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25.02.26 | 15:56
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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Getränkeaktien nach Diageo-Enttäuschung unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Getränkeaktien nach Diageo-Enttäuschung unter Druck

DOW JONES--Freundlich geht es am Mittwochmittag an den Börsen in Europa zu. Positive Vorgaben der Wall Street und aus Asien stützen. Keine Akzente und damit auch kein Störfeuer gehen von der Rede von US-Präsident Trump zur Lage der Nation aus. In dieser verteidigte er erwartungsgemäß seine harte Linie bei Zöllen und zeichnete ein rosiges Bild der Wirtschaft. Vorbörslich berichtete schwache deutsche GfK-Konsumklimadaten bewegen ebenso praktisch nicht wie die wie erwartet ausgefallene Revision des deutschen BIP im vierten Quartal 2025. Wie in der ersten Lesung betrug das Wirtschaftswachstum in Deutschland 0,3 Prozent.

Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 25.096 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 liegt 0,7 Prozent vorne, gestützt vor allem von stärkeren Gewinnen bei Rohstoffaktien. Deren Subindex legt um 2,7 Prozent zu. Am Ende rangieren dagegen die Aktien der Lebensmittel- und Getränkehersteller mit einem Minus von 1,5 Prozent nach enttäuschenden Zahlen von Diageo.

Der Euro zeigt sich wenig verändert bei 1,1782 Dollar an. An den Anleihemärkten geben die Kurse nach dem jüngsten Anstieg leicht nach, die Renditen steigen also.

Im Blick haben die Anleger bereits die wie immer mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen von Nvidia nach Börsenschluss in den USA. Als das Symbol des KI-Hypes schlechthin, haben die Nvidia-Zahlen oft Signalwirkung über das Unternehmen hinaus - nicht nur für Halbleiter- und Wachstumsaktien, sondern für den gesamten Markt. ".... Der Nvidia-Bericht hat das Potenzial, die aktuellen KI-Sorgen zu lindern. Er hat aber auch das Potenzial, sie deutlich zu verstärken", heißt es bei QC Partners. Neben Nvidia wird nachbörslich auch der SAP-Wettbewerber Salesforce seine Bücher öffnen.

Diageo mit Prognosesenkung

Unternehmensseitig gibt es wieder mehr Zahlen zu verarbeiten als an den Vortagen. Für Diageo geht es um über 9 Prozent südwärts. Der Guinness-Hersteller mit weiteren Marken wie Johnnie Walker oder Smirnoff hat seine Jahresprognose aufgrund der Schwäche in den USA gesenkt und seine Dividende gekürzt, um einen Sanierungsplan zu finanzieren. In Paris sacken Pernod Ricard und Remy Coimntreau im Fahrwasser um über 5 Prozent ab, in Mailand Campari um über 4 Prozent.

In Mailand verbilligen sich Leonardo um 1,9 Prozent. Die Ergebnisse des Rüstungskonzerns haben nach Einschätzung der Analysten von Bernstein trotz einer Verlangsamung in den wichtigen Geschäftsbereichen Hubschrauber und Elektronik im vierten Quartal die hohen Erwartungen erfüllt. Rheinmetall kommen um 2,6 Prozent zurück und profitieren nicht von einem Bericht der Financial Times, wonach das Unternehmen nun doch einen Drohnen-Auftrag der Bundeswehr erhalten soll.

Fresenius und Heidelberg Materials enttäuschen

Nach den enttäuschend aufgenommenen Zahlen von FMC am Vortag, überzeugen nun auch die der Mutter Fresenius nicht. Der Kurs verliert 2,1 Prozent. Im Handel ist von "enttäuschenden" Zahlen und Ausblick die Rede. Für Heidelberg Materials geht es nach Zahlen um 2,9 Prozent nach unten. Laut den Analysten von Raiffeisen kommt das Rekordergebnis nicht gut an, weil das Baustoffunternehmen beim Umsatz erneut nicht auf ganzer Linie überzeugt habe.

Eon hat unspektakuläre Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt. Sie liegen laut den Analysten von RBC bereinigt im Rahmen der Erwartungen. Das Gleiche gelte für den Ausblick, Eon ziehen um 2,1 Prozent an. Als im Rahmen der Erwartungen liegend beschreibt JP Morgan die Geschäftszahlen von Iberdrola genauso wie den Ausblick. Die Aktie des spanischen Versorgers gibt in Madrid leicht nach.

Ebenfalls nach Zahlen geht es für HSBC an der Londoner Börse um 5,4 Prozent nach oben. Der Jahresgewinn der auch stark in Asien engagierten Bank ist zwar gesunken, hat aber die Markterwartungen übertroffen. Die Bank hob zudem ihr Ziel für die Rendite auf das materielle Eigenkapital - eine wichtige Rentabilitätskennzahl für Banken - für die nächsten drei Jahre an.

In der zweiten Reihe brechen Auto1 im MDAX um 11 Prozent nach. Die Analysten von JP Morgan sehen das vierte Quartal zwar als besser als erwartet an, weisen aber auf eine etwas schwächere Prognose für das operative Ergebnis und höhere Investitionen hin. Im SDAX geht es für Nagarro ohne neue Nachrichten um 14,1 Prozent noch steiler abwärts.

Nordex hat starke Viertquartalszahlen vorgelegt, die vor allem auf der Ergebnisseite die Erwartungen geschlagen haben. Erfreuen dürfte die Anleger der Ausblick des Windenergieexperten. Dieser dürfte laut RBC Aufwärtsrevisionen bei den Schätzungen für das operative Ergebnis von rund 16 Prozent zur Folge haben. Jefferies spricht sogar von einem "Blowout" querbeet. Nordex haussieren um 15,6 Prozent.

Nach einer Kapitalerhöhung im Schnellverfahren verbilligen sich Jost Werke um 1,8 Prozent.

INDEX      zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  6.159,01  +0,7   42,41    6.116,60    16,8 
Stoxx-50    5.285,24  +0,6   30,03    5.255,21    11,9 
DAX      25.096,46  +0,4  110,21    24.986,25    19,9 
MDAX      31.464,35  +0,2   54,85    27.039,42    15,3 
TecDAX     3.739,45  +0,7   24,19    3.091,28    4,8 
SDAX      17.930,02  +0,2   39,04    13.062,07    22,4 
CAC       8.552,98  +0,4   33,77    8.519,21    10,0 
SMI      14.001,49  +0,0   4,36    13.997,13    11,4 
ATX       5.739,94  +0,6   31,21    5.708,73    38,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 19:04 
EUR/USD      1,1783  +0,1  0,0012     1,1771   1,1782 
EUR/JPY      184,63  +0,6  1,1000     183,53  183,5200 
EUR/CHF      0,9129  +0,2  0,0020     0,9109   0,9112 
EUR/GBP      0,8718  -0,1  -0,0006     0,8724   0,8717 
USD/JPY      156,66  +0,5  0,7800     155,88  155,7500 
GBP/USD      1,3508  +0,2  0,0021     1,3487   1,3514 
USD/CNY      6,8692  -0,2  -0,0138     6,8830   6,8830 
USD/CNH      6,8642  -0,2  -0,0143     6,8785   6,8786 
AUS/USD      0,7086  +0,4  0,0031     0,7055   0,7063 
Bitcoin/USD  65.861,84  +2,8 1.805,74    64.056,10 64.259,98 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     66,26  +1,0   0,63      65,63 
Brent/ICE     71,16  +0,6   0,39      70,77 
 
 
Metalle     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.180,54  +0,6   32,74    5.147,80 
Silber       90,26  +3,4   2,93      87,33 
Platin     2.291,18  +5,7  123,23    2.167,95 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/gos

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February 25, 2026 07:52 ET (12:52 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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