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MÄRKTE USA/Wieder steigender Ölpreis drückt auf die Kurse - Chipwerte gesucht

DJ MÄRKTE USA/Wieder steigender Ölpreis drückt auf die Kurse - Chipwerte gesucht

DOW JONES--Nach der Erholungsbewegung am Mittwoch ging es am Donnerstag an der Wall Street wieder nach unten. Die Stimmung ist fragil angesichts der Unwägbarkeiten im Nahost-Konflikt. Hoffnungen, dass die militärische Eskalation möglicherweise doch von kürzerer Dauer sein könnte, ebbten wieder ab. Die US-Botschaft in Kuwait wurde geschlossen. Am Vortag war aus Geheimdienstkreisen noch angebliche Gesprächsbereitschaft des Iran kolportiert worden.

Stattdessen zogen die Ölpreise wieder stark an um fast 4 Prozent auf mehr als 84 Dollar bei der Sorte Brent. Im Tageshoch markierte Brent ein neues Jahreshoch. US-Öl der Sorte WTI stieg noch stärker an. Wegen zunehmender Störungen der Straße von Hormus hat Saudi-Arabien damit begonnen, Rohölexporte auf das Rote Meer zu verlagern.

Auch dass der als sicherer Hafen in Krisensituationen geltende Dollar wieder zulegte, spiegelte die angespannte Stimmung. Der Euro gab auf 1,1607 Dollar nach, stand im Tagestief aber noch deutlich darunter. Am Anleihemarkt stiegen die Renditen weiter, im Zehnjahresbereich ging es um 5 Ticks nach oben auf 4,13 Prozent. Höhere Ölpreise dürften auf die Inflation durchschlagen und das Wachstum bremsen, so die Überlegung dahinter. An den Benzinzapfsäulen spüren die Verbraucher die höheren Preise bereits.

Der Dow-Jones-Index büßte 1,6 Prozent auf 47.955 Punkte ein. Der S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 6.831, der Nasdaq-Composite verbilligte sich um 0,3 Prozent. An der Nyse wurden 725 (Mittwoch: 1.763) Kursgewinner gesehen, denen 2.047 (989) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 44 (88) Titel.

Die Konjunkturdaten des Tages spielten angesichts der derzeitigen Dominanz der Geopolitik eine untergeordnete Rolle. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fielen wie erwartet aus, die Importpreise sind im Januar einen Tick weniger gestiegen als erwartet. Dagegen stiegen die Lohnstückkosten im vierten Quartal deutlich stärker als vermutet. Das verlieh den Anleiherenditen zusätzlich Auftrieb, wie schon der am Vortag unerwartet deutlich gestiegene ISM-Index für den Dienstleistungssektor.

Broadcom überzeugt

Die Quartalsergebnisse des Halbleiter- und Softwareherstellers Broadcom fielen besser als prognostiziert aus. Die Umsätze im Bereich Künstliche Intelligenz haben sich mehr als verdoppelt. Dazu fiel der Ausblick besser als von Analysten erwartet aus. Das dürfte die Stimmung für Halbleiteraktien generell weiter aufhellen, die allerdings am Vortag teils bereits deutlich zugelegt hatten. Für Broadcom ging es um 4,8 Prozent nach oben.

Oracle gewannen 1,6 Prozent. Wie Bloomberg mit Verweis auf Kreise berichtete, plant der Cloud-Anbieter Tausende von Stellenstreichungen wegen der stärkeren Nutzung von KI.

Okta verteuerten sich um 11 Prozent. Der Experte für Identitätsmanagement und Sicherheit erzielte einen unerwartet hohen Gewinn.

Trade Desk machten einen Satz um 18,4 Prozent. Hier trieb die Nachricht von "The Information" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass OpenAI Gespräche über den Ausbau seines Werbegeschäfts mit Trade Desk führe.

Veeva Systems gewannen 4 Prozent, nachdem der Anbieter von Cloud-Lösungen für die Life-Sciences-Branche die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das vierte Geschäftsquartal übertroffen hatte. Veeva hatten in den vergangenen Wochen im Zuge des heftigen Ausverkaufs von Softwareaktien noch stark nachgegeben.

Kroger hat im vierten Geschäftsquartal einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet. Für 2026 prognostiziert die Supermarktkette weiteres Wachstum, wenn auch mit einer langsameren Rate als im Vorjahr. Der Kurs legte um 5,3 Prozent zu.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      47.954,74  -1,6  -784,67    48.739,41 
S&P-500     6.830,71  -0,6   -38,79    6.869,50 
NASDAQ Comp  22.748,99  -0,3   -58,50    22.807,48 
NASDAQ 100   25.020,41  -0,3   -73,26    25.093,68 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,58 +0,04    3,60      3,55 
5 Jahre       3,72 +0,05    3,74      3,68 
10 Jahre      4,13 +0,05    4,15      4,09 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
EUR/USD      1,1607  -0,2  -0,0026     1,1633 
EUR/JPY      182,83  +0,1   0,1400     182,69 
EUR/CHF      0,906  -0,0  -0,0002     0,9062 
EUR/GBP      0,8685  -0,1  -0,0011     0,8696 
USD/JPY      157,5  +0,3   0,4700     157,03 
GBP/USD      1,3359  -0,1  -0,0013     1,3372 
USD/CNY      6,8912  -0,1  -0,0057     6,8969 
USD/CNH      6,9192  +0,4   0,0267     6,8925 
AUS/USD      0,7008  -0,9  -0,0065     0,7073 
Bitcoin/USD  71.313,24  -2,8 -2.033,31    73.346,55 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     79,55  +6,6    4,89      74,66 
Brent/ICE     84,51  +3,8    3,11      81,40 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.078,90  -1,1   -56,42    5.135,32 
Silber       82,11  -1,6   -1,30      83,41 
Platin     2.122,50  -1,2   -26,00    2.148,50 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt

(END) Dow Jones Newswires

March 05, 2026 16:20 ET (21:20 GMT)

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