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Seyit Binbir
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Darum scheitern 90 Prozent aller Trader - und das machen die restlichen anders

Saman Shiripour erklärt, welche Denkfehler Trader scheitern lassen - und was die erfolgreichen 10% anders machen.

Statistiken zeigen ernüchternd: Neun von zehn Tradern verlieren langfristig Geld. Dabei mangelt es den meisten nicht an Wissen, ausgefeilten Strategien oder Zugang zu Informationen. Das eigentliche Problem liegt in emotionalen Handlungen sowie daraus resultierenden Denkfehlern. Nur etwa zehn Prozent gelingt es, sich selbst zu beherrschen.

Die fatale Psychologie des Scheiterns

Mit einer falschen Einstellung zu starten, ist der verheerendste Fehler. Viele Anleger agieren beim Trading eher wie bei einem Casinobesuch, anstatt es als unternehmerische Aktivität anzugehen. Die Aussicht auf schnelle Gewinne weckt Hoffnungen, die mit der Realität der Märkte kollidieren. Sofern innerhalb von 30 Minuten 300 Euro verdient werden, kommt automatisch der Gedanke auf: Das geht auch zehnmal täglich. Diese Spielbank-Mentalität wird damit zum ersten Schritt ins Verderben.

"Die meisten scheitern am Mindset, nicht an der Strategie", erklärt Experte Saman Shiripour, der seit Jahren erfolgreich professionelle Trader ausbildet. "Panische Reaktionen oder Übersprungshandlungen machen den besten Plan zunichte."

Hinzu kommt die Illusion der Kontrolle. Anfängliche Gewinne verstärken die Selbstüberschätzung. Verluste werden persönlich genommen, so, als habe der Markt eine Antipathie gegen den Anleger. Dabei sind Auf und Abs schlicht Teil des Systems, wenngleich die abgeklärte Akzeptanz fehlt.

Drei eklatante Denkfehler

Gier statt Geduld
Nach den ersten erfolgreichen Trades kippt bei vielen die Vernunft. Die Positionsgrößen schnellen in ungeahnte Höhen, ohne Blick auf das Money Management. "Wer nicht aufpasst, verliert schnell Geld", warnt Shiripour. Deshalb setzt er mit seinen Kunden konsequent auf Struktur, klare Prozesse und eine belastbare Strategie.

Verlust-Panik statt Risikomanagement
Rote Zahlen lösen bei unerfahrenen Anlegern eine gefährliche Kettenreaktion aus. Statt den Verlust als Teil der Wahrscheinlichkeitsrechnung anzuerkennen, verfallen sie in Panik. Es folgen verzweifelte "Aufhol"-Trades, die die Situation zusätzlich verschlimmern. Stop-Loss-Marken treffen auf Ignoranz, weil die Hoffnung auf den großen Gewinn überwiegt. Die Empfehlung von Spezialisten wie Shiripour lautet, maximal zehn Prozent des verfügbaren Kapitals pro Trade zu riskieren. Doch leider wird dies vielfach als deutlich zu konservativer Ansatz abgetan.

Fehlendes System
Oftmals wird nach Bauchgefühl gehandelt, nicht nach Plan. Frei von Regeln oder der Selbstüberwachung zur Reflexion der Tätigkeiten folgen schnelle Wechsel zwischen den Strategien, sobald diese nicht mehr greifen. In Kombination mit fehlender Geduld wird aus Trading alsdann reines Glücksspiel.

Was erfolgreiche Trader anders machen

Diejenigen, die Trading beherrschen, haben das Wahrscheinlichkeitsspiel verstanden. Nicht jeder Deal kann von Ausbeute sein. Schlussendlich zählt die langfristige Erfolgsquote. "Jeder muss sich bewusst sein: Wenn ich einen Trade aufmache, gehe ich davon aus, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Geld heraushole. Aber die 100%ige Sicherheit bleibt aus", betont Shiripour.

Profis auf diesem Sektor haben sich ein eisernes Money Management verinnerlicht. Klare Richtlinien bestimmen, wie viel Risiko pro Trade akzeptabel ist. Das gesamte Kapital wandert nie in eine einzige Position. Automatisierte Stop-Loss- und Take-Profit-Orders nehmen die gefühlsgesteuerte Komponente aus der Gleichung. Mitunter wird auch die Diversifizierung auf unterschiedlichen Plattformen genutzt, um die Gefahr von Ausfällen zu minimieren.

Der Unterschied liegt immer in emotionaler Disziplin. Erfolgreiche Trader trennen strikt zwischen Analyse- und Ausführungsphase. Während offener Positionen gibt es keine impulsiven Entscheidungen. "Sie sehen ihre Tätigkeit als Business, nicht als Casino", bringt es Shiripour auf den Punkt. Verluste werden als Betriebskosten akzeptiert, ohne persönlichen Bezug.

Die praktische Vorgehensweise ist dabei ebenso systematisch konsequent: Mindestens zehn bis 15 Trades erfolgen im Demokonto, um die Strategie zu testen. Dem folgt der Start mit Kleinstbeträgen von zehn bis 50 Euro. Erst, wenn sich Konstanz einstellt, beginnt die Skalierung. Zusätzlich findet die Dokumentation jedes einzelnen Trades statt, um das Verbesserungspotenzial zu erkennen.

Der Weg zu den erfolgreichen 10 Prozent

Erfolg im Trading ist keine Frage der Intelligenz oder des Insiderwissens. Es geht um Selbstkontrolle, Geduld sowie methodisches Vorgehen. Die zehn Prozent, die langfristig profitabel arbeiten, haben eines gemeinsam: Sie behandeln Trading als Marathon, nicht als Sprint.

"Jeder kann es schaffen, wenn ausreichend Zeit investiert wird. Es ist kein Schnell-reich-werden-Schema", stellt der Experte klar. Trading erfordert kontinuierliches Lernen sowie den Umgang mit Verlusten. Realistische Chancen entstehen mit der Bereitschaft, Zeit zu opfern und die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Ganz nach der Direktive, die Saman Shiripour seinen Tradern mit auf den Weg gibt: "Wenn dein Geldbeutel wächst, muss auch dein Wesen wachsen."

Der Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg liegt in der Fähigkeit, den inneren Schweinehund zu besiegen und emotionslos zu handeln, während alle anderen in operative Hektik verfallen.

Abbildung: © Saman Shiripour

Enthaltene Werte: DE0009653386

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