DJ Aktien Schweiz geben Erholungsgewinne wieder ab - Alle SMI-Werte im Minus
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Am schweizerischen Aktienmarkt sind am Donnerstag die Erholungsgewinne vom Vortag mehr als wieder verlorengegangen. Hoffnungen auf eine mögliche Annäherung der Kriegsparteien im Nahen Osten, die am Vortag noch gestützt hatten, ebbten im Handelsverlauf wieder ab, zumal es nach vagen Signalen aus Geheimdienstkreisen dazu keine weiteren Erkenntnisse gab.
Stattdessen zogen die Ölpreise wieder an und riefen die am Vortag in den Hintergrund getretenen Stagflationssorgen wieder stärker ins Bewusstsein der Börsianer. Mit Argusaugen blicken die Akteure weiter auf die Straße von Hormus, durch die rund 20 Prozent des globalen Ölhandels gehen. Der Schiffsverkehr durch dieses Nadelöhr ist nahezu zum Erliegen gekommen.
Der SMI verlor 1,6 Prozent auf 13.298 Punkte. Sämtliche 20 SMI-Werte schlossen mit Verlusten. Umgesetzt wurden 22,97 (Vortag: 23,62) Millionen Aktien.
Am besten hielten sich Partners Group. Die Aktie des Vermögensverwalters gab nur minimal nach. Sie dürfte etwas vom zuletzt erhöhten Zinsniveau profitiert haben, das attraktivere Anlagemöglichkeiten eröffnet.
Zu den schwächsten SMI-Aktien gehörten die am Vortag schon gemiedenen Kühne+Nagel mit einem Minus von 1,9 Prozent angesichts diverser Probleme, die der Krieg im Nahen Osten für die Logistikbranche allgemein mit sich bringt. Dazu verwiesen einige Teilnehmer auch auf die sehr negative Kursreaktion des Konkurrenten DHL nach dessen Zahlenvorlage als Belastungsfaktor. Geberit verloren mit 2,6 Prozent noch stärker, ganz am Ende rangierten Sika mit einem Abschlag von 3 Prozent
Unter den Verlierern fanden sich auch Alcon, obwohl die Analysten von Vontobel die Aktie auf Kaufen von Halten erhöht hatten. Alcon gaben um 1,3 Prozent nach.
Im breiten Markt sackten Sonova um 5,5 Prozent ab, belastet von enttäuschend aufgenommenen Geschäftszahlen des italienischen Hörgerätewettberwerbers Amplifon. Cicor brachen sogar um gut 15 Prozent ein. Die Elektronikgruppe steigerte 2025 zwar den Umsatz - gestützt von Übernahmen -, der Gewinn sank aber deutlich. Zudem schüttet das Unternehmen erneut keine Dividende aus und behält das Geld für Übernahmen beisammen.
Gut kamen dagegen die Geschäftszahlen, besonders aber der Ausblick von Galderma an, die Aktie verteuerte sich um fast 7 Prozent. Für 2026 strebt das Dermatologieunternehmen ein Nettoumsatzwachstum von 17 bis 20 Prozent und eine Kern-Marge beim operativen Gewinn von rund 26 Prozent an. Laut den Analysten von Vontobel liegen die Schätzungen am Markt dagegen nur bei 14 bis 16 Prozent bzw. 24 bis 26 Prozent.
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