Offenbach am Main (ots) -
- Mit diesen Mitteln der EU und des Landes Hessen wurden 330 Projekte unterstützt
- Maßnahmen wirken Fachkräftemangel entgegen
- Erfolgsgeschichte: Seit mehr als 30 Jahren ermöglicht die WIBank EU-geförderte Maßnahmen in Hessen
Trotz einer steigenden Arbeitslosenquote in Hessen stellt der Fachkräftemangel die Wirtschaft weiterhin vor große Herausforderungen. Daher zielen die europäische und hessische Arbeitsmarktpolitik darauf ab, Bildung und Beschäftigung zu fördern, die Integration benachteiligter Menschen in den Arbeitsmarkt zu verbessern und dadurch dem Fehlen von Fachkräften entgegenzuwirken. Die WIBank bündelt diese Ziele in ihrem Geschäftsfeld "bilden & beschäftigen" und weist hier 2025 ein Neugeschäftsvolumen von 113,7 Mio. Euro aus. Die Höhe der neu bewilligten Mittel liegt 2025 rund 87 Prozent über dem Vorjahresniveau von 60,7 Mio. Euro. Grund hierfür ist, dass 2025 - im Gegensatz zu 2024 - in nahezu allen Förderprogrammen neue Bewilligungsrunden stattfanden. Mit den Geldern, die größtenteils von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+)und vom Land Hessen bereitgestellt werden, konnte die WIBank 2025 rund 330 Projekte in Hessen unterstützen. Damit leisten sowohl die EU als auch das Land Hessen einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.
"Hinter jedem ESF+-Projekt stehen Menschen, die neue Wege gehen, Herausforderungen annehmen und ihre berufliche Zukunft gestalten wollen. Dass wir im Auftrag der EU und des Landes Hessen 2025 rund 330 dieser Projekte unterstützen konnten, zeigt eindrucksvoll, wie unmittelbar europäische Politik bei den Menschen in Hessen ankommt und macht deutlich, wie soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit in Hessen erfolgreich umgesetzt werden. Das Ziel, Menschen neue Perspektiven zu eröffnen und ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern, unterstützen wir als WIBank seit mehr als drei Jahrzehnten mit größter Überzeugung", sagt Dr. Michael Reckhard, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung.
Im Rahmen der aktuell elf bestehenden ESF+-Programme in Hessen wurden die meisten Projekte 2025 in den Programmen Berufsqualifizierende Sprachförderung Plus (88), Praxis und Schule (50), Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen (48) und Impulse der Arbeitsmarktpolitik (46) gefördert. Diese beispielhaften Angebote sollen unter anderem die Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen von Menschen mit Migrationsgeschichte verbessern, berufliche Qualifizierungsangebote für Erwerbslose entwickeln und Jugendliche in herausfordernden Umständen beim Erwerb des Hauptschulabschlusses unterstützen und ihnen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern.
Partnerschaftliches Förderinstrument mit eigenen Schwerpunkten
Die Umsetzung des ESF+ erfolgt dezentral in den Mitgliedstaaten und Regionen. Es ist ein partnerschaftlich zwischen EU-Kommission und Mitgliedstaat ausgestaltetes Förderinstrument mit klaren politischen Zielen und mehrjähriger Budgetsicherheit. Die Bundesländer und der Bund setzen jeweils eigene Schwerpunkte in ihrer ESF+-Förderung. In Hessen liegt der Fokus auf dem gleichberechtigten Zugang zu allgemeiner und beruflicher Bildung sowie auf aktive Inklusion und Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit. Für die ESF+-Umsetzung in Hessen stehen in der Förderperiode 2021-2027 169 Mio. Euro aus dem EU-Haushalt zur Verfügung. Diese Mittel werden kofinanziert durch 254 Mio. Euro aus nationalen Quellen, wodurch sich ein Gesamtbetrag von rund 423 Mio. Euro ergibt.
Für den ESF+ Hessen ist federführend die Verwaltungsbehörde im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI) zuständig, wobei das HMSI, das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum ihre eigenen Programme verantworten.
Die WIBank bzw. ihre Rechtsvorgänger übernehmen bereits seit 1993 im Auftrag des Landes die Begleitung und Umsetzung ESF-finanzierter Maßnahmen in Hessen.
Neben dem ESF+ gibt es in Hessen auch Förderungen durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (https://wirtschaft.hessen.de/Wirtschaft/EFRE-Europaeischer-Strukturfonds) und durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) (https://umwelt.hessen.de/Laendliche-Raeume/ELER-Foerderung). Auch hier unterstützt die WIBank das Land bei der Umsetzung.
Beispiele
Berufsqualifizierende Sprachförderung (BQS+)
Im Projekt "BQS+ - Berufsqualifizierende Sprachförderung Plus für Qualifizierung zur Betreuungskraft" des Lernmobil Viernheim e.V. werden zehn Teilnehmende fit gemacht für eine Tätigkeit als Betreuungskraft, z.B. in Pflegeheimen. Dabei sollen Menschen mit Migrationshintergrund durch eine enge Verzahnung von fachlicher Qualifizierung und berufsbezogener Sprachförderung auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt im Betreuungs- und Pflegebereich vorbereitet werden.
Die Sprachförderung erfolgt praxisnah und orientiert sich an den konkreten Anforderungen des Berufsalltags. Im Mittelpunkt stehen: die Kommunikation mit pflegebedürftigen Menschen und Angehörigen, die Zusammenarbeit im Pflegeteam, das Verstehen und Anwenden von Fachsprache sowie die Dokumentation im Arbeitsalltag.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Teamteaching, bei dem Fach- und Sprachunterricht eng miteinander verzahnt werden. Ergänzend sammeln die Teilnehmenden praktische Erfahrungen in Pflegeeinrichtungen und reflektieren ihre Praxiserfahrungen gemeinsam mit den Lehrkräften. Mit diesem Angebot reagiert das Lernmobil auf den steigenden Bedarf an qualifiziertem Betreuungspersonal und unterstützt gleichzeitig die berufliche Integration von Zugewanderten.
Das Projekt wird gefördert von der EU und aus Mitteln des Landes Hessen.
Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen (QuB)
Das Projekt Lohn und Brot des AWO Kreisverbands Fulda besteht seit 1999 und ist ein niedrigschwelliges Beschäftigungsprojekt für junge Erwachsene bis zu 27 Jahren. Ziel der Maßnahme ist es, die berufliche sowie gesellschaftliche Integration der Teilnehmenden vorzubereiten. Es handelt sich dabei um einen Personenkreis, der den Anforderungen des Berufslebens derzeit nicht gewachsen ist und für den aktuell keine Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt erschlossen werden können. Im Laufe der Maßnahme können vorhandene Kompetenzen aktualisiert und/oder zusätzliche Qualifikationen erworben werden, die eine Integration, bzw. Reintegration, in den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen.
Durch individuelle Begleitung, sozialpädagogische Hilfe und praktische berufliche Orientierung werden die Jugendlichen/jungen Erwachsenen stabilisiert und zur Entwicklung von realistischen Lebens-, sowie Arbeitsperspektiven befähigt. Entsprechend ihrer jeweiligen Bedürfnisse und Fähigkeiten werden sie im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Herausforderungen unterstützt und beim Übergang in Schule, Ausbildung und Arbeit begleitet.
Das Projekt bietet in der praktischen Begleitung verschiedene Arbeitsbereiche an. Im geschützten pädagogischen Rahmen gewöhnen sie sich an einen geregelten Tagesablauf und werden an praktische Arbeiten herangeführt. Gleichzeitig können die individuelle Lebenssituation sowie bisherige Lebens- und Lernerfahrungen im Arbeitsprozess berücksichtigt werden. So rücken vorhandene Stärken und Fähigkeiten in den Fokus, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl werden gestärkt, Problemlösungsstrategien entwickelt und persönliche Ziele formuliert.
Das Projekt wird gefördert von der EU und aus Mitteln des Landes Hessen sowie von der Stadt Fulda und vom Landkreis Fulda.
Impulse der Arbeitsmarktpolitik (IdeA)
Jobheld:innen ist ein dreijähriges Projekt zur nachhaltigen Begleitung und Stärkung von jungen Menschen beim Einstieg in Gesundheitsberufe, das von der in Kassel ansässigen digiFORT gGmbH angeboten wird. Es richtet sich an Menschen mit oder ohne Hauptschulabschluss und wird gemeinsam mit regionalen Bildungsträgern, Kooperationspartner:innen und Arbeitgebenden in Nordhessen umgesetzt. Das Ziel von Jobheld:innen ist es, Menschen nicht nur für Gesundheitsberufe zu qualifizieren, sondern ihnen Perspektiven zu eröffnen und sie zu echten Jobheld:innen zu machen. Davon profitieren die Teilnehmenden ebenso wie die Region Nordhessen: durch stabile Ausbildungswege, erfolgreiche Abschlüsse und eine langfristige Sicherung von Fachkräften im Gesundheitswesen.
Im Mittelpunkt steht ein individueller und verlässlicher Begleitprozess: von der ersten Orientierung über Qualifizierung und Praxisphasen bis hinein in Ausbildung und Beschäftigung im Gesundheitswesen.
Das Projekt wird gefördert von der EU und aus Mitteln des Landes Hessen.
Praxis und Schule (PUSCH)
Praxis und Schule ergänzen sich - das zeigt die Kombination von betrieblicher Praxis und Schulunterricht an der Ludwig-Börne-Schule in Frankfurt. Lernen im Betrieb und Berufsorientierung durch Praktika sind neben Schulunterricht ein zentraler Bestandteil der dortigen PUSCH-Klassen der Jahrgangsstufe 9 und werden durch sozialpädagogische Fachkräfte des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V. begleitet. Mit dem Förderprogramm PUSCH (Praxis und Schule) werden Schülerinnen und Schüler gezielt auf die Erreichung des Hauptschulabschlusses vorbereitet und gleichzeitig in ihren Ausbildungs- und Berufskompetenzen gefördert.
Erfahrene Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e. V. bereiten die Schülerinnen und Schüler auf die Praktika vor und betreuen sie währenddessen - wöchentliche Reflexionsstunden bieten den Jugendlichen die Gelegenheit, ihre praktischen Erfahrungen zu besprechen und sie in ihrer Berufsorientierung, ihrem Selbstwertgefühl und der Entwicklung ihrer persönlichen Stärken zu unterstützen. Diese enge Zusammenarbeit zwischen den PUSCH-Coaches, den Lehrkräften und den Praktikumsbetrieben erweist sich erfahrungsgemäß als sehr erfolgreich, sei es beim Erreichen des Hauptschulabschlusses, beim direkten Übergang aus dem Praktikum in eine Ausbildung oder bei der anschließenden Aufnahme weiterführender schulischer oder beruflicher Bildungsangebote
Das Projekt wird gefördert von der EU und aus Mitteln des Landes Hessen.
Pressekontakt:
Claudia Ungeheuer
Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)69 9132-3716
E-Mail: claudia.ungeheuer@wibank.de
Original-Content von: Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/103206/6227564
- Mit diesen Mitteln der EU und des Landes Hessen wurden 330 Projekte unterstützt
- Maßnahmen wirken Fachkräftemangel entgegen
- Erfolgsgeschichte: Seit mehr als 30 Jahren ermöglicht die WIBank EU-geförderte Maßnahmen in Hessen
Trotz einer steigenden Arbeitslosenquote in Hessen stellt der Fachkräftemangel die Wirtschaft weiterhin vor große Herausforderungen. Daher zielen die europäische und hessische Arbeitsmarktpolitik darauf ab, Bildung und Beschäftigung zu fördern, die Integration benachteiligter Menschen in den Arbeitsmarkt zu verbessern und dadurch dem Fehlen von Fachkräften entgegenzuwirken. Die WIBank bündelt diese Ziele in ihrem Geschäftsfeld "bilden & beschäftigen" und weist hier 2025 ein Neugeschäftsvolumen von 113,7 Mio. Euro aus. Die Höhe der neu bewilligten Mittel liegt 2025 rund 87 Prozent über dem Vorjahresniveau von 60,7 Mio. Euro. Grund hierfür ist, dass 2025 - im Gegensatz zu 2024 - in nahezu allen Förderprogrammen neue Bewilligungsrunden stattfanden. Mit den Geldern, die größtenteils von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+)und vom Land Hessen bereitgestellt werden, konnte die WIBank 2025 rund 330 Projekte in Hessen unterstützen. Damit leisten sowohl die EU als auch das Land Hessen einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.
"Hinter jedem ESF+-Projekt stehen Menschen, die neue Wege gehen, Herausforderungen annehmen und ihre berufliche Zukunft gestalten wollen. Dass wir im Auftrag der EU und des Landes Hessen 2025 rund 330 dieser Projekte unterstützen konnten, zeigt eindrucksvoll, wie unmittelbar europäische Politik bei den Menschen in Hessen ankommt und macht deutlich, wie soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit in Hessen erfolgreich umgesetzt werden. Das Ziel, Menschen neue Perspektiven zu eröffnen und ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern, unterstützen wir als WIBank seit mehr als drei Jahrzehnten mit größter Überzeugung", sagt Dr. Michael Reckhard, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung.
Im Rahmen der aktuell elf bestehenden ESF+-Programme in Hessen wurden die meisten Projekte 2025 in den Programmen Berufsqualifizierende Sprachförderung Plus (88), Praxis und Schule (50), Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen (48) und Impulse der Arbeitsmarktpolitik (46) gefördert. Diese beispielhaften Angebote sollen unter anderem die Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen von Menschen mit Migrationsgeschichte verbessern, berufliche Qualifizierungsangebote für Erwerbslose entwickeln und Jugendliche in herausfordernden Umständen beim Erwerb des Hauptschulabschlusses unterstützen und ihnen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern.
Partnerschaftliches Förderinstrument mit eigenen Schwerpunkten
Die Umsetzung des ESF+ erfolgt dezentral in den Mitgliedstaaten und Regionen. Es ist ein partnerschaftlich zwischen EU-Kommission und Mitgliedstaat ausgestaltetes Förderinstrument mit klaren politischen Zielen und mehrjähriger Budgetsicherheit. Die Bundesländer und der Bund setzen jeweils eigene Schwerpunkte in ihrer ESF+-Förderung. In Hessen liegt der Fokus auf dem gleichberechtigten Zugang zu allgemeiner und beruflicher Bildung sowie auf aktive Inklusion und Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit. Für die ESF+-Umsetzung in Hessen stehen in der Förderperiode 2021-2027 169 Mio. Euro aus dem EU-Haushalt zur Verfügung. Diese Mittel werden kofinanziert durch 254 Mio. Euro aus nationalen Quellen, wodurch sich ein Gesamtbetrag von rund 423 Mio. Euro ergibt.
Für den ESF+ Hessen ist federführend die Verwaltungsbehörde im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI) zuständig, wobei das HMSI, das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum ihre eigenen Programme verantworten.
Die WIBank bzw. ihre Rechtsvorgänger übernehmen bereits seit 1993 im Auftrag des Landes die Begleitung und Umsetzung ESF-finanzierter Maßnahmen in Hessen.
Neben dem ESF+ gibt es in Hessen auch Förderungen durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (https://wirtschaft.hessen.de/Wirtschaft/EFRE-Europaeischer-Strukturfonds) und durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) (https://umwelt.hessen.de/Laendliche-Raeume/ELER-Foerderung). Auch hier unterstützt die WIBank das Land bei der Umsetzung.
Beispiele
Berufsqualifizierende Sprachförderung (BQS+)
Im Projekt "BQS+ - Berufsqualifizierende Sprachförderung Plus für Qualifizierung zur Betreuungskraft" des Lernmobil Viernheim e.V. werden zehn Teilnehmende fit gemacht für eine Tätigkeit als Betreuungskraft, z.B. in Pflegeheimen. Dabei sollen Menschen mit Migrationshintergrund durch eine enge Verzahnung von fachlicher Qualifizierung und berufsbezogener Sprachförderung auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt im Betreuungs- und Pflegebereich vorbereitet werden.
Die Sprachförderung erfolgt praxisnah und orientiert sich an den konkreten Anforderungen des Berufsalltags. Im Mittelpunkt stehen: die Kommunikation mit pflegebedürftigen Menschen und Angehörigen, die Zusammenarbeit im Pflegeteam, das Verstehen und Anwenden von Fachsprache sowie die Dokumentation im Arbeitsalltag.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Teamteaching, bei dem Fach- und Sprachunterricht eng miteinander verzahnt werden. Ergänzend sammeln die Teilnehmenden praktische Erfahrungen in Pflegeeinrichtungen und reflektieren ihre Praxiserfahrungen gemeinsam mit den Lehrkräften. Mit diesem Angebot reagiert das Lernmobil auf den steigenden Bedarf an qualifiziertem Betreuungspersonal und unterstützt gleichzeitig die berufliche Integration von Zugewanderten.
Das Projekt wird gefördert von der EU und aus Mitteln des Landes Hessen.
Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen (QuB)
Das Projekt Lohn und Brot des AWO Kreisverbands Fulda besteht seit 1999 und ist ein niedrigschwelliges Beschäftigungsprojekt für junge Erwachsene bis zu 27 Jahren. Ziel der Maßnahme ist es, die berufliche sowie gesellschaftliche Integration der Teilnehmenden vorzubereiten. Es handelt sich dabei um einen Personenkreis, der den Anforderungen des Berufslebens derzeit nicht gewachsen ist und für den aktuell keine Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt erschlossen werden können. Im Laufe der Maßnahme können vorhandene Kompetenzen aktualisiert und/oder zusätzliche Qualifikationen erworben werden, die eine Integration, bzw. Reintegration, in den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen.
Durch individuelle Begleitung, sozialpädagogische Hilfe und praktische berufliche Orientierung werden die Jugendlichen/jungen Erwachsenen stabilisiert und zur Entwicklung von realistischen Lebens-, sowie Arbeitsperspektiven befähigt. Entsprechend ihrer jeweiligen Bedürfnisse und Fähigkeiten werden sie im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Herausforderungen unterstützt und beim Übergang in Schule, Ausbildung und Arbeit begleitet.
Das Projekt bietet in der praktischen Begleitung verschiedene Arbeitsbereiche an. Im geschützten pädagogischen Rahmen gewöhnen sie sich an einen geregelten Tagesablauf und werden an praktische Arbeiten herangeführt. Gleichzeitig können die individuelle Lebenssituation sowie bisherige Lebens- und Lernerfahrungen im Arbeitsprozess berücksichtigt werden. So rücken vorhandene Stärken und Fähigkeiten in den Fokus, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl werden gestärkt, Problemlösungsstrategien entwickelt und persönliche Ziele formuliert.
Das Projekt wird gefördert von der EU und aus Mitteln des Landes Hessen sowie von der Stadt Fulda und vom Landkreis Fulda.
Impulse der Arbeitsmarktpolitik (IdeA)
Jobheld:innen ist ein dreijähriges Projekt zur nachhaltigen Begleitung und Stärkung von jungen Menschen beim Einstieg in Gesundheitsberufe, das von der in Kassel ansässigen digiFORT gGmbH angeboten wird. Es richtet sich an Menschen mit oder ohne Hauptschulabschluss und wird gemeinsam mit regionalen Bildungsträgern, Kooperationspartner:innen und Arbeitgebenden in Nordhessen umgesetzt. Das Ziel von Jobheld:innen ist es, Menschen nicht nur für Gesundheitsberufe zu qualifizieren, sondern ihnen Perspektiven zu eröffnen und sie zu echten Jobheld:innen zu machen. Davon profitieren die Teilnehmenden ebenso wie die Region Nordhessen: durch stabile Ausbildungswege, erfolgreiche Abschlüsse und eine langfristige Sicherung von Fachkräften im Gesundheitswesen.
Im Mittelpunkt steht ein individueller und verlässlicher Begleitprozess: von der ersten Orientierung über Qualifizierung und Praxisphasen bis hinein in Ausbildung und Beschäftigung im Gesundheitswesen.
Das Projekt wird gefördert von der EU und aus Mitteln des Landes Hessen.
Praxis und Schule (PUSCH)
Praxis und Schule ergänzen sich - das zeigt die Kombination von betrieblicher Praxis und Schulunterricht an der Ludwig-Börne-Schule in Frankfurt. Lernen im Betrieb und Berufsorientierung durch Praktika sind neben Schulunterricht ein zentraler Bestandteil der dortigen PUSCH-Klassen der Jahrgangsstufe 9 und werden durch sozialpädagogische Fachkräfte des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V. begleitet. Mit dem Förderprogramm PUSCH (Praxis und Schule) werden Schülerinnen und Schüler gezielt auf die Erreichung des Hauptschulabschlusses vorbereitet und gleichzeitig in ihren Ausbildungs- und Berufskompetenzen gefördert.
Erfahrene Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e. V. bereiten die Schülerinnen und Schüler auf die Praktika vor und betreuen sie währenddessen - wöchentliche Reflexionsstunden bieten den Jugendlichen die Gelegenheit, ihre praktischen Erfahrungen zu besprechen und sie in ihrer Berufsorientierung, ihrem Selbstwertgefühl und der Entwicklung ihrer persönlichen Stärken zu unterstützen. Diese enge Zusammenarbeit zwischen den PUSCH-Coaches, den Lehrkräften und den Praktikumsbetrieben erweist sich erfahrungsgemäß als sehr erfolgreich, sei es beim Erreichen des Hauptschulabschlusses, beim direkten Übergang aus dem Praktikum in eine Ausbildung oder bei der anschließenden Aufnahme weiterführender schulischer oder beruflicher Bildungsangebote
Das Projekt wird gefördert von der EU und aus Mitteln des Landes Hessen.
Pressekontakt:
Claudia Ungeheuer
Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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E-Mail: claudia.ungeheuer@wibank.de
Original-Content von: Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, übermittelt durch news aktuell
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