FRANKFURT (dpa-AFX) - Für den Dax werden die jüngsten Ereignisse in Nahost am Montag zur Belastung. Vor allem höhere Ölpreise bereiten Sorgen. Angesichts der Eskalation im Konflikt dre USA und Israels mit dem Iran dürfte der Leitindex unter der Marke von 25.000 Punkten in den Handel starten. Der Broker IG taxierte ihn zwei Stunden vor dem Xetra-Start 1,7 Prozent tiefer auf 24.848 Punkte.
Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion. "Erhöhte geopolitische Risiken sind zu einem Merkmal der Nach-Covid-Ära geworden, könnten aber die Stimmung belasten", schrieb daraufhin die RBC-Analystin Lori Calvasina.
Analyst Scott Chronert von der Citigroup wollte die Bedeutung der geopolitischen Lage am Sonntag in einem Kommentar nicht unterschätzen. Die militärischen Konflikte der letzten 40 Jahre hätten gezeigt, dass die Konfliktdauer und wirtschaftliche Folgen in der Regel den größten Einfluss auf Aktienkurse haben.
Der Experte verwies dabei vor allem auf die Ölpreise, die am Montag wie erwartet zunächst deutlich zugelegt haben. Eine Panik am Ölmarkt blieb gleichwohl aus, auch wenn der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, einschränkte./tih/mis
