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MÄRKTE EUROPA/Geopolitik belastet - Anleger meiden Risiko

DJ MÄRKTE EUROPA/Geopolitik belastet - Anleger meiden Risiko

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind nach dem Ausbruch des Iran-Krieges am Wochenende schwach gestartet. So verliert der DAX 2,1 Prozent auf 24.766 Punkte, der Euro-Stoxx-50 handelt 2,3 Prozent tiefer bei 5.996 Punkten. Defensive Branchen wie Versorgung, Rüstung und Nahrungsmittel halten sich besser als Banken oder Chemie. Vor allem Aktien aus der Reisebranche geraten in einer ersten Reaktion massiv unter Druck. Der Touristikkonzern Tui hat nach den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran Reisen in die Region storniert oder abgesagt. Röhöl der Sorte Brent notiert am Morgen knapp 10 Prozent höher bei 80 Dollar je Barrel. Der Dollar profitiert, der Euro fällt auf 1,17 Dollar zurück.

Die Liquidität fließt zunächst in die sicheren Häfen von Anleihen. Alles in allem sprechen Marktteilnehmer von einer geordneten Risikoscheu unter Investoren mit Blick auf die Entwicklung im Nahen Osten - ein chaotischer Abverkauf quer durch alle Assetklassen und Notverkäufe in Folge von Margin Calls finde bisher nicht statt.

Straße von Hormus und Ölpreis im Fokus

Die entscheidende Frage für die Weltwirtschaft ist, ob die Seestraße von Hormus tatsächlich für mehr als ein paar Wochen für Öl- und Gasexporte gesperrt sein wird. Falls ja, würde dies nach Aussage von Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding das globale Wachstum bremsen und die weltweite Inflation spürbar in die Höhe treiben. Ein dauerhafter Anstieg des Ölpreises um 15 US-Dollar pro Barrel könnte das Niveau der Verbraucherpreise in der Eurozone um fast 0,5 Prozent erhöhen und den Zuwachs der verfügbaren Einkommen entsprechend schmälern.

Schmieding geht davon aus, dass US-Präsident Trump große Anstrengungen unternehmen werde, um einen anhaltenden Anstieg der Energiepreise zu verhindern, der ihm im eigenen Land vor den US-Zwischenwahlen (Midterms) im November schaden könnte. Die US-Wähler machten ihn bereits vor den Angriffen auf den Iran für die hohen Verbraucherpreise verantwortlich. Trump könnte die militärische Macht der USA nutzen, um zu verhindern, dass der Iran die Straße von Hormus über längere Zeit schließt. Er könnte zum Beispiel mit dem Iran verhandeln. Zudem könnte er andere Ölexporteure bitten, ihre Liefermengen zu erhöhen, um einen potenziellen Rückgang der iranischen Ölexporte teilweise auszugleichen. Langfristig könnten die iranischen Ölexporte unter einem neuen Regime und bzw. oder einem Abkommen mit den USA sogar steigen. In jedem Fall dürfte die Fähigkeit des Irans, gewaltbereite Milizen wie die Hisbollah oder die Huthi im Ausland zu unterstützen, nun noch weitaus begrenzter ausfallen, als sie es seit den israelisch-amerikanischen Angriffen auf die iranischen Atomanlagen im vergangenen Juni gewesen sei.

Sobald die Märkte den ersten Schock verdaut hätten, erwartet Marktstratege Michael Brown von Pepperstone, dass der Fokus relativ rasch zu den fundamentalen Treibern und dem Narrativ zurückkehren werde, die zuvor vorgeherrscht hätten. Vor diesem Hintergrund würde Brown bei deutlichen Kursrückgängen an den Aktienmärkten eher gegen den Trend kaufen, da das grundlegende Szenario für steigende Kurse weiterhin sehr robust ausfalle.

Defensive Sektoren laufen besser als breiter Markt laufen

Als potenzielle Profiteure der Eskalation gilt für IG-Marktstratege Salah-Eddine Bouhmid der Energiesektor in Folge steigender Ölpreise, der Sektor der Energiewerte legt europaweit gegen den Trend um 3 Prozent zu. Die Aktien der Rüstungsindustrie profitieren von einer verschärften sicherheitspolitischen Lage, hier steigen Hensoldt um knapp 8 Prozent, BAE Systems um 7,4 und Thales um 5,8 Prozent. Gleichzeitig zeichnet sich eine Rotation in klassische defensive Marktsegmente ab. Versorgerpapiere (-0,1%) werden zudem verstärkt nachgefragt, während konjunktursensible Branchen wie Technologie (-2,2%), Finanzen (-3,2%) und zyklischer Konsum (-3,8%) unter Verkaufsdruck geraten.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.996,25  -2,3  -142,16    6.138,41    16,8 
Stoxx-50    5.200,15  -1,8   -94,11    5.294,26    11,9 
DAX      24.766,44  -2,1  -517,82    25.284,26    19,9 
MDAX      30.842,63  -2,3  -717,71    27.039,42    15,3 
TecDAX     3.726,17  -1,6   -61,75    3.091,28    4,8 
SDAX      17.810,77  -2,1  -384,19    13.062,07    22,4 
CAC       8.413,28  -2,0  -167,47    8.580,75    10,0 
SMI      13.756,48  -1,8  -257,82    14.014,30    11,4 
ATX       5.582,55  -2,1  -119,15    5.701,70    38,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:05 
EUR/USD      1,1714  -0,8  -0,0099     1,1813   1,1814 
EUR/JPY      183,97  -0,2  -0,4200     184,39  184,3800 
EUR/CHF      0,9059  -0,3  -0,0030     0,9089   0,9081 
EUR/GBP      0,8777  +0,2   0,0015     0,8762   0,8782 
USD/JPY      157,01  +0,6   0,9800     156,05  156,0500 
GBP/USD      1,3342  -1,1  -0,0142     1,3484   1,3450 
USD/CNY      6,8835  +0,4   0,0256     6,8579   6,8579 
USD/CNH      6,8833  +0,3   0,0234     6,8599   6,8604 
AUS/USD      0,7062  -0,7  -0,0051     0,7113   0,7127 
Bitcoin/USD  66.019,11  +0,5   333,11    65.686,00 66.011,66 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     72,51  +8,2    5,49      67,02 
Brent/ICE     79,34  +8,9    6,47      72,87 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.407,44  +2,5   130,15    5.277,29 
Silber       95,67  +2,0    1,85      93,82 
Platin     2.397,75  +1,4   33,00    2.364,75 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 02, 2026 03:50 ET (08:50 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

Im aktuellen Spezialreport stellen wir drei Versorger vor, die defensive Stärke mit attraktivem Potenzial kombinieren.

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