WASHINGTON/CHAPPAQUA (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat sein Bedauern über die Epstein-Befragung von Ex-US-Präsident Bill Clinton vor einem Ausschuss des US-Parlaments ausgedrückt. "Ich mag ihn und es gefällt mir nicht, ihn unter Eid aussagen zu sehen", sagte Trump vor Journalisten in Washington. Gleichzeitig behauptete er, dass er selbst deutlich stärker unter Druck gesetzt worden sei.
Bill Clinton wird bereits seit Stunden vor dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses befragt. Die nicht öffentliche Anhörung findet in Chappaqua im US-Bundesstaat New York statt, wo Clinton lebt. Zu Beginn seiner Befragung wies der Ex-Präsident jede Kenntnis von Straftaten des 2019 gestorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zurück. Clintons Name und Bilder von ihm tauchen in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Das allein ist allerdings kein Beleg für ein Fehlverhalten.
Auch Trump selbst kommt in den Akten vor. Er bestreitet ebenfalls, über die Taten des Sexualstraftäters Bescheid gewusst zu haben. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder versucht, die Aufmerksamkeit auf Clinton zu lenken. Unter anderem behauptete er, dass dieser auf einer Privatinsel Epsteins gewesen sei. Beweise dafür legte er nicht vor. Viele werfen dem Weißen Haus ein Ablenkungsmanöver vor./fsp/DP/he
