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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Der Beschäftigungsaufbau in den USA dürfte sich im Februar verlangsamt haben. Volkswirte rechnen damit, dass die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 50.000 gestiegen ist, nachdem im Januar ein Zuwachs von 130.00 verzeichnet worden war. Zudem werden eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent und ein Zuwachs der durchschnittlichen Stundenlöhne von 0,3 (0,4) Prozent zum Vormonat und 3,7 (3,7) Prozent im Jahresvergleich prognostiziert. Beobachter werden aus den Daten herauszulesen versuchen, wie gut die Verfassung der US-Wirtschaft wirklich ist. Der Januar-Stellenzuwachs wirkte auf den ersten Blick solide, war jedoch stark verzerrt. Ohne den massiven Zuwachs im Gesundheits- und Sozialwesen hätte der Stellenmarkt faktisch stagniert. Zyklische Schlüsselsektoren wie Transport, IT und Finanzen verzeichneten zuletzt sogar Jobverluste.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Es stehen keine relevanten Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Arbeitsmarktdaten Februar 
     Beschäftigung ex Agrar 
     PROGNOSE: +50.000 gg Vm 
     zuvor:  +130.000 gg Vm 
     Arbeitslosenquote 
     PROGNOSE:   4,3% 
     zuvor:    4,3% 
     durchschnittliche Stundenlöhne 
     PROGNOSE:  +0,3% gg Vm/+3,7% gg Vj 
     zuvor:    +0,4% gg Vm/+3,7% gg Vj 
 
     Einzelhandelsumsatz Januar 
     PROGNOSE:  -0,4% gg Vm 
     zuvor:    0,0% gg Vm 
     Einzelhandelsumsatz ex Kfz 
     PROGNOSE:   0,0% gg Vm 
     zuvor:    0,0% gg Vm 
 
  16:00 Lagerbestände Dezember 
     PROGNOSE:  +0,1% gg Vm 
     zuvor:    +0,1% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX          zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)  8.851,00  -1,0    1,6      06:00 
Nikkei-225 (Tokio)  55.620,84  +0,6    ---      07:00 
Topix 500 (Tokio)   2.896,72  +0,4    8,9      07:00 
Kospi (Seoul)     5.584,87  +0,0    32,5      07:30 
Hang-Seng (Hongk.)  25.707,09  +1,5    0,3      09:00 
Shanghai-Comp.     4.121,30  +0,3    3,8      08:00 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Der anhaltende Iran-Krieg hat zum Wochenausklang für eine uneinheitliche Tendenz an den Börsen in Ostasien gesorgt. Die Abgaben fielen dabei aber deutlich verhaltener aus als in den vergangenen Tagen. Dazu trugen auch die leicht nachgebenden Ölpreise bei, nach den starken Anstiegen seit Beginn des Nahost-Konflikts. Auslöser für den Rücksetzer waren Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent. So will das Finanzministerium eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung erteilen, damit indische Raffinerien russisches Öl kaufen können. Bessent fügte hinzu, dass diese Maßnahme Russland keinen erheblichen finanziellen Vorteil verschaffe, da sie nur für auf See festsitzendes Öl gelte. Der Kospi in Seoul schloss die Sitzung unverändert. Der S&P/ASX 200 in Sydney hat den Handel mit einem Minus von 1,0 Prozent beendet. Der Nikkei-225 in Tokio erholte sich von anfänglichen Verlusten und drehte ins Plus - der Index gewann 0,6 Prozent. Leicht aufwärts geht es auch für den Shanghai-Composite und den Hang-Seng-Index. Die zuletzt empor geschnellten Ölpreise schüren jedoch weiter die Sorgen vor einer weltweit steigenden Inflation, was die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken, vor allem der US-Notenbank, schwieriger macht. Die Wahrscheinlichkeit für lediglich eine Zinssenkung der Fed in diesem Jahr liegt laut dem FedWatch-Tool der CME aktuell bei 36,2 Prozent. Vor einer Woche waren es noch 22 Prozent, als mehrheitlich zwei Zinssenkungen erwartet wurden. Vor diesem Hintergrund treten auch die US-Konjunkturdaten wieder etwas in Vordergrund. So wird am Nachmittag der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Februar veröffentlicht.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     47.954,74  -1,6  -784,67    48.739,41 
S&P-500    6.830,71  -0,6  -38,79    6.869,50 
NASDAQ Comp 22.748,99  -0,3  -58,50    22.807,48 
NASDAQ 100  25.020,41  -0,3  -73,26    25.093,68 
 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,38 Mrd  1.23 Mrd 
Gewinner        716    1.763 
Verlierer      2.070     989 
Unverändert       56     88 
 

Schwach - Die Stimmung war fragil angesichts der Unwägbarkeiten im Nahost-Konflikt. Hoffnungen, dass die militärische Eskalation möglicherweise doch von kürzerer Dauer sein könnte, ebbten wieder ab. Am Vortag war aus Geheimdienstkreisen noch angebliche Gesprächsbereitschaft des Iran kolportiert worden - die Berichte manifestierten sich jedoch nicht. Die Konjunkturdaten des Tages spielten angesichts der derzeitigen Dominanz der Geopolitik nur eine untergeordnete Rolle. Beachtung fanden stärker als gedacht gestiegene Lohnstückkosten, die Anleiherenditen zusätzlich Auftrieb verliehen. Die Quartalsergebnisse von Broadcom fielen besser als prognostiziert aus - der Kurs zog um 4,8 Prozent an. Oracle gewannen 1,6 Prozent. Der Cloud-Anbieter will laut einem Bericht Tausende Stellen wegen der stärkeren KI-Nutzung streichen. Okta verteuerten sich um 11 Prozent - nach einem unerwartet hohen Gewinn. Trade Desk machten einen Satz um 18,4 Prozent. Laut einem Bericht führt OpenAI Gespräche über den Ausbau ihres Werbegeschäfts mit Trade Desk.

US-ANLEIHEN

Die Renditen stiegen weiter - auch wegen gestiegener Lohnstückkosten. Im Zehnjahresbereich ging es um 5 Ticks nach oben auf 4,13 Prozent. Höhere Ölpreise dürften auf die Inflation durchschlagen und das Wachstum bremsen, so die Überlegung dahinter. An den Benzinzapfsäulen spüren die Verbraucher die höheren Preise bereits deutlich.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00    Do, 08:33 % YTD 
EUR/USD         1,1609  +0,0   1,1607     1,1609  -1,2 
EUR/JPY         183,18  +0,2   182,87     182,32  -0,4 
EUR/GBP         0,8684  -0,1   0,8689     0,8697  -0,4 
USD/JPY         157,77  +0,1   157,57     157,03  0,7 
USD/KRW        1.474,59  -0,4  1.481,08    1.464,54  2,4 
USD/CNY         6,9007  +0,1   6,8912     6,8966  -1,3 
USD/CNH         6,9046  -0,2   6,9168     6,8980  -1,0 
USD/HKD         7,8220  +0,0   7,8188     7,8194  0,5 
AUD/USD         0,7038  +0,5   0,7006     0,7044  5,5 
NZD/USD         0,5907  +0,2   0,5894     0,5927  2,6 
BTC/USD        70.819,64  -0,5 71.142,21    72.451,21 -19,2 
 

Auch dass der als sicherer Hafen in Krisensituationen geltende Dollar wieder zulegte, spiegelte die angespannte Stimmung wider. Der Euro gab auf 1,1607 Dollar nach, stand im Tagestief aber noch deutlich darunter.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          5.119,09  +0,8   42,50    5.076,59 
Silber          84,11  +2,4    1,94      82,17 
Platin         2.147,75  +1,2   26,00    2.121,75 
 

Gold konnte nicht von den geopolitischen Spannungen profitieren. Der Preis für das Edelmetall gab um 1,1 Prozent auf 5.081 Dollar nach - belastet von festen Dollar und gestiegenen Marktzinsen.

ÖL

ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         80,54  -0,6   -0,47      81,01 
Brent/ICE         85,25  -0,2   -0,16      85,41 
 

Die Ölpreise zogen wieder stark an um fast 4 Prozent auf mehr als 84 Dollar bei der Sorte Brent. Im Tageshoch markierte Brent ein neues Jahreshoch. US-Öl der Sorte WTI stieg noch stärker an. Wegen zunehmender Störungen der Straße von Hormus hat Saudi-Arabien damit begonnen, Rohölexporte auf das Rote Meer zu verlagern. Im asiatischen Handel gaben die Ölpreise leicht nach. Auslöser waren Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent. So will das Finanzministerium eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung erteilen, damit indische Raffinerien russisches Öl kaufen können. Bessent fügte hinzu, dass diese Maßnahme Russland keinen erheblichen finanziellen Vorteil verschaffe, da sie nur für auf See festsitzendes Öl gelte.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

NAHOST-KONFLIKT

Das Außenministerium hat die US-Botschaft in Kuwait am Donnerstag geschlossen, nachdem der Betrieb bereits am Dienstag eingestellt worden war und US-Bürgern in Kuwait zuvor geraten wurde, Schutzräume aufzusuchen. Die Botschaft forderte US-Bürger am Donnerstag dazu auf, das Land zu verlassen, sofern dies sicher möglich sei. Der kuwaitische Luftraum bleibt gesperrt, aber Beamte drängten die Bürger dazu, den Landweg über die offene Grenze zu Saudi-Arabien in Betracht zu ziehen.

Der Konflikt mit dem Iran sei "weit dem Zeitplan voraus", sagte US-Präsident Donald Trump. Die USA hätten iranische Flugabwehrwaffen zerstört. "Sie haben keine Luftwaffe. Sie haben keine Luftverteidigung", sagte Trump. Die Iraner nähmen Kontakt auf, um die Gespräche mit den USA wieder aufzunehmen. "Sie rufen an, sie sagen: 'Wie machen wir einen Deal?'", sagte Trump. "Ich sagte: 'Ihr seid ein bisschen spät dran.'". Trump fügte hinzu, seine Regierung werde bald neue Initiativen ankündigen, um die Ölpreise zu senken. "Wir hatten sie sehr niedrig, aber ich musste diesen kleinen Umweg machen."

NIKE

Der US-Sportartikelkonzern erwartet eine Belastung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit Kostensenkungsmaßnahmen, einschließlich des Abbaus von Arbeitsplätzen.

ORACLE

will einem Agenturbericht zufolge tausende Stellen abbauen. Wie Bloomberg berichtet, könnte der Abbau bereits im März erfolgen. Einige der Streichungen würden Stellen betreffen, die das Unternehmen wegen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz nicht mehr in dem Maße wie früher brauchen wird. Oracle hat laut Agentur diese Woche intern angekündigt, dass der Konzern offene Stellenausschreibungen in seiner Cloud-Sparte überprüfen werde. Oracle lehnte gegenüber Bloomberg eine Stellungnahme ab.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 06, 2026 01:56 ET (06:56 GMT)

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