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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass die US-Marine bei Bedarf damit beginnen werde, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. "Egal was passiert, die Vereinigten Staaten werden den freien Energiefluss in die Welt sicherstellen", erklärte Trump. Ein Fünftel des weltweiten Ölangebots wird durch die Straße von Hormus transportiert. Im selben Post gab Trump bekannt, dass er die US International Development Finance Corporation angewiesen habe, "politische Risikoversicherungen und Garantien für die finanzielle Sicherheit des gesamten Seehandels bereitzustellen, insbesondere für Energie, die den Golf passiert."

AUSBLICK UNTERNEHMEN

BAYER (07:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das vierte Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, nach IFRS):

PROG PROG PROG 
4. QUARTAL 2025          4Q25 ggVj Zahl  4Q24 
Umsatz Konzern          11.338  -3%  15 11.729 
-Pharmaceuticals         4.546  -2%  14  4.658 
-Consumer Health         1.501  -4%  14  1.567 
-Crop Science           5.192  -4%  14  5.385 
EBITDA bereinigt Konzern     1.910 -19%  14  2.349 
-Pharmaceuticals          994 -10%  13  1.104 
-Consumer Health          333  -8%  13   361 
-Crop Science            740 -19%  13   917 
Ergebnis nach Steuern/Dritten*   -223  --  14  -335 
Ergebnis je Aktie Core*      0,48 -54%  14  1,05 
Durchschnitt. Wechselkurs EUR/USD 1,16  +7%   5  1,08 
* fortgeführte Geschäfte 
 

CONTINENTAL (07:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das Geschäftsjahr 2025 (in Millionen Euro, Ausnahme Dividende je Aktie in Euro, Marge in Prozent, nach IFRS):

VORAB* 
            BEKANNTGABE  PROG* PROG PROG 
GESAMTJAHR 2025      Gj25 ggVj  Gj25 ggVj Zahl  Gj24 
Umsatz         1 9.700 -2% 19.703  -2%  13 20.077 
EBIT bereinigt      2.009* --  2.026  -8%  13  2.212 
EBIT-Marge bereinigt   10,2  --  10,3  --  13  11,0 
Free Cashflow bereinigt 1.000 -5%   861 -18%  13  1.052 
Dividende je Aktie     --  --  2,55  +2%  12  2,50 
* Das Unternehmen hat am 21. Januar bereits vorab Eckdaten 
(gerundete Angaben) bekanntgegeben. 
 

SYMRISE (07:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das Geschäftsjahr 2025 (in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie und Dividende in Euro, Umsatzentwicklung und Marge in Prozent, nach IFRS):

PROG PROG PROG 
GESAMTJAHR            Gj25 ggVj Zahl  Gj24 
Umsatz              4.932  -1%  19 4.999 
Organische Umsatzentwicklung    2,6  --  13  8,7 
EBITDA              1.056  +2%  17 1.033 
EBITDA-Marge           21,4  --  18  20,7 
EBIT                701  -2%  17  718 
Ergebnis nach Steuern       458  -4%  18  478 
Ergebnis je Aktie         3,28  -4%  18  3,42 
Dividende je Aktie        1,28  +7%  17  1,20 
 

Weitere Termine:

07:30 DE/Adidas AG, ausführliches Jahresergebnis (10:00 BI-PK; 15:00 Analystenkonferenz)

07:30 DE/Traton SE, ausführliches Jahresergebnis und Geschäftsbericht

(10:30 Analysten- und Pressekonferenz)

07:30 DE/Sixt SE, vorläufiges Jahresergebnis

18:10 DE/Patrizia SE, vorläufiges Jahresergebnis

AUSBLICK KONJUNKTUR

- CH 
  08:30 Verbraucherpreise Februar 
     PROGNOSE:   k.A. 
     zuvor:    +0,1% gg Vj 
- IT 
  09:45 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Februar 
     PROGNOSE:   52,6 
     zuvor:    52,9 
- FR 
  09:50 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
     (2. Veröffentlichung) Februar 
     PROGNOSE:   k.A. 
     1. Veröff.:  49,6 
     zuvor:    48,4 
     Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung) 
     PROGNOSE:   k.A. 
     1. Veröff.:  49,9 
     zuvor:    49,1 
- DE 
  09:55 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
     (2. Veröffentlichung) Februar 
     PROGNOSE:   k.A. 
     1. Veröff.:  53,4 
     zuvor:    52,4 
     Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung) 
     PROGNOSE:   k.A. 
     1. Veröff.:  53,1 
     zuvor:    52,1 
- EU 
  10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone 
     (2. Veröffentlichung) Februar 
     PROGNOSE:   k.A. 
     1. Veröff.:  51,8 
     zuvor:    51,6 
     Einkaufsmanagerindex gesamt (2. Veröffentlichung) 
     PROGNOSE:   k.A. 
     1. Veröff.:  51,9 
     zuvor:    51,3 
 
  11:00 Arbeitsmarktdaten Januar 
     Eurozone Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE:   6,2% 
     zuvor:    6,2% 
 
  11:00 Erzeugerpreise Januar 
     Eurozone 
     PROGNOSE:  +0,2% gg Vm/-2,7% gg Vj 
     zuvor:    -0,3% gg Vm/-2,1% gg Vj 
- GB 
  10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe 
     (2. Veröffentlichung) Februar 
     PROGNOSE:   k.A. 
     1. Veröff.:  53,9 
     zuvor:    54,0 
- US 
  14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Februar 
     Beschäftigung privater Sektor 
     PROGNOSE: +48.000 Stellen 
     zuvor:  +22.000 Stellen 
 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) Februar 
     PROGNOSE:   52,3 
     1. Veröff.:  52,3 
     zuvor:    52,7 
 
  16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Februar 
     PROGNOSE:   53,5 Punkte 
     zuvor:    53,8 Punkte 
 
  16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen 
     Energy Information Administration (EIA) Vorwoche 
 
  20:00 Fed, Beige Book 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        23.795,00  +0,1 
E-Mini-Future S&P-500   6.790,25  -0,5 
E-Mini-Future Nasdaq-100 24.580,50  -0,7 
Topix (Tokio)       3.630,54  -3,8 
Hang-Seng (Hongk.)    25.018,67  -2,9 
Shanghai-Comp.       4.077,48  -1,1 
 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        23.790,65  -3,4 
DAX-Future    24.018,00  -2,7 
XDAX       23.994,60  +0,9 
MDAX       29.801,02  -3,4 
TecDAX       3.617,31  -2,8 
SDAX       17.094,09  -4,3 
Euro-Stoxx-50   5.771,73  -3,6 
Stoxx-50      5.036,59  -3,2 
Dow-Jones     48.501,27  -0,8 
S&P-500      6.816,63  -0,9 
Nasdaq Composite 22.516,69  -1,0 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die Aktienmärkte dürften sich stabilisieren nach dem Ausverkauf der vergangenen beiden Tage. Der Nahostkonflikt ist weiterhin das alles bestimmende Thema, er sorgt für eine steigende Inflation in Folge höherer Energiepreise und damit für nachgelagerte Effekte. Die Ölpreise steigen zwar weiter, aber aktuell nur noch moderat. Auch aus dem Devisenmarkt weicht ein wenig die Volatilität der vergangenen beiden Tage. Damit scheint am Kapitalmarkt zunächst das erhöhte Risiko eingepreist zu sein. Allerdings ist mit schnellen und heftigen Ausschlägen zu rechnen, sollte sich die Nachrichtenlage ändern.

Rückblick: Baisse - Unverändert bestimmten die Schlagzeilen rund um den Iran-Krieg die Märkte - zumal kein schnelles Ende in Sicht war. Die infolge des Konflikts rasant gestiegenen Öl- und Gaspreise schürten zudem Inflations- und Konjunktursorgen. Mit Blick auf die Sektoren verloren Finanzwerte im Schnitt 4,8 Prozent. Societe Generale, Deutsche Bank wie auch die Unicredit verloren bis zu 4,9 Prozent. Für Rohstoffwerte ging es 2,3 Prozent nach unten aus Sorgen vor zukünftig niedrigeren Wachstumsraten. So gaben Arcelormittal um 7,6 Prozent nach, Anglo American schlossen 3,8 Prozent im Minus. Selbst für Energiewerte ging es 0,6 Prozent nach unten.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Baisse - Beiersdorf stürzten um 20,1 Prozent ab. Als "enttäuschend" stufte Jefferies den Ausblick ein. Der DAX-Konzern rechnet für das laufende Jahr im besten Fall mit einem leichten Umsatzwachstum. Für die Analysten bedeutet dies, dass der Konsens für den Gewinn je Aktie um 5 Prozent gesenkt werden muss. Schaeffler brachen nach Zahlenausweis um 21,6 Prozent ein. Ähnlich wie bei Beiersdorf verschreckte auch hier der Ausblick. Ein schwächerer Absatz, Wertminderungen und Restrukturierungskosten hatten SMA Solar (-2,3%) 2025 tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Der Hersteller von Wechselrichtern strebt für 2026 aber wieder einen operativen Gewinn an. Jefferies erhöhte die Aktie auf "Kaufen". Für Deutsche Börse ging es um 2,1 Prozent nach oben. Die nach oben geschossene Volatilität an den Finanzmärkten hat einen höheren Absicherungsbedarf zur Folge, der typischerweise über derivative Instrumente erfolgt. Davon profitiert der Börsenbetreiber.

XETRA-NACHBÖRSE

Siemens Energy zeigten keine Reaktion auf die Nachricht, dass das Unternehmen Aktien für bis zu 2 Milliarden Euro zurückkaufen wird.

USA - AKTIEN

Leichter - Nachdem die US-Börsen am Vortag noch kaum auf den Krieg im Iran reagierten hatten, holte der weitere Kreise ziehende Konflikt die Wall Street nun ein. Zunehmend machte sich Nervosität breit, was auch an gestiegenen Volatilitätsindizes - auch "Angstbarometer" genannt - erkennbar wurde. Zur Kriegs- gesellte sich nun auch Inflationsangst. Denn die Ölpreise setzten ihren rasanten Anstieg fort, wenngleich sie von den Tageshochs zurückkamen. Für etwas Entspannung sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, laut denen die US-Marine bei Bedarf damit beginnen werde, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Die gestiegenen Öl- und Gaspreise weckten neben Inflations- auch Konjunktursorgen und somit die Befürchtung einer geringeren Nachfrage. Daher verloren Exxon Mobil 1,5 Prozent. Bei den am Vortag stark gefragten Rüstungsaktien wurden Gewinne mitgenommen. RTX verbilligten sich um 2,7 und Northrop Grumman um 1,1 Prozent. Die Aktien von Fluggesellschaften stabilisierten sich. American Airlines fielen um weitere 0,5 Prozent, United Airlines um 0,6 Prozent, während Delta Air Lines sogar 0,5 Prozent fester schlossen. Die Aktie des Kreuzfahrtveranstalters Carnival gab 2,1 Prozent nach. Nach besser als gedacht ausgefallenen Geschäftszahlen kletterten Target um 6,7 Prozent.

USA - ANLEIHEN

Die zunehmenden Inflationsgefahren und daraus resultierenden schwindenden Zinssenkungshoffnungen ließen die Renditen weiter steigen. Die zehnjähriger Titel legte um 1 Basispunkt auf 4,06 Prozent zu. Am frühen Montag hatte die Zehnjahresrendite noch unter 4 Prozent gelegen.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:25 Uhr 
EUR/USD     1,1591  -0,2  -0,0022     1,1613     1,1593 
EUR/JPY     182,68  -0,2  -0,4300    183,1100    182,9200 
EUR/CHF     0,9063  -0,2  -0,0014     0,9077     0,9072 
EUR/GBP     0,8705  +0,2  0,0014     0,8691     0,8704 
USD/JPY     157,58  -0,1  -0,1300    157,7100    157,7700 
GBP/USD     1,3315  -0,3  -0,0039     1,3354     1,3315 
USD/CNY     6,9238  +0,4  0,0242     6,8996     6,8996 
USD/CNH     6,931  +0,2  0,0147     6,9163     6,9232 
AUS/USD      0,7  -0,5  -0,0033     0,7033     0,7018 
Bitcoin/USD 68.273,27  +0,3  223,91    68.049,36   68.941,37 
 

Der Dollar profitierte weiter von seinem Ruf als Fluchtwährung. Mit dem Dollarindex ging es um 0,7 Prozent nach oben. Der Euro wertete auf 1,1617 Dollar ab.

Der Dollar steigt am Morgen nur noch moderat - der Dollarindex klettert um weitere 0,1 Prozent. "Der sich ausweitende Konflikt zwischen Israel, Iran und den USA belastet weiterhin die globale Risikostimmung und hält die Märkte im Risk-off-Modus", erläutert MUFG-Analyst Lloyd Chan. Der US-Dollar profitiere davon, gestützt durch die Nachfrage nach sicheren Häfen und eine gedämpftere Markterwartung hinsichtlich Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr.

ROHSTOFFE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     5.155,27  +1,4   68,80    5.086,47 
Silber      84,41  +2,9   2,37      82,04 
Platin    2.132,64  +2,4   50,04    2.082,60 
 

Gold gab anfängliche Gewinne ab. Der Preis für die Feinunze sackte um 4,2 Prozent ab. Der festere Dollar bzw. gesunkene Zinssenkungsfantasie belasteten.

ÖL

ROHOEL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    75,93  +1,8   1,37      74,56 
Brent/ICE    83,28  +2,3   1,88      81,40 
 

Der Iran hatte gedroht, Energieinfrastruktur zu zerstören und Schiffe "zu verbrennen", die die Straße von Hormus passieren - ein wichtiger Transportweg für Öl. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um mehr als 4 Prozent.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

US-GELDPOLITIK

Laut dem Präsidenten der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Neel Kashkari, ist es noch zu früh, um abschätzen zu können, welchen Einfluss der Konflikt im Nahen Osten auf die Inflation haben wird. "Ich hatte das Gefühl, dass die Geldpolitik in einer ziemlich guten Position war", sagte Kashkari. "Jetzt müssen wir sehen, was dieser neue Schock, potenziell neue Schocks für die Weltwirtschaft, bewirkt - wie lange der Effekt anhält und wie groß er ist."

INFLATION EU

EZB-Chefökonom Philip Lane warnt in der Financial Times, dass Störungen der Öl- und Gasversorgung, die zu einem "Anstieg der Energiepreise führen, einen Aufwärtsdruck auf die Inflation ausüben, insbesondere kurzfristig". Das Ausmaß des Schocks aus dem Nahen Osten würde "von der Breite und Dauer des Konflikts abhängen", sagte Lane. Die EZB werde "die Entwicklungen genau beobachten". Lane verwies auf eine Szenarioanalyse, die die Bank im Jahr 2023 durchgeführt habe und die "einen erheblichen Anstieg der energiebedingten Inflation und einen starken Rückgang der Produktion" hervorhob, falls ein Konflikt im Nahen Osten zu einem "anhaltenden Rückgang der Energieversorgung" führen würde. (Financial Times)

GASVERSORGUNG DEUTSCHLAND

DIHK-Präsident Peter Adrian hat sich besorgt über die wirtschaftlichen Risiken des Irankriegs und insbesondere den geringen Füllstand der deutschen Gasspeicher geäußert. "Während die Ölpreise an der Börse bislang vergleichsweise moderat reagieren, sehen wir bei den Gaspreisen bereits deutliche Ausschläge", sagte der DIHK-Präsident der Rheinischen Post. "Mit Sorge blicken wir zudem auf die anstehende Wiederbefüllung der weitgehend leeren Gasspeicher. Wenn dies nur zu erheblich höheren Kosten gelingt, drohen auch im kommenden Winter dauerhaft hohe Gaspreise. Das würde die Wettbewerbsfähigkeit vieler energieintensiver Betriebe weiter schwächen", warnte der DIHK-Chef. (Rheinische Post)

BUY EUROPEAN

EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné will ein Gesetz vorlegen, wonach öffentliche Gelder vorrangig für europäische Produkte verwendet werden sollen. Gegenüber früheren Plänen wurde der Entwurf jedoch spürbar abgeschwächt - auch auf Druck aus Deutschland. So werden weniger Branchen geschützt als zunächst vorgesehen. E-Autos, Wechselrichter, Wärmepumpen und Elektrolyseure sollen künftig vorrangig in der EU produziert werden, um für Kaufprämien infrage zu kommen. (Handelsblatt)

BATTERIESPEICHER

Die Bundesnetzagentur will den rasanten Zubau von Batteriespeichern bremsen. Um dieses Ziel zu erreichen, erwägt die Regulierungsbehörde, den Betreibern ein entscheidendes Privileg zu streichen: Bislang ist gesetzlich geregelt, dass Batteriespeicher, die bis zum 4. August 2029 in Betrieb gehen, 20 Jahre lang keine Entgelte für die Nutzung der Stromnetze zahlen müssen. Das will die Agentur ändern. (Handelsblatt)

ADIDAS

Der Sportartikelhersteller hat den Vertrag von Vorstandschef Bjørn Gulden bis zum 31. Dezember 2030 verlängert. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat auch die Bestellung von Michelle Robertson, zuständig für den Bereich Global Human Resources, People and Culture, bis zum 31. Dezember 2031 verlängert.

BEIERSDORF

wird keine Klage zur Rückerstattung gezahlter Zölle in den USA einreichen. Das sagte Vorstandschef Vincent Warnery im Interview mit dem Handelsblatt.

AROUNDTOWN / GRAND CITY PROPERTIES

will bis zu gut 47,45 Millionen Aktien des Wohnimmobilienunternehmens Grand City Properties erwerben und die eigene Beteiligung so von derzeit 63 Prozent auf maximal 89,5 Prozent ausbauen. Aroundtown bietet dazu 4 eigene Aktien aus dem Bestand für eine GCP-Aktie. Das Angebot unterliegt keiner Mindestannahmeschwelle oder sonstigen Bedingungen.

ASM INTERNATIONAL

hat im Schlussquartal 2025 einen Nettogewinn von 166,1 (Vorjahr: 225,8) Millionen Euro verzeichnet. Analysten hatten im Visible-Alpha-Konsens mit 141,2 Millionen Euro gerechnet. Der Bruttogewinn belief sich auf 347,7 Millionen Euro, was einer Marge von 49,8 Prozent entspricht. Analysten hatten einen Bruttogewinn von 338,5 Millionen Euro prognostiziert.

BILFINGER

BERICHTET  PROG PROG 
4. QUARTAL 2025  4Q25 ggVj  4Q25 ggVj  4Q24 
Umsatz      1.423 +4% 1.417  +4%  1.362 
EBITA        87 +16%   83 +11%   75 
EBITA-Marge     6,1  --  5,9  --   5,5 
Konzernergebnis   42 -19%   58 +11%   52 
Ergebnis je Aktie 1,14 -17%  1,66 +20%  1,38 
Free Cashflow    97 +15%   --  --   84 
 
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet: 
- Unmsatz: von 5,4 bis 5,9 Mrd Euro 
- EBITA-Marge: von 5,8 % bis 6,2 % 
- Free Cashflow: 250 bis 300 Mio Euro 
 

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro, Marge in Prozent;

SIEMENS ENERGY

kauft Aktien für bis zu 2 Milliarden Euro zurück. Starten soll der am heutigen Dienstag beschlossene Aktienrückkauf Unternehmensangaben zufolge am morgigen Mittwoch und spätestens am 30. September enden. Die zurückgekauften Aktien sollen entweder eingezogen oder im Rahmen von aktienbasierten Vergütungs- beziehungsweise Belegschaftsaktienprogrammen an Mitarbeiter ausgegeben werden.

REDCARE PHARMACY

BERICHTET 
4. QUARTAL           4Q25 ggVj  4Q24 
Umsatz             795 +18%  675 
Non-Rx Umsatz*         484  +9%  443 
EBITDA bereinigt         13  --  -4,9 
EBITDA-Marge bereinigt     1,6  --  -0,7 
 
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet: 
- Konzernumsatzwachstum von 13% bis 15% 
- Non-Rx-Umsatzwachstum von 8% bis 10% 
- Rx-Umsatz in Deutschland von mehr als 670 Mio Euro 
- Bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5% 
 

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Marge in Prozent;

ZF FIREDIRCHSHAFEN

Der Autozulieferer startet ein neues Personalabbauprogramm in der Konzernverwaltung, in der deutschlandweit 4.500 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten beschäftigt sind. ZF bestätigt eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat, nach der gemeinsam "Zielkorridore für eine notwendige Verschlankung der Zentralressorts" definiert werden sollen. Betroffen seien Bereiche wie das Personalwesen, Finanzen, Vertrieb, Marketing und Kommunikation, Einkauf oder auch die Qualitätssicherung. Das neue Personalabbauprogramm nennt keine festen Abbauzahlen.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 04, 2026 01:34 ET (06:34 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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