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MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Berichtssaison liefert Impulse

DJ MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Berichtssaison liefert Impulse

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkten haben sich am Donnerstag mit einer uneinheitlichen Tendenz gezeigt. Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 25.289 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es dagegen um 0,2 Prozent auf 6.162 Punkte nach unten, nachdem der Index im Verlauf ein Rekordhoch markiert hatte. Hier belastete die Schwäche der Bergbauunternehmen wie auch der Telekom-Titel. Der Euro bewegte sich kaum, er kostete 1,1790 Dollar. Am Anleihemarkt ging es mit den Marktzinsen seitwärts. Aus Genf, wo die USA mit dem Iran verhandeln, gab es bislang noch keine positiven Meldungen.

Ansonsten lieferte die Berichtssaison die Impulse. Starke Zahlen schickten London Stock Exchange (LSE) um 9,1 Prozent nach oben. Die Gewinne lagen laut der Deutschen Bank 3 Prozent über der Erwartung. Wichtiger seien aber Ausblick sowie der Abonnenten-Wertzuwachs (Annual Subscription Value). Zudem bekräftige LSE das Ziel eines starken Umsatzwachstums im mittleren bis hohen einstelligen Bereich für den Rest des Jahrzehnts. Deutsche Börse gewannen im Fahrwasser 3,6 Prozent.

Für die Aktien der Zementhersteller wie Heidelberg Materials (-5%) oder Holcim (-3,8%) ging es nach unten. Im Handel wurde auf einen Bericht in "Il Sole 24 Ore" verwiesen, wonach Italien und weitere EU-Länder die Aussetzung und Überarbeitung des ETS-Systems zum Schutz der industriellen Wettbewerbsfähigkeit fordern. Mit Blick auf die verschiedenen Branchen werten Analysten eine Aufweichung der Regeln für Zementhersteller als eher negativ.

Engie stiegen um 7,2 Prozent, nachdem der französische Energiekonzern seinen Ausblick für 2026 angehoben und für die kommenden Jahre ein Gewinnwachstum in Aussicht gestellt hat. Grund ist die 14,2 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von UK Power Networks. Die Analysten von Jefferies bewerten den Zukauf als massiven Katalysator, da er Engies Portfolio weg vom volatilen Gas- und Handelsgeschäft hin zu stabilen, regulierten Stromnetzen diversifiziere. Insgesamt stärke diese Nachricht das Vertrauen der Investoren, da das Management eine lang erwartete Neuausrichtung zu einer vernünftigen Bewertung erfolgreich umgesetzt habe.

Zahlenflut auch aus Deutschland

Die Allianz-Aktie legte nach Vorlage ordentlicher Zahlen und der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms um 0,8 Prozent zu. Als Schwachpunkt im Geschäftsbericht machten die Analysten von RBC den Ausblick aus. Munich Re (-0,7%) hat das eigene Gewinnziel im vergangenen Jahr trotz eines leicht schwächeren Schlussquartals übertroffen und bestätigte den Ausblick. Für die Vertragserneuerungsrunde im Januar meldete der Rückversicherer aber weiter sinkende Preise.

Die Viertquartalszahlen der Deutschen Telekom (-2,2%) fielen etwas besser als erwartet aus. Umsatz wie auch bereinigtes operatives Ergebnis lagen über den Marktschätzungen. Dagegen konnte der Ausblick für den Freien Cashflow nicht ganz überzeugen.

Um 0,4 Prozent nach unten ging es für Scout24. Die Quartalszahlen wie auch der Ausblick entsprachen laut JP Morgan in etwa den Erwartungen.

Extrem volatil zeigten sich Aixtron. Zu Beginn knickte der Kurs um über 10 Prozent ein, die Aktie schloss 5,5 Prozent im Plus. Die Analysten der DZ Bank gehen davon aus, dass man im Zuge des für 2027 geplanten breiten Hochlaufs von Nvidias 800V-DC-Power-Architektur in KI-Rechenzentren bereits im zweiten Halbjahr 2026 steigende Bestellungen für Aixtron-Anlagen sehen und damit ein Wachstumssprung 2027 ausgelöst werde.

Freenet notierten nach Zahlenvorlage 13,9 Prozent im Minus. Von den Analysten der Deutschen Bank hieß es dazu, dass die Ergebnisse für 2025 bei Umsatz, EBITDA und freien Cashflow (FCF) leicht unter den Konsenserwartungen liegen.

Beim Lagertrechnikexperten Kion (-10,7%) enttäuschte der Ausblick. Hensoldt gaben nach Zahlenausweis um 4,3 Prozent nach. Für die Analysten von MWB ist das EBITDA solide ausgefallen, doch das EBIT für das Gesamtjahr habe um 32 Prozent unter dem Konsens gelegen - eine deutlich negative Überraschung.

Die Geschäftszahlen von Puma für das vierte Quartal fielen laut Analysten besser als erwartet ausgefallen. Der Sportartikel-Hersteller kommt derweil laut Bernstein mit der Lagerbereinigung besser als erwartet voran. Puma gewannen 9,8 Prozent.

Nachdem Auto1 (+10,6%) Zahlen für 2025 vorgelegt hat, rechnen die Analysten der RBC nun mit einem höheren Volumenwachstum, gehen aber mittelfristig von einer konservativeren Bruttomarge aus.

Adesso erzielte im vergangenen Jahr dank einer starken zweiten Jahreshälfte einen deutlichen Gewinnanstieg. Das IT-Unternehmen stellt für das laufende Jahr ein weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum in Aussicht. Die Aktie stieg um 12,2 Prozent.

=== 
Index          Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50      6.161,56       -0,2%        +6,6% 
Stoxx-50        5.287,23       -0,2%        +7,7% 
Stoxx-600         633,18       -0,0%        +7,0% 
XETRA-DAX       25.289,02       +0,4%        +2,8% 
FTSE-100 London    10.806,41       k.A.        +7,6% 
CAC-40 Paris      8.620,93       +0,7%        +5,0% 
AEX Amsterdam      1.022,40       -0,7%        +8,3% 
ATHEX-20 Athen     5.866,67       +0,9%        +8,7% 
BEL-20 Bruessel     5.439,05       -3,2%       +10,6% 
BUX Budapest     126.768,38       -0,2%       +14,5% 
OMXH-25 Helsinki    6.091,00       -0,8%        +7,6% 
ISE NAT. 30 Istanbul  13.878,54       k.A.       +22,6% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.424,42       +0,2%       -11,6% 
PSI 20 Lissabon     9.267,91       -0,3%       +12,5% 
IBEX-35 Madrid     18.496,60       +0,2%        +6,7% 
FTSE-MIB Mailand    47.425,94       +0,5%        +5,0% 
OBX Oslo        1.801,22       -0,4%       +13,2% 
PX Prag        2.657,26       -0,9%        -0,2% 
OMXS-30 Stockholm    3.205,28       +0,3%       +10,8% 
WIG-20 Warschau     3.448,24       -0,9%        +9,3% 
ATX Wien        5.763,61       -0,0%        +8,3% 
SMI Zuerich      13.913,73       -0,5%        +5,3% 
*bezogen auf Vortagesschluss 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:01  % YTD 
EUR/USD          1,1790    -0,2%   1,1812   1,1795  +0,5% 
EUR/JPY          184,15    -0,3%   184,62   182,14  +0,2% 
EUR/CHF          0,9123    -0,0%   0,9125   0,9130  -1,9% 
EUR/GBP          0,8734    +0,2%   0,8714   0,8740  -0,1% 
USD/JPY          156,19    -0,1%   156,32   154,42  -0,3% 
GBP/USD          1,3500    -0,4%   1,3557   1,3495  +0,6% 
USD/CNY          6,8992    -0,1%   6,9076   6,9212  -1,7% 
USD/CNH          6,8449    -0,1%   6,8537   6,8868  -1,8% 
AUS/USD          0,7091    -0,4%   0,7120   0,7060  +6,7% 
Bitcoin/USD       66.961,80    -2,2% 68.462,25 65.625,05 -22,9% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          66,29    65,42   +1,3%    0,87 +14,3% 
Brent/ICE          71,97    70,85   +1,6%    1,12 +16,8% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           5.184,41   5.165,01   +0,4%   19,40 +19,5% 
Silber           87,18    89,16   -2,2%   -1,97 +25,0% 
Platin          1.898,55   1.939,90   -2,1%   -41,35 +10,7% 
Kupfer            5,98     5,99   -0,1%    0,00  +5,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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February 26, 2026 12:17 ET (17:17 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
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