Osnabrück (ots) -
Osnabrück. Ökonom Michael Hüther rechnet mit einer Trendwende zu mehr Wirtschaftswachstum und hält Warnungen vor einer Deindustrialisierung für nicht triftig. "Wir sehen gerade Licht am Ende eines langen Tunnels. Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr mindestens ein Prozent Wachstum schaffen", sagte der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz, Samstagsausgabe). "Schon im vergangenen Jahr wurden 96 Milliarden Euro in Deutschland investiert, die Direktinvestitionen haben sich gegenüber 2024 mehr als verdoppelt und lagen 30 Prozent über dem Durchschnitt der vorangegangenen 24 Jahre. Deutschland wird im Ausland wieder stärker als attraktiver Standort angesehen."
Mit Blick auf Klagen von Arbeitgebern über einen zu teuren und starren Sozialstaat sagte Hüther: "Natürlich kann man den Eindruck haben, dass manches bei uns zu unflexibel oder zu teuer geworden ist. Und ja, vergangenes Jahr sind rund 100.000 Arbeitsplätze ins Ausland verlagert worden." Bei 46 Millionen Vollzeitbeschäftigten sei das aber "nicht viel".
Hinzu komme, dass 40.000 neue Jobs geschaffen worden seien. "Stecken wir in der viel beschworenen Erosion? Da bin ich optimistisch, denn der deutliche Anstieg der Direktinvestitionen aus dem Ausland belegt, dass der Standort Deutschland nicht mehr abschreckt", sagte Hüther zu noz und ergänzte: "Vielleicht befinden wir uns in einem mehr oder weniger normalen Strukturwandel."
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6225806
Osnabrück. Ökonom Michael Hüther rechnet mit einer Trendwende zu mehr Wirtschaftswachstum und hält Warnungen vor einer Deindustrialisierung für nicht triftig. "Wir sehen gerade Licht am Ende eines langen Tunnels. Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr mindestens ein Prozent Wachstum schaffen", sagte der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz, Samstagsausgabe). "Schon im vergangenen Jahr wurden 96 Milliarden Euro in Deutschland investiert, die Direktinvestitionen haben sich gegenüber 2024 mehr als verdoppelt und lagen 30 Prozent über dem Durchschnitt der vorangegangenen 24 Jahre. Deutschland wird im Ausland wieder stärker als attraktiver Standort angesehen."
Mit Blick auf Klagen von Arbeitgebern über einen zu teuren und starren Sozialstaat sagte Hüther: "Natürlich kann man den Eindruck haben, dass manches bei uns zu unflexibel oder zu teuer geworden ist. Und ja, vergangenes Jahr sind rund 100.000 Arbeitsplätze ins Ausland verlagert worden." Bei 46 Millionen Vollzeitbeschäftigten sei das aber "nicht viel".
Hinzu komme, dass 40.000 neue Jobs geschaffen worden seien. "Stecken wir in der viel beschworenen Erosion? Da bin ich optimistisch, denn der deutliche Anstieg der Direktinvestitionen aus dem Ausland belegt, dass der Standort Deutschland nicht mehr abschreckt", sagte Hüther zu noz und ergänzte: "Vielleicht befinden wir uns in einem mehr oder weniger normalen Strukturwandel."
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