Hannover (ots) -
- Bischof Adomeit als neuer Beauftragter für Seelsorge in der Bundespolizei eingeführt
- Seelsorge besonders nach belastenden Einsätzen wichtig
- Dank an bisherigen Amtsinhaber Karl-Hinrich Manzke
Hannover (4. März 2026). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, hat heute in einem Festgottesdienst in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin Bischof Thomas Adomeit (Oldenburg) als neuen Beauftragten des Rates der EKD für die Evangelische Seelsorge in der Bundespolizei eingeführt. Er folgt auf Landesbischof i. R. Karl-Hinrich Manzke, der das Amt seit 2011 innehatte.
Seelsorge in diesem Kontext bedeute, so Bischöfin Fehrs, Menschen zur Seite zu stehen, die im wahrsten Sinne den eigenen Kopf hinhielten. Polizistinnen und Polizisten seien inzwischen regelmäßig mit Anfeindungen konfrontiert. Gerade in einem Beruf, in dem die Belastungen oft mit nach Hause genommen würden, brauche es Orte des Zuhörens, des achtungsvollen Schweigens und der ethischen Orientierung. "Es geht immer darum, den Menschen mit den Augen Gottes zu achten. Nicht nur die Uniform zu sehen, sondern den Menschen."
Bischöfin Fehrs würdigte den Dienst der Polizistinnen und Polizisten. Sie trügen Verantwortung für den Schutz von Freiheit und Rechtsstaat. "Es ist diese Haltung, für andere da zu sein mit Herz, Mut und Verstand, dem Gemeinwohl zu dienen und unsere demokratische Grundordnung zu erhalten - mitunter verbunden mit einem hohen persönlichen Risiko, die mir Respekt abverlangt."
Bischöfin Fehrs dankte Karl-Hinrich Manzke für seinen langjährigen prägenden und engagierten Einsatz. Er habe wesentlich dazu beigetragen, die Seelsorge in der Bundespolizei zu stärken und die Kirche als verlässliche Partnerin an der Seite der Beamtinnen und Beamten zu profilieren - besonders nach belastenden Einsätzen.
Mit Thomas Adomeit übernimmt ein erfahrener Bischof und Seelsorger das Amt. Seine Aufgabe werde es sein, die Verbindung zwischen EKD und Bundespolizei weiter zu vertiefen und die Frage wachzuhalten, was die Seelsorge in Zukunft für die Bundespolizei leisten kann. "Das Ziel bleibt eine verlässliche Begleitung der Beamtinnen und Beamten - vor, während und nach kritischen Einsätzen", so Bischöfin Fehrs. "Mit Segen Kraft schenken und die Resilienz stärken, daran wollen wir festhalten."
Der neue Beauftragte, Bischof Adomeit, nahm in seiner Predigt Bezug auf die Belastungen, denen Bundespolizisten ausgesetzt sind: "Viele in der Polizei erleben Bedrängnis ganz konkret im Dienst: Sie stehen an Brennpunkten, an Grenzen, an Bahnhöfen, in Flugzeugen und auf Straßen. Sie werden beschimpft, gefilmt, provoziert. In den letzten Jahren nehmen Angriffe auf Einsatzkräfte zu - körperlich, verbal, digital. Die Uniform wird für manche zum Ziel." Aufgabe der Seelsorge sei es, den Menschen in dieser Situation zu helfen, wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen "Sie hört zu, bewahrt Vertrauen, fragt nach Sinn und hilft beim Sortieren. Und sie erinnert an den Gott, der nicht am Rand steht, sondern mitten in der Bedrängnis da ist." Ziel der evangelischen Seelsorge sei es, "dass Bedrängnis nicht ins Bodenlose führt, sondern ein Weg gefunden wird - hin zu Geduld, Bewährung und Hoffnung."
Weitere Infos zur Seelsorge in der evangelischen Kirche unter www.ekd.de/seelsorge
Diese Pressemitteilung wird zeitgleich von den Pressestellen der EKD und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg verschickt. Doppelte Zusendungen bitten wir zu entschuldigen.
Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 - 2796 - 269
E-Mail: presse@ekd.de
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/55310/6228363
- Bischof Adomeit als neuer Beauftragter für Seelsorge in der Bundespolizei eingeführt
- Seelsorge besonders nach belastenden Einsätzen wichtig
- Dank an bisherigen Amtsinhaber Karl-Hinrich Manzke
Hannover (4. März 2026). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, hat heute in einem Festgottesdienst in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin Bischof Thomas Adomeit (Oldenburg) als neuen Beauftragten des Rates der EKD für die Evangelische Seelsorge in der Bundespolizei eingeführt. Er folgt auf Landesbischof i. R. Karl-Hinrich Manzke, der das Amt seit 2011 innehatte.
Seelsorge in diesem Kontext bedeute, so Bischöfin Fehrs, Menschen zur Seite zu stehen, die im wahrsten Sinne den eigenen Kopf hinhielten. Polizistinnen und Polizisten seien inzwischen regelmäßig mit Anfeindungen konfrontiert. Gerade in einem Beruf, in dem die Belastungen oft mit nach Hause genommen würden, brauche es Orte des Zuhörens, des achtungsvollen Schweigens und der ethischen Orientierung. "Es geht immer darum, den Menschen mit den Augen Gottes zu achten. Nicht nur die Uniform zu sehen, sondern den Menschen."
Bischöfin Fehrs würdigte den Dienst der Polizistinnen und Polizisten. Sie trügen Verantwortung für den Schutz von Freiheit und Rechtsstaat. "Es ist diese Haltung, für andere da zu sein mit Herz, Mut und Verstand, dem Gemeinwohl zu dienen und unsere demokratische Grundordnung zu erhalten - mitunter verbunden mit einem hohen persönlichen Risiko, die mir Respekt abverlangt."
Bischöfin Fehrs dankte Karl-Hinrich Manzke für seinen langjährigen prägenden und engagierten Einsatz. Er habe wesentlich dazu beigetragen, die Seelsorge in der Bundespolizei zu stärken und die Kirche als verlässliche Partnerin an der Seite der Beamtinnen und Beamten zu profilieren - besonders nach belastenden Einsätzen.
Mit Thomas Adomeit übernimmt ein erfahrener Bischof und Seelsorger das Amt. Seine Aufgabe werde es sein, die Verbindung zwischen EKD und Bundespolizei weiter zu vertiefen und die Frage wachzuhalten, was die Seelsorge in Zukunft für die Bundespolizei leisten kann. "Das Ziel bleibt eine verlässliche Begleitung der Beamtinnen und Beamten - vor, während und nach kritischen Einsätzen", so Bischöfin Fehrs. "Mit Segen Kraft schenken und die Resilienz stärken, daran wollen wir festhalten."
Der neue Beauftragte, Bischof Adomeit, nahm in seiner Predigt Bezug auf die Belastungen, denen Bundespolizisten ausgesetzt sind: "Viele in der Polizei erleben Bedrängnis ganz konkret im Dienst: Sie stehen an Brennpunkten, an Grenzen, an Bahnhöfen, in Flugzeugen und auf Straßen. Sie werden beschimpft, gefilmt, provoziert. In den letzten Jahren nehmen Angriffe auf Einsatzkräfte zu - körperlich, verbal, digital. Die Uniform wird für manche zum Ziel." Aufgabe der Seelsorge sei es, den Menschen in dieser Situation zu helfen, wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen "Sie hört zu, bewahrt Vertrauen, fragt nach Sinn und hilft beim Sortieren. Und sie erinnert an den Gott, der nicht am Rand steht, sondern mitten in der Bedrängnis da ist." Ziel der evangelischen Seelsorge sei es, "dass Bedrängnis nicht ins Bodenlose führt, sondern ein Weg gefunden wird - hin zu Geduld, Bewährung und Hoffnung."
Weitere Infos zur Seelsorge in der evangelischen Kirche unter www.ekd.de/seelsorge
Diese Pressemitteilung wird zeitgleich von den Pressestellen der EKD und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg verschickt. Doppelte Zusendungen bitten wir zu entschuldigen.
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