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MÄRKTE USA/Iran-Konflikt und Inflationssorgen belasten Börse

DJ MÄRKTE USA/Iran-Konflikt und Inflationssorgen belasten Börse

DOW JONES--Anzeichen einer möglichen Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran haben die US-Börsen am Freitag ins Minus gedrückt. Hintergrund waren Händlern zufolge Medienberichte, laut denen die USA Mitarbeitern der Botschaft in Israel die sofortige Ausreise empfiehlt. Das schürte die Befürchtung eines möglichen unmittelbar bevorstehenden US-Militärschlags gegen den Iran. Für den Fall eines Angriffs schließen Beobachter nicht aus, dass der Iran auch Ziele in Israel angreifen könnte. Überraschend deutlich gestiegene US-Erzeugerpreise nährten derweil Inflationssorgen.

Der Dow-Jones-Index verlor 1,1 Prozent auf 48.978 Punkte. Der S&P-500 gab um 0,4 Prozent nach, und der Nasdaq-Composite fiel um 0,9 Prozent. An der Nyse wurden 1.031 (Donnerstag: 1.686) Kursgewinner gesehen, denen 1.752 (1.053 ) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 33 (99) Titel. Die Ölpreise legten in Erwartung einer Angebotsverknappung im Fall eines Militärschlags deutlich zu. Der "sichere Hafen" Gold holte die zwischenzeitlichen Verluste wieder auf und drehte ins Plus.

Die andauernden Nachwirkungen der Nvidia-Geschäftszahlen traten dagegen etwas in den Hintergrund. Obwohl der Chiphersteller klar besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen vorgelegt hatte, hielten sich hartnäckig Bedenken bezüglich der schnell zunehmenden Konkurrenz, der Nachhaltigkeit der stark steigenden Kundennachfrage und der Unsicherheit darüber, wann es nachhaltige Renditen geben wird. Die Nvidia-Aktie verlor weitere 4,2 Prozent, nachdem es am Vortag bereits um 5,5 Prozent abwärts gegangen war.

Unter den Konjunkturdaten des Tages erhöhten sich die Erzeugerpreise sowohl in der Gesamt- als auch der Kernrate stärker als erwartet. Hoffnungen auf eine baldige geldpolitische Lockerung der US-Notenbank erhielten damit einen Dämpfer.

Der Index der Einkaufsmanager Chicago für Februar stieg dagegen wider Erwarten deutlich. Hier hatten Volkswirte einen Rückgang prognostiziert. Die Bauausgaben legten im Dezember etwas stärker zu als angenommen.

Die Paramount-Aktie sprang um 21 Prozent nach oben. Der Konzern geht als Sieger aus dem Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery hervor. Netflix erklärte, der Streamingdienst werde das jüngste Angebot für den Hollywood-Studiobetreiber nicht mitgehen. Netflix reagierte damit auf die Entscheidung der Warner-Führung, das Angebot von Paramount von 31 Dollar pro Aktie für das gesamte Unternehmen als dem Netflix-Angebot für die Film- und Fernsehstudios von Warner und den Streamingdienst HBO Max überlegen einzustufen. Die Warner-Aktie verlor 2,3 Prozent, die Netflix-Titel legten dagegen um fast 14 Prozent zu.

Die Aktien von Dell verteuerten sich um 22 Prozent. Das Technologieunternehmen meldete für das vierte Quartal einen Umsatzsprung von 39 Prozent, angetrieben durch das Geschäft mit KI-Servern. Dieses Wachstum dürfte sich fortsetzen, da das Unternehmen mitteilte, dass es im vergangenen Quartal Aufträge für KI-optimierte Server im Wert von 64 Milliarden US-Dollar abgeschlossen habe.

Die Titel von Block gewannen fast 18 Prozent. Der Zahlungsdienstleister hatte bekannt gegeben, 4.000 Mitarbeiter oder 40 Prozent seiner Belegschaft abzubauen, und begründete dies mit den Auswirkungen von KI in seiner Branche. Block erhöhte zudem die Prognose für 2026.

Der Dollar zeigte sich knapp behauptet. Anleger blieben skeptisch gegenüber Dollarkäufen angesichts von Sorgen über die Zollpolitik, die Unabhängigkeit der Zentralbank und geopolitische Interventionen, auch im Iran, hieß es.

Weiter Zulauf verzeichnete auch der "sichere Hafen" der US-Anleihen. Für die Rendite zehnjähriger Papiere ging es um 6 Basispunkte auf 3,96 Prozent nach unten. Damit wurde die Marke von 4,00 Prozent unterschritten - es war der tiefste Stand seit rund drei Monaten.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      48.977,92  -1,1  -521,28    49.499,20 
S&P-500     6.878,88  -0,4   -29,98    6.908,86 
NASDAQ Comp  22.668,21  -0,9  -210,17    22.878,38 
NASDAQ 100   24.960,04  -0,3   -74,34    25.034,37 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,39 -0,06    3,43      3,38 
5 Jahre       3,52 -0,07    3,57      3,51 
10 Jahre      3,96 -0,06    4,01      3,96 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:05 
EUR/USD      1,1813  +0,1   0,0016     1,1797   1,1792 
EUR/JPY      184,5  +0,2   0,3300     184,17  184,1100 
EUR/CHF      0,908  -0,5  -0,0049     0,9129   0,9127 
EUR/GBP      0,8765  +0,2   0,0015      0,875   0,8729 
USD/JPY      156,17  +0,0   0,0600     156,11  156,1300 
GBP/USD      1,3473  -0,1  -0,0008     1,3481   1,3507 
USD/CNY      6,8579  +0,3   0,0170     6,8409   6,8409 
USD/CNH      6,8602  +0,3   0,0179     6,8423   6,8424 
AUS/USD      0,7115  +0,2   0,0011     0,7104   0,7096 
Bitcoin/USD  65.673,70  -2,7 -1.800,52    67.474,22 67.361,18 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     67,28  +3,2    2,07      65,21 
Brent/ICE     72,52  +2,5    1,77      70,75 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.262,79  +1,5   75,93    5.186,86 
Silber       93,72  +6,1    5,37      88,35 
Platin     2.363,25  +4,0   91,05    2.272,20 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones,com

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February 27, 2026 16:11 ET (21:11 GMT)

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