DJ MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Nahost-Konflikt belastet weiter
DOW JONES--Der weiter anhaltende Iran-Krieg sorgt auch zum Wochenausklang mehrheitlich für Abgaben an den Börsen in Ostasien. Diese fallen aber deutlich verhaltener aus als in den vergangenen Tagen. Dazu tragen auch die leicht fallenden Ölpreise bei, nach den starken Anstiegen seit Beginn des Nahost-Konflikts. Auslöser für den Rücksetzer sind Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent. So will das Finanzministerium eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung erteilen, damit indische Raffinerien russisches Öl kaufen können. Bessent fügte hinzu, dass diese Maßnahme Russland keinen erheblichen finanziellen Vorteil verschaffe, da sie nur für auf See festsitzendes Öl gelte. Für die Notierungen von Brent und WTI geht es um bis zu 1,4 Prozent nach unten.
Es zeichnet sich insgesamt aber weiter kein Ende der Angriffe auf den Iran und der Vergeltungsmaßnahmen des Landes ab. Hoffnungen auf eine kurze Dauer des Konflikts schwinden damit weiter. Am Vortag war aus Geheimdienstkreisen noch angebliche Gesprächsbereitschaft des Iran kolportiert worden. Auf Wochensicht steuern die Börsen in Asien auf deutliche Verluste hin.
Für den Kospi in Seoul geht es um 0,5 Prozent nach unten. Der S&P/ASX 200 in Sydney hat den Handel mit einem Minus von 1,0 Prozent beendet. Der Nikkei-225 in Tokio erholt sich von anfänglichen Verlusten und dreht leicht ins Plus - der Index gewinnt 0,5 Prozent. Leicht aufwärts (+0,2%) geht es auch für den Shanghai-Composite, der Hang-Seng-Index verzeichnet einen Aufschlag von 1,6 Prozent.
Während im Nahost-Konflikt kein Ende in Sicht zu sein scheint und US-Präsident Donald Trump andeutet, dass er noch mehrere Wochen kämpfen will, erwartet AMP, dass er letztendlich einen Weg finden wird, den Sieg zu erklären, bevor sich erhebliche Störungen bei der Energieversorgung und höhere Inflationserwartungen verfestigen. Die größte Sorge der US-Wähler seien nach wie vor Inflation und Bezahlbarkeit, meint My Bui, Ökonomin bei AMP. Angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen sei es wahrscheinlich, dass Trump einen Ausweg suchen werde, um die Unzufriedenheit der Verbraucher über steigende Benzinpreise zu begrenzen.
Die zuletzt empor geschnellten Ölpreise schüren weiter die Sorgen vor einer weltweit steigenden Inflation, was die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken, vor allem der US-Notenbank, schwieriger macht. Die Wahrscheinlichkeit für lediglich eine Zinssenkung der Fed in diesem Jahr liegt laut dem FedWatch-Tool der CME aktuell bei 36,2 Prozent. Vor einer Woche waren es noch 22 Prozent, als mehrheitlich zwei Zinssenkungen erwartet wurden. Vor diesem Hintergrund treten auch die US-Konjunkturdaten wieder etwas in Vordergrund. So wird am Nachmittag der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Februar veröffentlicht.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.851,00 -1,0 1,6 06:00 Nikkei-225 (Tokio) 55.564,00 +0,5 --- 07:00 Topix 500 (Tokio) 2.891,26 +0,2 8,7 07:00 Kospi (Seoul) 5.555,87 -0,5 31,8 07:30 Hang-Seng (Hongk.) 25.726,62 +1,6 0,4 09:00 Shanghai-Comp. 4.115,14 +0,2 3,7 08:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 08:33 % YTD EUR/USD 1,1609 +0,0 1,1607 1,1609 -1,2 EUR/JPY 183,20 +0,2 182,87 182,32 -0,4 EUR/GBP 0,8688 -0,0 0,8689 0,8697 -0,3 USD/JPY 157,79 +0,1 157,57 157,03 0,7 USD/KRW 1.471,90 -0,6 1.481,08 1.464,54 2,2 USD/CNY 6,9038 +0,2 6,8912 6,8966 -1,3 USD/CNH 6,9084 -0,1 6,9168 6,8980 -1,0 USD/HKD 7,8223 +0,0 7,8188 7,8194 0,5 AUD/USD 0,7032 +0,4 0,7006 0,7044 5,4 NZD/USD 0,5902 +0,1 0,5894 0,5927 2,5 BTC/USD 70.419,10 -1,0 71.142,21 72.451,21 -19,7 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 79,92 -1,4 -1,09 81,01 Brent/ICE 84,52 -1,0 -0,89 85,41 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 5.122,28 +0,9 45,69 5.076,59 Silber 84,01 +2,2 1,84 82,17 Platin 2.149,55 +1,3 27,80 2.121,75 ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/thl
(END) Dow Jones Newswires
March 06, 2026 00:48 ET (05:48 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
