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MÄRKTE USA/Aktien starten mit Verlusten - Ölpreis zieht wieder an

DJ MÄRKTE USA/Aktien starten mit Verlusten - Ölpreis zieht wieder an

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nach der Erholungsbewegung am Mittwoch geht es zum Start an der Wall Street am Donnerstag nach unten mit den Kursen, zunächst aber eher moderat. Die Stimmung ist weiter fragil angesichts der Unwägbarkeiten im Nahost-Konflik. Zuletzt stützende Hoffnungen, dass die militärische Eskalation möglicherweise doch von kürzerer Dauer sein könnte, zumal am Vortag aus Geheimdienstkreisen angebliche Gesprächsbereitschaft des Iran kolportiert wurde, ebben aktuell wieder ab.

Zum einen feuerte Iran wieder eine Welle von Raketen auf Israel ab, zum anderen wird Mojtaba Khamenei, der Sohn des getöteten iranischen Obersten Führers, als Favorit für dessen Nachfolge gesehen, was darauf hindeutet, dass Teheran nicht bereit ist, dem Druck nachzugeben.

Der Dow-Jones-Index kommt um 0,8 Prozent zurück auf 48.356 Punkte. Der breite S&P-500 büßt 0,4 Prozent ein, die Nasdaq-Indizes geben in ähnlicher Größenordnung nach.

Die Ölpreise ziehen wieder an, Brent-Öl um gut 3 Prozent auf mehr als 84 Dollar. Der Preis nähert sich damit dem jüngsten Hoch um 85 Dollar. Auch der wieder steigende Dollar spiegelt die angespanntere Stimmung, zumal er als sicherer Hafen gilt. Der Euro gibt auf 1,1603 Dollar nach. Am Anleihemarkt steigen die Renditen weiter, im Zehnjahresbereich geht es um 6 Ticks nach oben auf 4,14 Prozent. Höhere Ölpreise dürften letztlich auch auf die Inflation durchschlagen, so die Überlegung dahinter. An den Benzinzapfsäulen spüren die Verbraucher dies bereits.

Die Konjunkturdaten des Tages spielen angesichts der derzeitigen Dominanz der Geopolitik eine untergeordnete Rolle. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten sind wie erwartet ausgefallen, die Importpreise sind im Januar einen Tick weniger gestiegen als erwartet. Allerdings stiegen die Lohnstückkosten im vierten Quartal deutlich stärker als vermutet. Das dürfte den Anleiherenditen zusätzlich Auftrieb verleihen, wie schon der am Vortag unerwartet deutlich gestiegene ISM-Index für den Dienstleistungssektor.

Broadcom überzeugt

Die Quartalsergebnisse des Halbleiter- und Softwareherstellers Broadcom sind besser als erwartet gewesen. Die Umsätze im Bereich Künstliche Intelligenz haben sich mehr als verdoppelt. Dazu fiel der Ausblick besser als von Analysten erwartet aus. Das dürfte die Stimmung für Halbleiteraktien generell weiter aufhellen, die allerdings am Vortag teils bereits deutlich zulegten. Für Broadcom geht es um 2,4 Prozent nach oben, wohingegen bei Nvidia, AMD und Intel Gewinnmitnahmen bremsen.

Morgan Stanley werden wenig verändert gesehen. Die Bank baut laut Wall Street Journal rund 3 Prozent ihrer Belegschaft ab, entsprechend etwa 2.500 Mitarbeitern.

Die Ticketbörse Stubhub verzeichnete einen Quartalsverlust und einen Umsatzrückgang. Für die Aktie geht es um 14 Prozent nach unten. Cracker Barrel Old Country Store legen dagegen um 7,2 Prozent zu, nachdem die Restaurantkette über erste Früchte ihrer Sanierungsbemühungen berichtete.

Okta verteuern sich um rund 10 Prozent. Der Experte für Identitätsmanagement und Sicherheit hat einen unerwartet guten Gewinn erzielt.

Trade Desk machen einen Satz um 25 Prozent. Hier treibt die Nachricht von "The Information" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass OpenAI Gespräche über den Ausbau seines Werbegeschäfts mit Trade Desk führt.

Veeva Systems schnellen um 6,7 Prozent nach oben, nachdem der Anbieter von Cloud-Lösungen für die Life-Sciences-Branche die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das vierte Geschäftsquartal übertroffen hat. Veeva hatten in den vergangenen Wochen im Zuge des heftigen Ausverkaufs von Softwareaktien noch stark nachgegeben.

Kroger hat im vierten Geschäftsquartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet. Für 2026 prognostiziert die Supermarktkette weiteres Wachstum, wenn auch mit einer langsameren Rate als im Vorjahr. Der Kurs gewinnt 3,5 Prozent.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      48.355,81  -0,8  -383,60    48.739,41 
S&P-500     6.840,95  -0,4   -28,55    6.869,50 
NASDAQ Comp  22.740,15  -0,3   -67,34    22.807,48 
NASDAQ 100   25.026,82  -0,3   -66,86    25.093,68 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,58 +0,03    3,60      3,55 
5 Jahre       3,73 +0,06    3,74      3,68 
10 Jahre      4,14 +0,06    4,15      4,09 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:25 Uhr 
EUR/USD      1,1595  -0,3  -0,0038     1,1633     1,1593 
EUR/JPY      182,78  +0,1   0,0900     182,69    182,9200 
EUR/CHF      0,9053  -0,1  -0,0009     0,9062     0,9072 
EUR/GBP      0,8693  -0,0  -0,0003     0,8696     0,8704 
USD/JPY      157,62  +0,4   0,5900     157,03    157,7700 
GBP/USD      1,3336  -0,3  -0,0036     1,3372     1,3315 
USD/CNY      6,8912  -0,1  -0,0057     6,8969     6,8996 
USD/CNH      6,9127  +0,3   0,0202     6,8925     6,9232 
AUS/USD      0,7018  -0,8  -0,0055     0,7073     0,7018 
Bitcoin/USD  72.111,74  -1,7 -1.234,81    73.346,55   68.941,37 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     77,98  +4,5    3,32      74,66 
Brent/ICE     83,76  +2,9    2,36      81,40 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.091,87  -0,8   -43,45    5.135,32 
Silber       82,07  -1,6   -1,34      83,41 
Platin     2.125,35  -1,1   -23,15    2.148,50 
 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 05, 2026 09:52 ET (14:52 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
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