DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Israel startet Offensive im Libanon
Israels Generalstabschef Eyal Zamir hat den Beginn einer neuen Offensive gegen die Hisbollah im Libanon bekannt gegeben. "Wir agieren nicht mehr nur defensiv, wir gehen nun auch in die Offensive über", sagte Zamir. Man müsse sich auf viele langwierige Kampftage einstellen. Israels Militär hat am Montag nach Angriffen der vom Iran unterstützten Miliz Wellen von Schlägen in der Hauptstadt Beirut und Teilen des Südlibanon gestartet.
Israel intensiviert Luftschläge gegen Hisbollah im Libanon
Israel hat am frühen Montagmorgen als Reaktion auf einen Angriff der pro-iranischen Hisbollah-Miliz eine zweite Welle von Luftschlägen im Libanon gestartet. Das israelische Militär gab an, dass zu den Zielen Waffenlager und andere Infrastruktureinrichtungen in mehreren Teilen des Landes gehörten. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte in einer vorläufigen Bilanz mit, dass bei den israelischen Angriffen mindestens 31 Menschen getötet und 149 weitere verletzt wurden.
Israels Militär bereitet Mobilisierung von 100.000 Reservisten vor
Israels Militär bereitet die Einberufung von etwa 100.000 Reservisten vor. Dies wäre eine der größten Mobilisierungen seit dem 7. Oktober 2023. Die Truppen sollen sowohl für Verteidigungs- als auch für Offensivoperationen eingesetzt werden, insbesondere in den Grenzgebieten des Landes. In einer offiziellen Erklärung hieß es, dass die Streitkräfte an allen Außenposten entlang der Grenzen sowie in der Sicherheitszone im Süden Syriens und im Libanon verstärkt würden. Zudem sollen Einheiten zur Sicherung von Grenzgemeinden im Zentrum und Süden Israels sowie entlang der "Gelben Linie" - der Grenze des derzeit vom israelischen Militär kontrollierten Gebiets im Gazastreifen - entsandt werden.
US-Präsident Trump: Militäroperation auf Kurs, Iran sucht nun den Dialog
Der Iran möchte nach Aussage von US-Präsident Donald Trump die Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten wieder aufnehmen, nur einen Tag nach der Tötung des islamistischen Regime-Führers Ayatollah Ali Khamenei. "Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt zu reden, also werde ich mit ihnen sprechen", sagte Trump dem US-Politikmagazin The Atlantic. "Sie hätten es früher tun sollen. Sie hätten das, was sehr praktikabel und einfach umzusetzen war, früher gewähren sollen. Sie haben zu lange gewartet." Trump nannte keinen Zeitplan für Gespräche, gab jedoch an, dass einige der iranischen Offiziellen, die zuvor an Gesprächen mit den USA beteiligt waren, nun tot sind. "Die meisten dieser Leute sind weg", so Trump und fügte an: "Einige der Leute, mit denen wir zu tun hatten, sind weg, denn das war ein großer - das war ein schwerer Schlag."
Irans Staatsmedien melden Tod von Khamenei
Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, ist nach einer Welle von Angriffen im Iran, die gemeinsam von den USA und Israel durchgeführt wurden, für tot erklärt worden. Die iranischen Staatsmedien berichteten, dass Khamenei in seinem Büro im Zentrum von Teheran getötet wurde. "Zum Zeitpunkt seines Märtyrertodes war er in Ausübung seiner Pflichten in seinem Büro anwesend", erklärte die staatliche Nachrichtenagentur IRIB.
Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind drei US-Soldaten getötet worden
Das US-amerikanische Militär muss im Zuge des Iran-Kriegs die ersten Todesopfer in den eigenen Reihen melden. Bei der Operation "Epische Wut" seien drei US-Soldaten ums Leben gekommen, teilte das Zentralkommando der US-Streitkräfte am Sonntagnachmittag mit. Die Islamische Revolutionsgarde des Iran kündigte eine "schmerzhafte Vergeltung" für die Tötung des islamistischen Regime-Führers Ayatollah Ali Khamenei an, während US-Präsident Donald Trump warnte, dass eine solche Vergeltung mit einer heftigen Reaktion beantwortet werden wird.
Iranischer Sicherheitschef: Werden nicht mit den USA verhandeln
-Der Iran will nach Aussage seines Sicherheitschefs Ali Laridschani die Atomgespräche mit Washington nicht wieder aufnehmen. Er dementierte damit einen Bericht, wonach er inmitten des anhaltenden Konflikts mit den USA und Israel privat nach einem diplomatischen Ausweg gesucht habe. "Wir werden nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln", schrieb Laridschani am Montag in einem Post auf X.
Angriffe auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus
Drei Handelsschiffe sind im Gebiet der Straße von Hormus sind am Sonntag angegriffen worden. Die United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO), die der britischen Marine angehört, gab an, dass ein Schiff Feuer fing, nachdem es etwa 17 Seemeilen nordwestlich der Vereinigten Arabischen Emirate von einem unbekannten Projektil getroffen worden war. Das Feuer konnte laut der Überwachungsstelle später gelöscht werden. Ein weiteres Schiff wurde später nur 5 Seemeilen vor Oman angegriffen, was die Besatzung zur Evakuierung zwang, so die UKMTO. Bereits am Vormittag waren vier Seeleute bei einem Angriff auf einen unter US-Sanktionen stehenden Öltanker in der Nähe von Oman verwundet worden.
Ölpreise steigen nach US-israelischen Angriffen auf den Iran kräftig
Die Rohölpreise sind nach massiven Angriffen der USA und Israels auf den Iran stark gestiegen. Hintergrund sind Befürchtungen über einen ausgeweiteten Regionalkrieg und lang anhaltende Unterbrechungen der Energieströme durch die Straße von Hormus, das weltweit kritischste Nadelöhr für Öl. Im frühen europäischen Handel am Montag stieg der Preis für Brent-Rohöl um 9,4 Prozent auf 79,70 US-Dollar pro Barrel, nachdem er zuvor im Sitzungsverlauf bei über 82 Dollar gelegen hatte. Die US-Sorte West Texas Intermediate kletterte um 7,5 Prozent auf 71,55 Dollar. Auch die europäischen Erdgaspreise legten deutlich zu. Wie Marktdaten zeigten, stieg der meistgehandelte Frontmonats-TTF-Kontrakt um 22,6 Prozent auf 39,01 Euro pro Megawattstunde.
OPEC+ erhöht Förderung stärker als erwartet
Die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) haben zugestimmt, die Ölproduktion im nächsten Monat stärker als erwartet zu erhöhen. Dies geschieht unmittelbar nach den Schlägen der USA und Israels gegen den Iran. Der Schritt des von Saudi-Arabien angeführten Kartells wird weithin als Versuch gewertet, die Energiemärkte zu stabilisieren. Der Angriff auf den Iran hat bereits zu Störungen in der Straße von Hormus geführt - einem kritischen Seeweg, über den viele OPEC+-Mitglieder ihr Rohöl zu asiatischen Käufern verschiffen. Dies droht, die Ölpreise massiv in die Höhe zu treiben.
Steigende Versicherungskosten nach Angriffen auf den Iran - Zeitung
Nach den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran bereiten sich Schifffahrtsversicherer auf eine massive Eskalation vor. Mit einer ungewöhnlichen Kündigungswelle am Wochenende leiten sie nach einem Bericht der Financial Times (FT) Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent für Passagen durch den Persischen Golf ein.
Deutscher Einzelhandelsumsatz sinkt im Januar unerwartet
Der deutsche Einzelhandel ist nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) schwächer als erwartet ins neue Jahr gestartet - allerdings von einer erneut nach oben revidierten Basis. Wie Destatis mitteilte, sank der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz im Januar gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent und lag um 1,2 (Dezember: 2,5) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Umsatzzuwachs von 0,1 Prozent und eine Jahreswachstumsrate von 0,8 Prozent prognostiziert. Im Dezember waren die Umsätze im Einzelhandel nach revidierten Angaben um 1,2 Prozent auf Monatssicht gestiegen - weitaus deutlich als am 2. und 13. Februar gemeldet (plus 0,1 beziehungsweise plus 0,8 Prozent).
BoJ-Vize Himino bekräftigt Bereitschaft zu weiteren Zinserhöhungen
Ryozo Himino, Vize-Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), hat die Haltung der Zentralbank bekräftigt, die Leitzinsen weiter anzuheben. Er blieb jedoch konkrete Hinweise auf den Zeitpunkt des nächsten Schrittes schuldig. Die BoJ "sollte durch moderate Anhebungen des Leitzinses allmählich zu einer neutraleren Haltung übergehen", sagte Himino in einer Rede am Montag.
Absatz chinesischer Autobauer verfehlt zu Neujahr weitgehend die Erwartungen
Chinesische Automobilhersteller haben im Februar auf breiter Front einen starken Absatzrückgang verzeichnet, da die Nachfrage im weltgrößten Automarkt im Monat des Neujahrsfestes nachließ. Typischerweise ist der Fahrzeugabsatz rund um das Mondneujahrsfest geringer als sonst. Die jüngsten Zahlen unterstreichen jedoch auch den schwierigen Weg, der vor den chinesischen Automobilherstellern liegt, nachdem sie in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum und eine aggressive Expansion im führenden Markt für Elektrofahrzeuge gesehen haben.
GB/Nationwide Hauspreisindex Feb +0,3% gg Vm; +1,0% gg Vj
GB/Nationwide Hauspreisindex PROG: +0,3% gg Vm: +0,7% gg Vj
Japan/Kfz-Absatz Feb -7,3% gg Vorjahr
Indonesien Kernverbraucherpreise Feb +2,63% gg Vorjahr (Jan: +2,45%)
Indonesien Exporte Jan 22,16 Mrd USD
Indonesien Importe Jan 21,20 Mrd USD
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March 02, 2026 03:00 ET (08:00 GMT)
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