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MÄRKTE USA/Erholung nimmt im Handelsverlauf Fahrt auf

DJ MÄRKTE USA/Erholung nimmt im Handelsverlauf Fahrt auf

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nachdem die US-Börsen an den beiden ersten Handelstagen nach Ausbruch des Kriegs in Nahost nur moderate Einbußen erlitten hatten, sind sie am Mittwoch auf Erholungskurs. Dabei verfestigt sich die anfänglich noch zaghafte Bewegung im Handelsverlauf.

Der Dow-Jones-Index liegt zur Mittagszeit in New York 0,7 Prozent höher bei 48.836 Punkten. Der breitere S&P-500 kommt um 0,8 Prozent voran, für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,6 Prozent noch deutlicher nach oben.

Die entscheidende Frage aus Sicht der Finanzmärkte ist weiter die nach der Dauer der militärischen Eskalation. Dies ist unter anderem im Hinblick auf das Ölangebot aus der Region wichtig, das durch die Straße von Hormus transportiert wird, die derzeit vom Iran blockiert wird.

Zur Entspannung trägt bei, dass die Ölpreise nach dem gewaltigen Anstieg die Hochs vom Vortag um 85 Dollar je Barrel nicht mehr sehen. Brent-Öl kostet aktuell gut 81 Dollar. Die USA kündigten mittlerweile Maßnahmen zur Stabilisierung der Öllieferungen durch den Persischen Golf an, einerseits stellen sie Militäreskorten in Aussicht, daneben wollen sie Transportversicherungen abdecken. Dazu sorgen aber auch Berichte für Zuversicht, dass der Iran auf Geheimdienstebene Offenheit für Gespräche über eine Beendigung des Krieges signalisiert haben soll.

Der Dollar hat seine Aufwertung zunächst beendet, was ebenfalls Entspannung signalisiert. Der Euro kann sich leicht auf 1,1636 Dollar erholen. Am Anleihemarkt passiert wenig. Die Zehnjahresrendite steigt um 1 Tick auf 4,07 Prozent. Das Gold ist nach dem kräftigen Rücksetzer wieder etwas gesucht. Die Feinunze verteuert sich um 1,1 Prozent auf 5.143 Dollar.

Konjunkturseitig ist der ADP-Arbeitsmarktbericht besser ausgefallen als erwartet. Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft stieg im Februar deutlicher als erwartet, allerdings von einer nach unten revidierten Vormonatsbasis. Deutlich besser als gedacht ist der ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor im Februar ausgefallen, was Konjunturzuversicht schürt, wenngleich angesichts der geopolitischen Lage Wirtschaftsdaten aktuell etwas in den Hintergrund rücken.

Bei den Einzelwerten rangieren Chipaktien weit vorne. Broadcom werden 2,1 Prozent höher gehandelt. Der Chiphersteller legt nach Börsenschluss Quartalszahlen vor. Analysten erwarten, dass der Umsatz im Segment Halbleiterlösungen im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent auf 12,4 Milliarden Dollar gestiegen ist. Die Kurse der Wettbewerber Nvidia und AMD steigen um 1,4 bzw. 4,7 Prozent. Intel machen sogar einen Satz um über 6 Prozent.

Gitlab, ein Anbieter von Software-Entwicklungstools, rechnet mit einem langsameren jährlichen Umsatzwachstum, was wieder Bedenken hinsichtlich der Bedrohung durch Künstliche Intelligenz schürt. Die Aktie verliert knapp 8 Prozent.

Das Cybersecurity-Unternehmen Crowdstrike wartet mit guten Quartalsergebnissen und einem Ausblick knapp über der Erwartung auf. Laut dem Unternehmen steigt das Kundeninteresse, weil KI-Anwendungen komplexere Cyber-Bedrohungen mit sich brächten. Crowdstrike verteuern sich um 1,8 Prozent nach. Box ziehen um 7,9 Prozent an. Das Cloud-Speicherunternehmen hat die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Wall Street für das vierte Quartal übertroffen, ebenso die Erwartungen an den Ausblick.

Moderna verteuern sich um 10,8 Prozent, nachdem der Impfstoffhersteller einen Patentstreit gegen Zahlung von 950 Millionen Dollar beigelegt und damit Rechtsstreitigkeiten über seinen Covid-19-Impfstoff beendet hat. Am Aktienmarkt war eine deutlich höhere Vergleichszahlung nicht ausgeschlossen worden.

Ross Stores kommen um 7,2 Prozent voran. Die Discount-Kette für Kleidung und Haushaltswaren kommt mit übertroffenen Gewinnerwartungen und einer soliden Prognose gut an.

Coreweave verbessern sich um 8,6 Prozent. Das Cloud-Computing-Unternehmen hat eine strategische Partnerschaft mit dem KI-Suchmaschinenexperten Perplexity AI vereinbart.

INDEX      zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      48.836,15  +0,7     +334,88    48.501,27 
S&P-500     6.874,20  +0,8     +57,57    6.816,63 
NASDAQ Comp  22.835,18  +1,4     +318,49    22.516,69 
NASDAQ 100   25.115,80  +1,6     +395,71    24.720,08 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/-    Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,52 +0,02      3,54      3,50 
5 Jahre       3,65 +0,02      3,67      3,62 
10 Jahre      4,07 +0,01      4,10      4,04 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag  Di, 17:25 Uhr 
EUR/USD      1,1634  +0,2     0,0021     1,1613      1,1593 
EUR/JPY      182,65  -0,3     -0,4600     183,11     182,9200 
EUR/CHF      0,9071  -0,1     -0,0006     0,9077      0,9072 
EUR/GBP      0,8709  +0,2     0,0018     0,8691      0,8704 
USD/JPY      156,97  -0,5     -0,7400     157,71     157,7700 
GBP/USD      1,3353  -0,0     -0,0001     1,3354      1,3315 
USD/CNY      6,8969  -0,0     -0,0027     6,8996      6,8996 
USD/CNH      6,8918  -0,4     -0,0245     6,9163      6,9232 
AUS/USD      0,707  +0,5     0,0037     0,7033      0,7018 
Bitcoin/USD  73.617,31  +8,2    5.567,95    68.049,36    68.941,37 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     74,56  0,0      0,00      74,56 
Brent/ICE      81,1  -0,4      -0,30      81,40 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.147,61  +1,2      61,14    5.086,47 
Silber       83,72  +2,0      1,68      82,04 
Platin     2.144,55  +3,0      61,95    2.082,60 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/mpt

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March 04, 2026 12:33 ET (17:33 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

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