DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
GfK: Konsumklima-Erholung gerät ins Stocken
Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich wieder etwas eingetrübt. Der von GfK und NIM ermittelte Konsumklima-Indikator prognostiziert für März im Vergleich zum Vormonat einen leichten Rückgang um 0,5 Zähler auf minus 24,7 Punkte. Damit gerät die jüngste Erholung ins Stocken, nachdem der Wert für den Vormonat auf minus 24,2 (bisher: minus 24,1) Punkte revidiert wurde. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf 23,0 erwartet. Belastet wird die Entwicklung vor allem durch eine weiter steigende Sparneigung, die leichte Zuwächse bei den Einkommenserwartungen zunichtemacht.
Destatis bestätigt BIP-Anstieg von 0,3 Prozent im vierten Quartal
Die deutsche Wirtschaft hat sich im vierten Quartal 2025 erholt und wurde dabei vor allem von den privaten und staatlichen Konsumausgaben gestützt, wobei die Exporte sanken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent und lag kalenderbereinigt um 0,4 (drittes Quartal: 0,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die in erster Veröffentlichung gemeldeten Werte wurden damit wie erwartet bestätigt. Im dritten Quartal hatte das BIP auf Quartalssicht stagniert.
Deutsche Maastricht-Defizitquote 2025 bei 2,7 Prozent
Der deutsche Staatshaushalt hat das Jahr 2025 mit einem Finanzierungsdefizit von 119,1 Milliarden Euro beendet. Das waren 3,9 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2024, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ergibt sich für 2025 eine Defizitquote von 2,7 Prozent. Im Jahr 2024 hatte die Quote ebenfalls 2,7 Prozent betragen. Die Werte lagen unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3,0 Prozent aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt.
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe sinkt im Dezember
Der Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist im Dezember saison- und kalenderbereinigt um 4,9 Prozent gegenüber dem November gesunken. Im Vorjahresvergleich stieg der reale Auftragseingang im Dezember kalenderbereinigt um 3,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Nominal betrug der Anstieg 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr 2025 stieg der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der nominale Auftragseingang lag mit einem Volumen von 113,0 Milliarden Euro um 9,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Trump verteidigt Zollpolitik in Rede zur Lage der Nation
US-Präsident Donald Trump hat in seiner Rede zur Lage der Nation (State of the Union) seine harte Linie bei Zöllen verteidigt. In der Rede, die längste State of the Union aller Zeiten, zeichnete er zudem ein rosiges Bild der Wirtschaft, bekräftigte seine kompromisslose Einwanderungspolitik und sonnte sich im Glanz des US-Eishockeyteams, das bei den Olympischen Spielen Gold gegen Kanada gewann. Umfragen zufolge hat Trump Mühe, die Bevölkerung beim Thema Wirtschaft zu erreichen, während sich die Republikaner auf schwierige Zwischenwahlen einstellen.
China verzeichnet Rekordausgaben im Tourismus während Mondneujahrsfest
China hat anlässlich der neun Feiertage zum Mondneujahrsfest Rekordeinnahmen im Tourismus und eine Rekordzahl an Reisen verzeichnet. Die Regierung hatte die Ferien zum Neujahrsfest verlängert, um die Konsumausgaben anzukurbeln. Die Ausgaben im Inlandstourismus stiegen während der am Montag zu Ende gegangenen Feiertage auf 803,5 Milliarden Yuan (knapp 99 Milliarden Euro).
China dürfte 2026 eine ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung erleben
China dürfte im Jahr 2026 eine ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung erleben, wie Morgan Stanley in einem Kommentar schreibt. Der allgemeine Konsumtrend während der jüngsten Neujahrsfeiertage habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert, so Morgan Stanley. Allerdings sei die Entwicklung in den einzelnen Sektoren uneinheitlich gewesen: Die Einnahmen aus dem Tourismus seien um 19 Prozent gestiegen, während die Kinoeinnahmen um fast 40 Prozent zurückgegangen seien.
Inflation in Australien über Zielwert - Weitere RBA-Straffung wahrscheinlich
Die über dem Zielwert liegende Inflation in Australien erfordert nach Einschätzung von Marcel Thieliant von Capital Economics wahrscheinlich eine weitere Straffung durch die RBA. Die getrimmte Inflation sei in den zwölf Monaten bis Januar 2026 auf 3,4 Prozent gestiegen, nach 3,3 Prozent in den zwölf Monaten bis Dezember 2025, schreibt der Leiter der Region Asien-Pazifik in einem Kommentar.
+++ Konjunkturdaten +++
Frankreich/Verbrauchervertrauen Feb 91 (Jan: 90)
Frankreich/Verbrauchervertrauen Feb PROGNOSE: 90
Schweden Jan Erzeugerpreise +2,4% gg Vormonat
Schweden Jan Erzeugerpreise -2,0% gg Vorjahr
Norwegen Jan Arbeitslosenquote bereinigt 4,5%
Norwegen Dez Arbeitslosenquote bereinigt war 4,5%
DJG/DJN/apo
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February 25, 2026 03:00 ET (08:00 GMT)
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