Köln/Berlin/München (ots) -
Eng zusammengearbeitet, gezielt geholfen, Menschenleben geschützt: Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB) und Apotheker ohne Grenzen (AoG) ziehen eine positive Bilanz ihres gemeinsamen Nothilfe-Einsatzes in Mosambik.
In der Provinz Tete, einem Brennpunkt des Cholera-Infektionsgeschehen im Nordwesten des Landes, leistete die schnelle ASB-Nothilfeeinheit FAST (First Assistance Samaritan Team) in Kooperation mit AoG einen maßgeblichen Beitrag zur Eindämmung und Prävention der Durchfallerkrankung. Durch den Aufbau von Cholera-Behandlungsstationen sowie die Inbetriebnahme von Wasserfiltersystemen konnte die Versorgungslage in der betroffenen Region spürbar verbessert werden.
Edith Wallmeier, ASB-Geschäftsführerin Einsatzdienste und Bildung, sagt: "Unsere Einsatzteams wurden von der lokalen Bevölkerung mit offenen Armen empfangen. Dieses Vertrauen trug ebenso zum Gelingen des Projekts bei wie die hervorragende Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen Apotheker ohne Grenzen und Watsan Mozambique. Unser besonderer Dank gilt allen beteiligten Ehrenamtlichen, deren freiwilliges Engagement einen echten Unterschied gemacht hat."
Cholera-Fallzahlen in der Provinz Tete mit am höchsten
"Nach mehreren gemeinsamen Trainings mit dem ASB in den vergangenen beiden Jahren war das unser erster gemeinsamer Nothilfe-Einsatz", sagt AoG-Vorstandsmitglied Petra Isenhuth, die den Einsatz als pharmazeutische Einsatzkraft begleitete. "Wir waren eng abgestimmt und die Rollen klar verteilt - das ist eine wichtige Voraussetzung bei der Bewältigung solcher Ausnahmesituationen wie sie eine Nothilfe immer darstellt. Im Einsatz hat mich die Tatkraft der Menschen vor Ort nachhaltig beeindruckt. Die Freiwilligen stellen ihre persönlichen Verpflichtungen zurück, um ihre Communities zu unterstützen - dieses Engagement verdient größten Respekt."
Rund zweieinhalb Wochen (vom 16. Februar bis 3. März 2026) waren die ehrenamtlichen Teams von ASB und AoG mit insgesamt zwölf Einsatzkräften in der Provinz Tete im Nordwesten Mosambiks. Dort kämpften sie gegen einen unsichtbaren Feind: Zwar blieb die Region von den großflächigen Überschwemmungen im Land infolge schwerer Regenfälle verschont. Doch die Cholera-Epidemie hatte sich bereits bis dorthin ausgebreitet, die Fallzahlen sind in Tete landesweit mit am höchsten.
In der abgelegenen Siedlung Nhansosa leben geschätzt 4.000 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung - ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Durchfallkrankheiten, mehrere Todesfälle waren bereits zu verzeichnen.
Sauberes Trinkwasser für rund 4.000 Menschen
In enger Abstimmung mit den lokalen Behörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie unter tatkräftiger Mithilfe der Bevölkerung vor Ort wurden in der weitläufigen Ansiedlung zwei neue Wasserfiltersysteme installiert. Damit haben die rund 4.000 Bewohnerinnen und Bewohner erstmals Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zusätzlich errichteten die Einsatzteams zwei Cholera-Behandlungsstationen, in denen die unbehandelt lebensgefährliche Krankheit mithilfe einer einfachen oralen Rehydrationslösung schnell und kostengünstig behandelt werden kann.
Die Einsatzkräfte von Arbeiter-Samariter-Bund und Apotheker ohne Grenzen schulten im Anschluss Freiwillige aus den Gemeinden und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden im Weiterbetrieb der Cholera-Station und der Wartung der Wasserfilter sowie in Hygiene- und Präventionsmaßnahmen - für einen nachhaltigen Erfolg des Nothilfe-Einsatzes. Parallel leisten die vor Ort angelaufenen Impfmaßnahmen der WHO einen wichtigen Beitrag, das Infektionsgeschehen weiter unter Kontrolle zu bringen.
"Ein äußerst effektives Pilotprojekt"
Die Gefahr von Extremwetterereignissen steigt weltweit aufgrund des Klimawandels - und damit auch das Risiko langanhaltender Choleraausbrüche. Daher entschied sich die Gemeinschaft deutscher Emergency Medical Teams (EMT) erst im vergangenen Jahr dazu, eine rasch einsatzfähige Cholera-Einheit aufzubauen. Ziel ist es, die örtliche Gesundheitsversorgung während eines Choleraausbruchs zu entlasten und durch frühzeitige Behandlung schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden.
Dieses Konzept wurde nun zum ersten Mal durch den ASB in Kooperation mit Apotheker ohne Grenzen in der Praxis erprobt - mit Erfolg. "Der Einsatz war ein äußerst effektives Pilotprojekt" sagt Arielle Kaim von der Universität Tel Aviv, die das Projekt aus wissenschaftlicher Perspektive begleitete. Die Expertin für Katastrophenmedizin zeigt sich "besonders beeindruckt, wie eine Pilotinitiative nur wenige Monate nach der Schulung des Teams so effektiv in einem realen Kontext umgesetzt wurde."
Den finanziellen Aufwand von rund 50.000 Euro für das Projekt leistete der ASB aus Eigenmitteln der Aktion Deutschland Hilft, deren Mitglied die Organisation ist. Für die Weiterführung der Maßnahmen und zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheitssituation in Mosambik bitten der ASB und AoG indes weiterhin um Spenden. Denn auch wenn die Neuerkrankungen in der Provinz Tete langsam zurückgehen, hält der Cholera-Ausbruch in Mosambik nach wie vor an.
Spendenkonto:
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
Bank: SozialBank
IBAN: DE84 3702 0500 0007 0607 05
BIC: BFSWDE33XXX
Interviewangebot
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte stammen aus mehreren Bundesländern - Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg und Bayern - und berichten aus erster Hand über:
- fachliche Einschätzung zum Cholera-Infektionsgeschehen
- Einblicke in den ehrenamtlichen Einsatz in der internationalen Nothilfe
- Herausforderungen in der Katastrophenhilfe
Über den ASB
Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB) ist eine politisch und konfessionell unabhängige Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation. Der ASB engagiert sich seit mehr als 135 Jahren für Menschen in Not - in Deutschland und weltweit. Zu den Aufgaben des ASB gehören unter anderem Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz, Pflege, Soziale Dienste sowie humanitäre Hilfe im Ausland. Die ehrenamtlichen First Assistance Samaritan Teams (FAST) sind ein Soforthilfeinstrument der ASB-Auslandshilfe und leisten in internationalen Notsituationen Hilfe. Seit 2017 ist FAST als Emergency Medical Team (EMT) Type 1 durch die Weltgesundheitsorganisation klassifiziert.
Über Apotheker ohne Grenzen
Seit über 25 Jahren setzt sich Apotheker ohne Grenzen weltweit für Menschen und ihre Gesundheit ein. Die international tätige Hilfsorganisation trägt mit ihrer pharmazeutischen Fachkompetenz zu einer nachhaltigen Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen in Not bei. Sie leistet schnelle, flexible und wirkungsvolle Nothilfe nach Katastrophen und unterstützt Menschen in langfristigen Projekten weltweit. Apotheker ohne Grenzen arbeitet eng mit lokalen sowie internationalen Partnerorganisationen zusammen.
Pressekontakt:
Diana Zinkler
Fachbereichsleitung Kommunikation und Public Affairs
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
Telefon: 030/2325786-122
Mobil: 0152/247 552 09
E-Mail: d.zinkler@asb.de
Original-Content von: ASB-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6532/6230143
Eng zusammengearbeitet, gezielt geholfen, Menschenleben geschützt: Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB) und Apotheker ohne Grenzen (AoG) ziehen eine positive Bilanz ihres gemeinsamen Nothilfe-Einsatzes in Mosambik.
In der Provinz Tete, einem Brennpunkt des Cholera-Infektionsgeschehen im Nordwesten des Landes, leistete die schnelle ASB-Nothilfeeinheit FAST (First Assistance Samaritan Team) in Kooperation mit AoG einen maßgeblichen Beitrag zur Eindämmung und Prävention der Durchfallerkrankung. Durch den Aufbau von Cholera-Behandlungsstationen sowie die Inbetriebnahme von Wasserfiltersystemen konnte die Versorgungslage in der betroffenen Region spürbar verbessert werden.
Edith Wallmeier, ASB-Geschäftsführerin Einsatzdienste und Bildung, sagt: "Unsere Einsatzteams wurden von der lokalen Bevölkerung mit offenen Armen empfangen. Dieses Vertrauen trug ebenso zum Gelingen des Projekts bei wie die hervorragende Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen Apotheker ohne Grenzen und Watsan Mozambique. Unser besonderer Dank gilt allen beteiligten Ehrenamtlichen, deren freiwilliges Engagement einen echten Unterschied gemacht hat."
Cholera-Fallzahlen in der Provinz Tete mit am höchsten
"Nach mehreren gemeinsamen Trainings mit dem ASB in den vergangenen beiden Jahren war das unser erster gemeinsamer Nothilfe-Einsatz", sagt AoG-Vorstandsmitglied Petra Isenhuth, die den Einsatz als pharmazeutische Einsatzkraft begleitete. "Wir waren eng abgestimmt und die Rollen klar verteilt - das ist eine wichtige Voraussetzung bei der Bewältigung solcher Ausnahmesituationen wie sie eine Nothilfe immer darstellt. Im Einsatz hat mich die Tatkraft der Menschen vor Ort nachhaltig beeindruckt. Die Freiwilligen stellen ihre persönlichen Verpflichtungen zurück, um ihre Communities zu unterstützen - dieses Engagement verdient größten Respekt."
Rund zweieinhalb Wochen (vom 16. Februar bis 3. März 2026) waren die ehrenamtlichen Teams von ASB und AoG mit insgesamt zwölf Einsatzkräften in der Provinz Tete im Nordwesten Mosambiks. Dort kämpften sie gegen einen unsichtbaren Feind: Zwar blieb die Region von den großflächigen Überschwemmungen im Land infolge schwerer Regenfälle verschont. Doch die Cholera-Epidemie hatte sich bereits bis dorthin ausgebreitet, die Fallzahlen sind in Tete landesweit mit am höchsten.
In der abgelegenen Siedlung Nhansosa leben geschätzt 4.000 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung - ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Durchfallkrankheiten, mehrere Todesfälle waren bereits zu verzeichnen.
Sauberes Trinkwasser für rund 4.000 Menschen
In enger Abstimmung mit den lokalen Behörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie unter tatkräftiger Mithilfe der Bevölkerung vor Ort wurden in der weitläufigen Ansiedlung zwei neue Wasserfiltersysteme installiert. Damit haben die rund 4.000 Bewohnerinnen und Bewohner erstmals Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zusätzlich errichteten die Einsatzteams zwei Cholera-Behandlungsstationen, in denen die unbehandelt lebensgefährliche Krankheit mithilfe einer einfachen oralen Rehydrationslösung schnell und kostengünstig behandelt werden kann.
Die Einsatzkräfte von Arbeiter-Samariter-Bund und Apotheker ohne Grenzen schulten im Anschluss Freiwillige aus den Gemeinden und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden im Weiterbetrieb der Cholera-Station und der Wartung der Wasserfilter sowie in Hygiene- und Präventionsmaßnahmen - für einen nachhaltigen Erfolg des Nothilfe-Einsatzes. Parallel leisten die vor Ort angelaufenen Impfmaßnahmen der WHO einen wichtigen Beitrag, das Infektionsgeschehen weiter unter Kontrolle zu bringen.
"Ein äußerst effektives Pilotprojekt"
Die Gefahr von Extremwetterereignissen steigt weltweit aufgrund des Klimawandels - und damit auch das Risiko langanhaltender Choleraausbrüche. Daher entschied sich die Gemeinschaft deutscher Emergency Medical Teams (EMT) erst im vergangenen Jahr dazu, eine rasch einsatzfähige Cholera-Einheit aufzubauen. Ziel ist es, die örtliche Gesundheitsversorgung während eines Choleraausbruchs zu entlasten und durch frühzeitige Behandlung schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden.
Dieses Konzept wurde nun zum ersten Mal durch den ASB in Kooperation mit Apotheker ohne Grenzen in der Praxis erprobt - mit Erfolg. "Der Einsatz war ein äußerst effektives Pilotprojekt" sagt Arielle Kaim von der Universität Tel Aviv, die das Projekt aus wissenschaftlicher Perspektive begleitete. Die Expertin für Katastrophenmedizin zeigt sich "besonders beeindruckt, wie eine Pilotinitiative nur wenige Monate nach der Schulung des Teams so effektiv in einem realen Kontext umgesetzt wurde."
Den finanziellen Aufwand von rund 50.000 Euro für das Projekt leistete der ASB aus Eigenmitteln der Aktion Deutschland Hilft, deren Mitglied die Organisation ist. Für die Weiterführung der Maßnahmen und zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheitssituation in Mosambik bitten der ASB und AoG indes weiterhin um Spenden. Denn auch wenn die Neuerkrankungen in der Provinz Tete langsam zurückgehen, hält der Cholera-Ausbruch in Mosambik nach wie vor an.
Spendenkonto:
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
Bank: SozialBank
IBAN: DE84 3702 0500 0007 0607 05
BIC: BFSWDE33XXX
Interviewangebot
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte stammen aus mehreren Bundesländern - Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg und Bayern - und berichten aus erster Hand über:
- fachliche Einschätzung zum Cholera-Infektionsgeschehen
- Einblicke in den ehrenamtlichen Einsatz in der internationalen Nothilfe
- Herausforderungen in der Katastrophenhilfe
Über den ASB
Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB) ist eine politisch und konfessionell unabhängige Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation. Der ASB engagiert sich seit mehr als 135 Jahren für Menschen in Not - in Deutschland und weltweit. Zu den Aufgaben des ASB gehören unter anderem Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz, Pflege, Soziale Dienste sowie humanitäre Hilfe im Ausland. Die ehrenamtlichen First Assistance Samaritan Teams (FAST) sind ein Soforthilfeinstrument der ASB-Auslandshilfe und leisten in internationalen Notsituationen Hilfe. Seit 2017 ist FAST als Emergency Medical Team (EMT) Type 1 durch die Weltgesundheitsorganisation klassifiziert.
Über Apotheker ohne Grenzen
Seit über 25 Jahren setzt sich Apotheker ohne Grenzen weltweit für Menschen und ihre Gesundheit ein. Die international tätige Hilfsorganisation trägt mit ihrer pharmazeutischen Fachkompetenz zu einer nachhaltigen Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen in Not bei. Sie leistet schnelle, flexible und wirkungsvolle Nothilfe nach Katastrophen und unterstützt Menschen in langfristigen Projekten weltweit. Apotheker ohne Grenzen arbeitet eng mit lokalen sowie internationalen Partnerorganisationen zusammen.
Pressekontakt:
Diana Zinkler
Fachbereichsleitung Kommunikation und Public Affairs
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
Telefon: 030/2325786-122
Mobil: 0152/247 552 09
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