NEW YORK (dpa-AFX) - Der Iran-Krieg hat am Montag die Nachfrage nach dem US-Dollar angetrieben und damit den Eurokurs belastet. Im US-Handelsverlauf erholte sich die Gemeinschaftswährung kaum. Am Abend wurde sie mit 1,1688 Dollar gehandelt. Ende Januar noch war der Euro über 1,20 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag in auf 1,1698 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8548 Euro.
Die USA und Israel hatten den Iran am Samstag angegriffen und dabei unter anderem auch das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Derzeit werden weiter Ziele angegriffen, die Teheran mit Gegenschlägen auf Israel und andere Länder beantwortet.
Der Dollar profitiere in Kriegssituationen häufig, "da er die Weltleitwährung ist", schrieb Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. "Um Zahlungsfähigkeit für den Fall der Fälle sicherzustellen, steigt die Nachfrage nach der US-Währung in unsicheren Zeiten daher", erklärte sie. Zudem dürfte die US-Wirtschaft im Falle eines Ölpreisschocks widerstandsfähiger sein als die Wirtschaft im Euroraum. Ein wichtiger Grund dafür sei, dass die Eurozone ein Netto-Ölimporteur sei, sagte die Commerzbank-Expertin./ck/jha/
