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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Ein iranischer Kommandeur hat am Montag damit gedroht, jedes Schiff anzugreifen, das die Straße von Hormus durchquert. Dieser Schritt könnte etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung unterbrechen und die Ölpreise in die Höhe treiben. "Die Meerenge ist geschlossen. Wenn jemand versucht, sie zu passieren, werden die Helden der Revolutionsgarden und der regulären Marine diese Schiffe in Brand setzen", sagte Ebrahim Jabari, ein hochrangiger Berater des Oberbefehlshabers der Garden, in von Staatsmedien verbreiteten Erklärungen. Die Straße von Hormus ist die weltweit wichtigste Ölroute, die die größten Produzenten am Golf - wie Saudi-Arabien, den Irak, den Iran, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate - verbindet. Sie ist an ihrer schmalsten Stelle nur 34 Kilometer breit. Eine Möglichkeit für den Iran, die Durchfahrt zu blockieren, bestünde im Legen von Minen, laut den USA gab es jedoch bisher keine Anzeichen für solche Maßnahmen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine relevanten Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

Keine relevanten Konjunkturdaten angekündigt.

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX            zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500   6.822,90 -0,9% 
E-Mini-Future Nasdaq-100 24.730,70 -1,1% 
S&P/ASX 200 (Sydney)    9.077,30 -1,3% 
Nikkei-225 (Tokio)    56.279,05 -3,1% 
Hang-Seng (Hongk.)    25.760,06 -1,2% 
Shanghai-Comp.       4.123,88 -1,4% 
Kospi (Seoul)       5.791,91 -7,2% 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Die anhaltenden Angriffe der USA und Israels gegen den Iran haben die ostasiatischen Börsen am Dienstag erneut deutlich ins Minus gedrückt. Es deutet sich aktuell kein Ende der Kämpfe an. Die US-Operation im Iran wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump vier bis fünf Wochen dauern. Besonders deutlich fiel das Minus an der Börse in Seoul aus, wo der Kospi nach der Feiertagspause zu Wochenbeginn um 7,2 Prozent einknickte. Der Handel war zwischenzeitlich aufgrund der hohen Verluste für kurze Zeit ausgesetzt. Für den Nikkei-225 in Tokio ging es um weitere 3,1 Prozent abwärts - der größte Tagesverlust seit dem 18. November. Hier wurde auch auf Aussagen von Ryozo Himino, Vize-Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), verwiesen. Er hat die Haltung der Zentralbank bekräftigt, die Leitzinsen weiter anzuheben. Er blieb allerdings konkrete Hinweise auf den Zeitpunkt des nächsten Schrittes schuldig. Die BoJ hatte den Leitzins zuletzt im Dezember auf 0,75 Prozent angehoben. Dagegen zeigen sich die Börsen in China nur mit moderaten Abgaben. Die Risiken für die chinesische Ölversorgung blieben trotz des Iran-Konflikts kurzfristig beherrschbar, so Macquarie. Zudem warten die Marktteilnehmer auf Aussagen vom Nationalen Volkskongresses im Wochenverlauf. Dieser wird den Fünfjahresplan für den Zeitraum 2026 bis 2030 verabschieden. Der Markt rechnet mit weiteren Stimulierungsmaßnahmen für die Konjunktur. Bei den Einzelwerten in Seoul zeigten sich vor allem die Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix sowie Hyundai Motor mit Abgaben. Die Aktien der drei Unternehmen hätten zuletzt vom Optimismus bezüglich der Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) profitiert, hieß es von Teilnehmern. Nun sei es zu Gewinnmitnahmen gekommen. In Hongkong bremsen Aufschläge bei den Energiewerten das Minus des Hang-Seng-Index ab.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     48.904,78  -0,2  -73,14    48.977,92 
S&P-500    6.881,62  +0,0   +2,74    6.878,88 
NASDAQ Comp 22.748,86  +0,4  +80,65    22.668,21 
NASDAQ 100  24.992,60  +0,1  +32,57    24.960,04 
 
           Montag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,41 Mrd  2,02 Mrd 
Gewinner       1.561   1.112 
Verlierer      1.201   1.637 
Unverändert       69     82 
 

Wenig verändert - Nach Verlusten im frühen Geschäft erholten sich die Börsen. Hauptthema war die Eskalation des Iran-Konflikts. Allerdings hatten die Kurse an der Wall Street in Erwartung der Angriffe schon am Freitag nachgegeben, so dass diese offenbar zu einem guten Teil bereits eingepreist waren. Die Konjunkturdaten des Tages fanden angesichts der geopolitischen Lage wenig Beachtung. Veröffentlicht wurden der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Februar und sein vom Institute for Supply Management (ISM) erhobenes Pendant. Beide Indizes zeigten, dass sich die Aktivität in der US-Industrie im Februar verlangsamt hat, lagen aber jeweils über der Expansionsschwelle. Im Gefolge eines kräftig gestiegenen Ölpreises legten Branchenwerte wie Exxon Mobil oder Chevron um 1,1 und 1,5 Prozent zu, hatten aber im frühen Handel deutlicher im Plus notiert. Dagegen wurden Aktien von Fluggesellschaften verkauft.

US-ANLEIHEN

Der Ölpreisanstieg nährte Inflationsängste und dämpfte Zinssenkungserwartungen. Am Anleihemarkt stiegen daher die Renditen, im Zehnjahresbereich um 8 Basispunkte auf 4,04 Prozent. Sollte der Nahostkonflikt allerdings noch weiter eskalieren, könnten Anleihen wieder stärker als "sicherer Hafen" nachgefragt werden und die Renditen nachgeben, meinte Rentenstratege Christian Hoffmann von Thornburg Investment Management.

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt    +/- %   00:00 Mo, 8:46 Uhr  % YTD 
EUR/USD    1,1668    -0,2   1,1688    1,1825  +0,2% 
EUR/JPY    183,50    -0,2   183,96    182,71  -0,2% 
EUR/GBP    0,8731     0,1   0,8719    0,8740  +0,6% 
GBP/USD    1,3363    -0,3   1,3403    1,3529  -0,4% 
USD/JPY    157,28    -0,1   157,40    154,52  -0,4% 
USD/KRW   1.466,10     0,9  1.453,27   1.440,72  -0,1% 
USD/CNY    6,9336    -0,1   6,9403    6,9211  -1,7% 
USD/CNH    6,8953    -0,1   6,9004    6,8866  -1,4% 
USD/HKD    7,8081    -0,2   7,8219    7,8172  +0,5% 
AUD/USD    0,7085    -0,2   0,7100    0,7078  +5,8% 
NZD/USD    0,5927    -0,3   0,5943    0,5984  +3,5% 
BTC/USD  67.965,90    -2,0 69.343,20   65.970,60 -26,4% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Der Dollar profitierte von seinem Ruf als Fluchtwährung in Krisenzeiten. Mit dem Dollarindex ging es um 0,9 Prozent aufwärts.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE   zuletzt   Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold    5.312,86  5.322,98   -0,2%    -10,12 +22,2% 
Silber     84,53   89,326   -5,4%     -4,80 +31,5% 
Platin   1.891,79  1.975,57   -4,2%    -83,78 +14,8% 
Kupfer     5,94    5,89   +0,8%     +0,05  +5,8% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Gold profitierte zunächst stark von der Nahost-Eskalation, gab in der Folge den Großteil seiner Tagesgewinne aber wieder ab und notierte zu Börsenschluss 1,1 Prozent höher. Der festere Dollar und die gestiegenen Marktzinsen dürften die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls geschmälert haben.

ÖL

ROHÖL    zuletzt VT-Schluss   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex   72,50    71,23   +1,8%     +1,27 +23,3% 
Brent/ICE   79,91     ---   +2,8%     +2,18   --- 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
 

Nutznießer der jüngsten Entwicklungen war vor allem der Ölpreis. Die Erwartung einer Angebotsverknappung für den Fall, dass der Iran die Seestraße von Hormus und damit einen wichtigen Seeweg für den Öltransport blockiert, trieb die Preise für Brent und WTI um mehr als 7 Prozent nach oben, wobei diese bis Börsenschluss von den Tageshochs bereits deutlich zurückkamen. Im asiatischen Handel bauen die Ölpreise ihre Gewinne weiter aus.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

OPENAI

In seiner Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium um die Nutzung hochentwickelter KI-Systeme in klassifizierten Umgebungen baut OpenAI Sicherheitsrichtlinien ein. Wie das Startup auf seiner Webseite mitteilte, arbeitet es mit dem Pentagon, um der Vereinbarung Formulierungen hinzuzufügen, die klarstellen, dass seine Technologie nicht zur inländischen Überwachung von US-Bürgern eingesetzt wird.

T-MOBILE US / VERIZON

Der Rechtsstreit zwischen T-Mobile US und Verizon Wireless eskaliert. Die Telekom-Tochter hat nun Gegenklage gegen den Rivalen eingereicht. T-Mobile wirft Verizon Irreführung der Kunden darüber vor, wie viel sie bei einem Wechsel des Mobilfunkanbieters einsparen würden.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mpt/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 03, 2026 01:56 ET (06:56 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
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