Shanghai-Comp. 4.142,37 +0,6 Dienstag: DAX 24.986,25 -0,0% DAX-Future 25.084,00 +0,2% XDAX 25.041,69 +0,2% MDAX 31.409,50 +0,1% TecDAX 3.715,26 +0,7% SDAX 17.890,98 +0,2% Euro-Stoxx-50 6.116,60 +0,0% Stoxx-50 5.255,21 +0,2% Dow-Jones 49.174,50 +0,8% S&P-500 6.890,07 +0,8% Nasdaq Composite 22.863,68 +1,0%
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Europas Börsen dürften mit kleinen Aufschlägen in den Handel am Mittwoch starten. Die Vorgaben der Wall Street und aus Asien sind positiv - besonders für Technologieaktien. Im Blick haben die Anleger die wie üblich mit großer Spannung erwarteten Geschäftszahlen von Nvidia, am Abend nach Börsenschluss in den USA. Gerechnet wird mit dem 14. Gewinnanstieg in Serie bei dem KI-Flaggschiff. Unternehmensseitig kommen wieder mehr Impulse. Unter anderem kommen am Berichtstag Zahlen von den DAX-Unternehmen Fresenius, Heidelberg Materials und Eon.
Rückblick: Wenig verändert - Stützend wirkte am Nachmittag, dass sich die Wall Street deutlicher nach oben bewegte. Übergeordnete und tendenziell belastende Themen waren weiter das US-Zoll-Chaos, die Gefahr einer US-Militärintervention im Iran sowie anhaltende Sorgen über disruptive Wirkungen von KI-Anwendungen. Dazu hatten die Akteure bereits die Nvidia-Geschäftszahlen am späten Mittwoch im Blick.. Sie dürften nicht nur für Halbleiter- und Wachstumsaktien, sondern den gesamten Markt Impulse liefern. Europaweit waren im Vorfeld Halbleiteraktien stark gesucht., wobei besonders die Kurse kleinerer Branchenungternehmen zulegten. Elmos schossen um 11,3 Prozent nach oben. Zwar büßte das Unternehmen 2025 bei nur leichtem Wachstum deutlich an Gewinn und Marge ein, rechnet aber für das neue Geschäftsjahr mit einer Rückkehr zu strukturellem Wachstum. Suss Microtec und Aixtron verteuerten sich um bis zu 6,2 Prozent. ASML oder Infineon kamen um knapp 2 Prozent voran. Verkauft wurden Bankaktien, der Stoxx-Branchenindex verlor 1,3 Prozent. Im Handel wurde auf die zuletzt gesunkenen Marktzinsen verwiesen, die ungünstig sind für das traditionelle Kreditgeschäft. Aber Meldungen über die Qualität am US-Kreditmarkt wurden als Bremser ausgemacht. Jamie Dimon zufolge, CEO von JP Morgan, gibt es momentan Parallelen zur Finanzkrise 2008.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Wenig verändert - Trotz überzeugender Zahlen verloren FMC 7,5 Prozent. Belastend wirkte der Ausblick. Der Dialysedienstleister sieht auch in diesem Jahr noch keine Trendwende auf dem für ihn wichtigen US-Markt. Die Fresenius-Aktie verbilligte sich um 2,6 Prozent. Auch bei MTU Aero enttäuschte der Ausblick, der Kurs sackte um 6,6 Prozent ab. Speziell die Prognose für den freien Cashflow kam schlecht an. SFC Energy rechnet für 2026 erneut mit merklichem Umsatzwachstum und steigenden Gewinnen. Der Kurs des Brennstoffzellenherstellers schnellte um 9,6 Prozent nach oben.
XETRA-NACHBÖRSE
Jost Werke verloren gut 5 Prozent, nachdem das Unternehmen am Abend eine Kapitalerhöhung angekündigt hatte. Max Automation wurden 1,3 Prozent höher gestellt. Das Unternehmen bekommt einen neuen CEO.
USA - AKTIEN
Fester - Nach dem Rücksetzer am Vortag kam es zu einer Gegenbewegung. Die Verunsicherung der Anleger wegen der US-Zollpolitik und potenziell disruptiver Einflüsse der KI auf Unternehmen und Wirtschaft habe etwas nachgelassen, sagten Händler. Unterstützung kam auch vom Index des Verbrauchervertrauens, der im Februar stärker stieg als erwartet. AMD gewannen 8,8 Prozent. Meta kauft KI-Rechenleistung im Umfang von 6 Gigawatt von dem Chiphersteller. Die Vereinbarung hat einen Wert von mehr als 100 Milliarden Dollar und könnte dazu führen, dass Meta bis zu 10 Prozent der AMD-Aktien besitzt. Meta tendierten gut behauptet. Fedex stiegen um 0,7 Prozent. Der Logistikkonzern fordert nach dem Zollurteil gegen die US-Regierung eine vollständige Erstattung der gezahlten Handelszölle zuzüglich Zinsen. Home Depot gewannen 2 Prozent nach besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen. Eli Lilly verloren 1,5 Prozent mit der Nachricht, dass der Wettbewerber Novo Nordisk die US-Listenpreise für seine beliebten Medikamente zur Gewichtsreduktion und gegen Diabetes senken will. Warner Bros. Discovery stiegen um 0,8 Prozent, nachdem nun das avisierte erhöhte Übernahmegebot von Paramount (-1,6%) eingegangen ist. Die Offerte werde nun geprüft, so Warner. Die Aktie des bisherigen Übernahmefavoriten Netflix legte um 2,7 Prozent zu.
USA - ANLEIHEN
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February 25, 2026 01:38 ET (06:38 GMT)
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