LUXEMBURG (dpa-AFX) - In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit zu Beginn des Jahres überraschend gesunken. Im Januar ging die Arbeitslosenquote im Monatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent zurück, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt eine unveränderte Quote von 6,2 Prozent erwartet.
Ein Jahr zuvor hatte die Arbeitslosenquote 6,3 Prozent betragen; die Arbeitslosigkeit befindet sich also seit längerer Zeit auf einem historisch niedrigen Niveau.
Die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Eurozone betrug im Januar 10,77 Millionen, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Das waren 184.000 weniger als im Vormonat. Im Jahresvergleich ging die Zahl der Arbeitslosen um 273.000 zurück.
In den einzelnen Ländern der Eurozone gibt es bei der Arbeitslosigkeit weiterhin deutliche Unterschiede. Besonders hoch ist die Arbeitslosenquote in Spanien mit 9,8 Prozent. Deutschland weist mit 4,0 Prozent eine der niedrigsten Quoten auf.
Eurostat berechnet harmonisierte Arbeitslosenquoten. Diese basieren auf Definitionen, die den Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) entsprechen. Sie können von den nationalen Erhebungsmethoden abweichen. Daher ist die von Eurostat ausgewiesene Arbeitslosenquote für Deutschland deutlich niedriger als der Wert, der von der Bundesagentur für Arbeit ausgewiesen wird./jkr/jsl/stw
