PEKING (dpa-AFX) - Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat sich beim Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz für Verhandlungen im Ukraine-Krieg ausgesprochen und erneut auf eine direkte Schuldzuweisung an Russland verzichtet. Nach chinesischen Regierungsangaben erklärte Xi, entscheidend sei es, durch Dialog zu einer Lösung zu kommen. Dabei müssten jedoch alle Parteien gleichberechtigt eingebunden und ihre berechtigten Anliegen berücksichtigt werden.
Bundeskanzler hoffte auf Unterstützung von China
Merz erhofft sich mit Blick auf die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs Unterstützung von China. "Wenn Xi Jinping (Kremlchef Wladimir) Putin morgen sagen würde, hör das auf, dann muss er übermorgen aufhören", hatte der Kanzler am Montag vor seiner Abreise nach China bei der dpa-Chefredaktionskonferenz gesagt. Er verwies darauf, dass China Russland nach wie vor durch den Import von russischem Öl und Gas und durch Technologielieferungen in umgekehrter Richtung unterstütze.
Am Dienstag jährte sich der Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine zum vierten Mal./jpt/DP/jha
