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Seyit Binbir
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Strategie ist tot - es lebe Umsetzung: Was Topfirmen 2026 künftig machen sollten

Führungskräfte-Coachin Caroline Birke erklärt, warum unklare Rollen und zögerliche Entscheidungen Unternehmen ausbremsen und was sich 2026 ändern muss.

Strategiepapiere sind in deutschen Unternehmen selten das Problem. An Plänen, Roadmaps und Zielbildern mangelt es nicht. Was fehlt, ist Bewegung. Eine aktuelle Untersuchung aus dem Umfeld der Fraunhofer-Innovationsforschung kommt zu folgendem Ergebnis: Viele Unternehmen wissen sehr genau, was sie erreichen wollen - sie scheitern (nur) bei der Umsetzung. Interne Komplexität, langsame Entscheidungen und unklare Verantwortlichkeiten bremsen selbst gut vorbereitete Organisationen aus.

Wenn Orientierungslosigkeit Energie verbrennt

In vielen Unternehmen ist das Jahr 2026 strategisch sauber durchgeplant. Von ESG-Zielen zu Digitalisierungsprogramme und Effizienzoffensiven. Gleichzeitig berichten Führungskräfte von dem Gefühl, ständig beschäftigt zu sein, ohne wirklich voranzukommen.

In der täglichen Arbeit zeigt sich, dass strategische Ziele häufig keine handlungsleitende Kraft entfalten. Führungskräfte orientieren sich weiter an operativen Dringlichkeiten, weil nicht klar ist, was Vorrang hat und wer Entscheidungen verbindlich trifft. So entsteht viel Bewegung, aber wenig Fortschritt, und Umsetzung wird zur Nebenwirkung statt zum Kern der Führung.

Caroline Birke, Expertin für Führungskräfte-Coaching und nachhaltige Unternehmensentwicklung, beschreibt es so: "Die Fachkräfte können ihren Job, daran hakt es meist nicht. Aber ein Team entsteht nicht automatisch, nur weil Menschen auf derselben Ebene arbeiten. Oft fehlt ein gemeinsames Verständnis von Zusammenarbeit."

Wenn niemand entscheidet, kommt nichts voran

Ein zentrales Ergebnis der Fraunhofer-Studie ist die Verschiebung von Verantwortung. Strategische Entscheidungen werden auf Vorstandsebene getroffen, die Umsetzung wandert nach unten. Was fehlt, ist die verbindende Klammer. Wer entscheidet, wenn Zielkonflikte auftreten? Wer priorisiert, wenn alles wichtig scheint?

Im Alltag arbeiten Führungskräfte häufig weiter wie zuvor, weil unklar bleibt, welche Entscheidungen sich konkret aus der Strategie ergeben und wer sie verbindlich trifft. Genau an dieser Stelle sieht Caroline Birke eines der zentralen Probleme in Führungsteams: Wer entscheidet was? Wer trägt Verantwortung? Wer informiert wen? Bleiben diese Fragen offen, verliert Strategie ihre Wirkung. "Wenn diese Fragen nicht eindeutig beantwortet sind, beginnt das Rätselraten", sagt Birke. "Und das kostet Vertrauen."

2026 gewinnt, wer schneller lernt als plant

Die Studie macht noch einen zweiten Punkt klar. In vielen Märkten verliert Planung ihren Vorsprung, sobald sie nicht lernfähig ist. Unternehmen, die monatelang an perfekten Konzepten arbeiten, geraten ins Hintertreffen gegenüber jenen, die früh ins Handeln kommen und nachschärfen.

Das bedeutet nicht, Strategie über Bord zu werfen. Es bedeutet, sie anders zu denken. Nicht als Masterplan, sondern als Hypothese. Nicht als Vorgabe, sondern als Startpunkt für Entscheidungen.

Führungskräfte-Coachin Birke: "Strategie darf heute nicht mehr der Versuch sein, Unsicherheit wegzuplanen. Erfolgreiche Organisationen akzeptieren, dass sie nicht alles wissen können. Sie schaffen Strukturen, in denen Entscheidungen schnell getroffen, überprüft und angepasst werden."

Warum Strategie allein nichts mehr liefert

Die Fraunhofer-Analyse benennt interne Trägheit und Entscheidungsstau als zentrale Wettbewerbsrisiken. Beides sind keine methodischen Probleme, sondern Führungsfragen:

- Wie werden Prioritäten gesetzt?
- Wie gehen Teams mit Konflikten zwischen Bereichen um?
- Wie konsequent wird entschieden, wenn Zahlen noch unvollständig sind?

Hier zeigt sich die Grenze klassischer Strategiearbeit. Sie beschreibt Ziele, aber nicht das Verhalten, das nötig ist, um sie zu erreichen. Genau diese Lücke wird 2026 zum entscheidenden Faktor.

Coaching als Umsetzungstreiber

Coaching wirkt hier als Beschleuniger. Es hilft Führungsteams, aus strategischen Zielen Regeln zu machen. Nicht abstrakt, sondern im konkreten Führungsalltag. Caroline Birke beschreibt diesen Ansatz so: "Wir nehmen echte Fälle aus dem Führungsalltag, treffen Entscheidungen und verändern Verhalten." Erst auf dieser Ebene wird aus Strategie praktisches Handeln.

Fazit: "Strategie allein entscheidet 2026 nicht mehr"

Die Botschaft für 2026 ist klar. Unternehmen brauchen weniger Strategien und mehr Umsetzungskompetenz. Weniger Planungsschleifen und mehr Entscheidungsstärke. Diejenigen, die lernen, schneller zu handeln als zu perfektionieren, werden sich durchsetzen. Strategie ist nicht tot. Aber sie reicht nicht mehr aus. Entscheidend ist, wer sie in Bewegung bringt.

Enthaltene Werte: DE0009653386

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