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MÄRKTE USA/Dow & Co mit Erholungsversuch erwartet - Ölpreisanstieg gebremst

DJ MÄRKTE USA/Dow & Co mit Erholungsversuch erwartet - Ölpreisanstieg gebremst

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nachdem sich die US-Börsen bereits an den beiden ersten Handelstagen nach Ausbruch des Kriegs in Nahost sehr gut gehalten und nur moderate Einbußen erlitten haben, zeichnet sich für den Start am Mittwoch ein Erholungsversuch ab. Sie würden damit der Gegenbewegung in Europa folgen, wo es jüngst aber auch zu einem deutlicheren Rücksetzer gekommen war vor dem Hintergrund stark gestiegener Energiepreise und damit verbundener Inflationssorgen.

Die entscheidende Frage aus Sicht der Finanzmärkte ist weiter die nach der Dauer der militärischen Eskalation. Dies ist unter anderem im Hinblick auf das Ölangebot aus der Region wichtig, das durch die Straße von Hormus transportiert wird, die derzeit vom Iran blockiert wird.

Zur aktuell zu sehenden Entspannung trägt bei, dass die Ölpreise nach dem gewaltigen Anstieg zunächst die Hochs vom Vortag um 85 Dollar je Barrel nicht mehr erreichen. Brent-Öl kostet aktuell 81,30 Dollar. US-Finanzmimister Bessent kündigte Maßnahmen zur Stabilisierung der Öllieferungen durch den Persischen Golf an. Unter anderem sagte er: "Wenn es angemessen ist und sollte es nötig sein, wird die US-Marine den Öltankern eine sichere Durchfahrt durch die Meerengen gewähren.

Der Dollar hat seine Aufwertung zunächst beendet, was ebenfalls Entspannung signalisiert. Der Euro kann sich leicht auf 1,1639 Dollar erholen. Am Anleihemarkt geht es mit den Renditen leicht nach oben, die Zehnjahresrendite steigt um 1 Tick auf 4,06 Prozent. Das Gold ist nach dem kräftigen Rücksetzer vom Vortag als sicherer Hafen wieder gesucht. Die Feinunze verteuert sich um rund 2 Prozent auf 5.184 Dollar.

Konjunkturseitig ist der ADP-Arbeitsmarktbericht besser ausgefallen als erwartet. Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft stieg im Februar deutlicher als erwartet, allerdings von einer nach unten revidierten Vormonatsbasis. Akzente setzen die Daten zunächst nicht. Kurz nach Handelsbeginn könnte der ISM-Index für den Dienstleistungssektor im Februar möglicherweise für Bewegung sorgen, wenngleich angesichts der geopolitischen Lage Wirtschaftsdaten derzeit etwas in den Hintergrund rücken dürften. Volkswirte erwarten den ISM-Index mit 53,5 Punkten, nach 53,8 im Vormonat.

Auf Unternehmensseite rechnet Gitlab, ein Anbieter von Software-Entwicklungstools, mit einem langsameren jährlichen Umsatzwachstum, was wieder Bedenken hinsichtlich der Bedrohung durch Künstliche Intelligenz schürt. Die Aktie verliert vorbörslich fast 11 Prozent.

Das Cybersecurity-Unternehmen Crowdstrike wartet mit guten Quartalsergebnissen und einem Ausblick knapp über der Erwartung auf. Laut dem Unternehmen steigt das Kundeninteresse, weil KI-Anwendungen komplexere Cyber-Bedrohungen mit sich brächten. Crowdstrike geben ein halbes Prozent ab. Box ziehen um gut 5 Prozent an. Das Cloud-Speicherunternehmen hat die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Wall Street für das vierte Quartal übertroffen, ebenso die Erwartungen an den Ausblick.

Moderna verteuern sich um 9,2 Prozent, nachdem der Impfstoffhersteller einen Patentstreit gegen Zahlung von 950 Millionen Dollar beigelegt und damit Rechtsstreitigkeiten über seinen Covid-19-Impfstoff beendet hat. Am Aktienmarkt war eine deutlich höhere Vergleichszahlung nicht ausgeschlossen worden.

Ross Stores machen einen Satz um 7,2 Prozent. Die Discount-Kette für Kleidung und Haushaltswaren kommt mit übertroffenen Gewinnerwartungen und einer soliden Prognose gut an.

Broadcom werden gut 1 Prozent höher gestellt. Der Chiphersteller legt nach Börsenschluss Quartalszahlen vor. Analysten erwarten, dass der Umsatz im Segment Halbleiterlösungen im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent auf 12,4 Milliarden Dollar gestiegen ist. Auch Nvidia legen um etwa 1 Prozent zu, ebenso AMD.

Die Aktien der beiden Goldförderer Newmont und Freeport-McMoRan legen mit dem teureren Gold um bis zu 2,7 Prozent zu.

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,51 +0,01    3,54      3,50 
5 Jahre       3,64 +0,01    3,67      3,62 
10 Jahre      4,06 +0,01    4,10      4,04 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:25 Uhr 
EUR/USD      1,1640  +0,2   0,0027     1,1613     1,1593 
EUR/JPY      182,99  -0,1  -0,1200     183,11    182,9200 
EUR/CHF      0,9079  +0,0   0,0002     0,9077     0,9072 
EUR/GBP      0,8704  +0,2   0,0013     0,8691     0,8704 
USD/JPY      157,2  -0,3  -0,5100     157,71    157,7700 
GBP/USD      1,337  +0,1   0,0016     1,3354     1,3315 
USD/CNY      6,8969  -0,0  -0,0027     6,8996     6,8996 
USD/CNH      6,8949  -0,3  -0,0214     6,9163     6,9232 
AUS/USD      0,7055  +0,3   0,0022     0,7033     0,7018 
Bitcoin/USD  71.401,50  +4,9  3.352,14    68.049,36   68.941,37 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     73,60  -1,3   -0,96      74,56 
Brent/ICE     81,09  -0,4   -0,31      81,40 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.188,59  +2,0   102,12    5.086,47 
Silber       85,55  +4,3    3,51      82,04 
Platin     2.176,11  +4,5   93,51    2.082,60 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/hab

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March 04, 2026 09:05 ET (14:05 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

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