Linz (www.anleihencheck.de) - Die endgültigen Daten für Januar zeigen, dass sich der Disinflationsprozess im Euroraum weiter fortsetzt, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.Die Gesamtinflation sei von 2,0% im Dezember auf 1,7% im Jahresvergleich gesunken, vor allem aufgrund rückläufiger Energiepreise. Besonders Haushaltsenergie sowie Kraft- und Schmierstoffe hätten den Preisdruck spürbar gedämpft. Die Kerninflation sei stabil bei 2,2% geblieben, nachdem sie im Vormonat leicht zurückgegangen sei. Analysten würden erwarten, dass die Gesamtinflation im Februar unverändert bei 1,7% bleibe und die Kernrate leicht auf 2,1% sinke. Ein Basiseffekt bei Bekleidung und Schuhen könnte zu diesem Rückgang beitragen, da der außergewöhnlich starke Preisanstieg aus Februar 2025 voraussichtlich nicht wiederholt werde. Während die EZB in ihren Dezember-Projektionen für das erste Quartal 2026 noch mit 1,9% Gesamt- und 2,4% Kerninflation gerechnet habe, lägen die aktuellen Schätzungen nach Einbezug der Januar-Daten nun tiefer - bei 1,7% bzw. 2,1%. Die EZB-Ökonome hätten ihre Prognosen zuletzt angehoben, insbesondere weil sie von einer langsameren Rückkehr der Dienstleistungsinflation ausgegangen seien. Diese Einschätzung habe vielen Ratsmitgliedern als Argument für eine Zinspause gedient. Sollte die Inflation jedoch weiter Richtung oder unter die 2-Prozent-Marke sinken, dürfte dieses Narrativ zunehmend schwerer aufrechtzuerhalten sein. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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