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MÄRKTE USA/Börsen verdauen Iran-Schock gut - Ölpreis haussiert

DJ MÄRKTE USA/Börsen verdauen Iran-Schock gut - Ölpreis haussiert

DOW JONES--Nach Verlusten im frühen Geschäft haben die US-Börsen am Montag uneinheitlich geschlossen. Hauptthema am Markt war die Eskalation des Iran-Konflikts. Am Wochenende hatten die USA und Israel begonnen, Ziele im Iran anzugreifen. Der Iran reagierte mit Vergeltungsschlägen auf Israel und andere Länder der Region. Allerdings hatten die Kurse an der Wall Street in Erwartung der Angriffe schon am Freitag nachgegeben, so dass diese offenbar zu einem guten Teil bereits eingepreist waren.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 48.905 Punkte. Der S&P-500 legte 3 Punkte auf 6.882 zu, und der Nasdaq-Composite stieg um 0,4 Prozent. An der Nyse wurden 1.549 (Freitag: 1.112) Kursgewinner gesehen, denen 1.201 (1.637) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 69 (82) Titel.

Nutznießer der jüngsten Entwicklungen war vor allem der Ölpreis. Die Erwartung einer Angebotsverknappung für den Fall, dass der Iran die Straße von Hormus und damit einen wichtigen Seeweg für den Öltransport blockiert, trieb die Preise für Brent und WTI um mehr als 7 Prozent nach oben, wobei diese bis Börsenschluss von den Tageshochs bereits deutlich zurückgekommen waren.

Der Ölpreisanstieg nährte indessen Inflationsängste und dämpfte Zinssenkungserwartungen. Am Anleihemarkt stiegen daher die Renditen, im Zehnjahresbereich um 8 Basispunkte auf 4,04 Prozent. Sollte der Nahostkonflikt allerdings noch weiter eskalieren, könnten Anleihen wieder stärker als "sicherer Hafen" nachgefragt werden und die Renditen nachgeben, meinte Christian Hoffmann, Leiter des Bereichs Fixed Income bei Thornburg Investment Management.

Der Dollar profitierte von seinem Ruf als Fluchtwährung in Krisenzeiten. Mit dem Dollarindex ging es um 0,9 Prozent aufwärts. Gold profitierte zunächst stark, gab in der Folge den Großteil seiner Tagesgewinne aber wieder ab und notierte zu Börsenschluss 1,1 Prozent höher. Der festere Dollar und die gestiegenen Marktzinsen dürften die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls geschmälert haben.

Die Konjunkturdaten des Tages fanden angesichts der geopolitischen Lage wenig Beachtung. Veröffentlicht wurden der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Februar und sein vom Institute for Supply Management (ISM) erhobenes Pendant. Beide Indizes zeigten, dass sich die Aktivität in der US-Industrie im Februar verlangsamt hat, lagen aber jeweils über der Expansionsschwelle von 50,0 Punkten.

Im Gefolge des Ölpreises legten Branchenwerte wie Exxon Mobil oder Chevron um 1,1 und 1,5 Prozent zu, hatten aber im frühen Handel deutlicher im Plus notiert. Dagegen wurden die Aktien von Fluggesellschaften verkauft. Sie wurden einerseits vom gestiegenen Ölpreis belastet, andererseits davon, dass Flüge nach oder über Nahost gestrichen oder umgeleitet wurden. American Airlines verbilligten sich um 4,2 Prozent und United Airlines um 2,9 Prozent. Die Kurse der beiden Gesellschaften wurden zusätzlich gedrückt von Plänen der US-Luftfahrtbehörde, die Zahl der Flüge am Chicagoer Flughafen O'Hare, wo United und American im Wettstreit um die Vorherrschaft liegen, in diesem Sommer zu reduzieren.

AES brachen um 17,8 Prozent auf 14,21 Dollar ein. Der Versorger wird vom Kurszettel verschwinden. Ein Konsortium aus unter anderem EQT Group und dem zu Blackrock gehörenden Global Infrastructure Partners wird den Konzern 15 Dollar je Anteilsschein oder 33,4 Milliarden Dollar übernehmen und von der Börse nehmen. Die Anleger zeigten sich enttäuscht von dem Übernahmepreis.

Rüstungsaktien waren mit der Entwicklung im Nahen Osten gefragt. Lockheed Martin gewannen 3,4, RTX 4,7 und Northrop Grumman 6 Prozent. Für die Palantir-Aktie ging es 5,8 Prozent nach oben.

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von Berkshire Hathaway um 4,9 Prozent. Das Unternehmen hatte am Wochenende einen kräftigen Gewinnrückgang im vierten Quartal vermeldet.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      48.904,78  -0,2   -73,14    48.977,92 
S&P-500     6.881,62  +0,0   +2,74    6.878,88 
NASDAQ Comp  22.748,86  +0,4   +80,65    22.668,21 
NASDAQ 100   24.992,60  +0,1   +32,57    24.960,04 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,48 +0,10    3,50      3,37 
5 Jahre       3,62 +0,10    3,64      3,48 
10 Jahre      4,04 +0,08    4,07      3,93 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
EUR/USD      1,1690  -1,0  -0,0123     1,1813 
EUR/JPY      183,99  -0,2  -0,4000     184,39 
EUR/CHF      0,9111  +0,2   0,0022     0,9089 
EUR/GBP      0,8718  -0,5  -0,0044     0,8762 
USD/JPY      157,36  +0,9   1,3300     156,05 
GBP/USD      1,3404  -0,6  -0,0080     1,3484 
USD/CNY      6,8821  +0,4   0,0242     6,8579 
USD/CNH      6,8996  +0,6   0,0397     6,8599 
AUS/USD      0,7087  -0,4  -0,0026     0,7113 
Bitcoin/USD  69.176,64  +5,3  3.490,64    65.686,00 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     71,47  +6,6    4,45      67,02 
Brent/ICE     78,32  +7,5    5,45      72,87 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.334,91  +1,1   57,62    5.277,29 
Silber       89,81  -4,3   -4,01      93,82 
Platin     2.306,58  -2,5   -58,17    2.364,75 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt

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March 02, 2026 16:22 ET (21:22 GMT)

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