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MÄRKTE EUROPA/Mit weiter steigendem Ölpreis fallen die Aktienkurse

DJ MÄRKTE EUROPA/Mit weiter steigendem Ölpreis fallen die Aktienkurse

DOW JONES--Nach einem Start im Plus liegen die Indizes an den europäischen Aktienmärkten am Freitagmittag wieder in negativem Terrain - und das teils deutlich. Damit setzt sich das Muster der vergangenen Tage fort, der Ölpreis gibt den Takt vor, weil damit Sorgen vor einer Stagflation einhergehen, also Inflation bei gleichzeitiger Wirtschaftsflaute. Aktuell kostet das Barrel Brent gut 89 Dollar, das sind über 4 Prozent mehr als am Vortag und ist zugleich der höchste Stand seit Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten.

Der DAX verliert 0,8 Prozent auf 23.624 Punkte, der Euro-Stoxx-50 handelt 1,1 Prozent im Minus. Der Dollar ist in seiner Funktion als sicherer Hafen gesucht, der Euro kommt entsprechend auf 1,1561 Dollar zurück. Auch der Franken zieht an. Beim Gold tut sich dagegen wenig.

Am Anleihenmarkt steigen die Renditen im Fahrwasser des Ölpreisanstiegs weiter. Die deutsche Zehnjahresrendite ist seit Ausbruch des Krieges um rund 20 Basispunkte auf 2,85 Prozent gestiegen. An den Zinsmärkten wird nicht mehr damit gerechnet, wie noch Ende vergangener Woche, dass der nächste Schritt der EZB eine Zinssenkung sein wird, sondern eine Zinserhöhung angesichts des zu erwartenden Inflationsanstiegs.

"Wir glauben daher, dass Abwarten derzeit der beste Ansatz ist", raten die Analysten von Citi Investoren am Aktienmarkt. "Letztendlich bedarf es eines Höchststandes beim Ölpreis für eine Entwarnung."

Der Konflikt im Nahen Osten geht derweil weiter. Israel startete eine weitere Welle von Angriffen auf Teheran und traf zudem Kommandozentralen der Hisbollah in Beirut, während der Iran weitere Raketen in Richtung Israel abfeuerte und sein nördliches Nachbarland Aserbaidschan angriff.

Am Nachmittag steht der US-Arbeitsmarktbericht für Februar auf der Agenda. Er hat oft eine Impulswirkung für die Aktienmärkte, die dieses mal wegen des Krieges und das Ölpreisanstiegs aber geringer ausfallen könnte. Eine höher als erwartet ausfallende Zahl an neu geschaffenen Stellen könnte "die Sorgen um das US-Wachstum lindern, selbst wenn Abwärtsrisiken durch einen anhaltenden globalen Energiepreisschock bestehen bleiben", so Goldman Sachs.

Lanxess-Aktie stürzt ab

Die Aktie von Lanxess stürzt um fast 18 Prozent ab, weil das Unternehmen Anteile an dem mit dem Finanzinvestor Advent betriebenen Gemeinschaftsunternehmen Envalior nicht wie geplant dieses Jahr verkaufen kann. Grund ist, dass Advent die von Lanxess im September angedienten Anteile nicht übernehmen wird, wozu sich Advent auf seinen vertraglich festen Finanzierungsvorbehalt beruft. Geplant war eigentlich, dass Lanxess für rund 1,2 Milliarden Euro aus dem Gemeinschaftsunternehmen aussteigt.

Im DAX knicken Infineon um 5,7 Prozent ein. Die Analysten der UBS haben ihre Empfehlung auf "Hold" von "Buy" gesenkt. Zwar sei der mittelfristige Ausblick von Infineon positiv, mehrere neue Risiken begrenzten aber das weitere Aufwärtspotenzial.

Heidelberg Materials legt ein Zementwerk in Paderborn angesichts der schwachen Baunachfrage still. Die Aktie verbilligt sich um 2 Prozent.

Lufthansa geben nach Geschäftszahlen 1 Prozent ab. Die Airline hat im vergangenen Jahr den höchsten Umsatz ihrer Konzerngeschichte erzielt und ihr operatives Ergebnis zweistellig gesteigert. Der Cashflow fiel deutlich besser aus als prognostiziert. Die Prognose für 2026 falle vorerst robust aus, doch der Nahost-Konflikt habe die Unsicherheit für den Ausblick erhöht, kommentierten die Analysten von JP Morgan. Das Unternehmen habe für 2026 eine deutliche Ergebnissteigerung in Aussicht gestellt, was bei Lufthansa einer Steigerung des operativen Ergebnisses um mehr als 10 Prozent entspreche.

Für den Kurs von Eckert & Ziegler geht es um knapp 1 Prozent aufwärts. Die Aktionäre des Medizintechnikunternehmens sollen für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 22 Cent je Anteilsschein bekommen, bereinigt sind das 5 Cent mehrt als im Vorjahr.

In Zürich geht es für Roche um 2,8 Prozent nach unten, in Kopenhagen stürzen Zealand um 34 Prozent ab, nachdem ein experimentelles Adipositas-Medikament, das gemeinsam mit Zealand Pharma entwickelt wurde, in einer klinischen Studie der mittleren Phase die Erwartungen an die Wirksamkeit verfehlte.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.719,99  -1,1   -62,90    5.782,89    16,8 
Stoxx-50    4.994,63  -0,9   -42,97    5.037,60    11,9 
DAX      23.624,04  -0,8  -191,71    23.815,75    19,9 
MDAX      29.542,81  -0,5  -146,15    27.039,42    15,3 
TecDAX     3.621,45  -1,1   -41,92    3.091,28    4,8 
SDAX      17.257,36  -0,2   -41,84    13.062,07    22,4 
CAC       7.972,05  -0,9   -73,75    8.045,80    10,0 
SMI      13.099,46  -1,5  -198,84    13.298,30    11,4 
ATX       5.421,90  -0,3   -15,42    5.437,32    38,3 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:12 
EUR/USD      1,1558  -0,4  -0,0049     1,1607   1,1578 
EUR/JPY      182,67  -0,1  -0,2000     182,87  182,5300 
EUR/CHF      0,904  -0,3  -0,0023     0,9063   0,9057 
EUR/GBP      0,8678  -0,1  -0,0011     0,8689   0,8691 
USD/JPY      158,03  +0,3   0,4600     157,57  157,6400 
GBP/USD      1,3317  -0,3  -0,0038     1,3355   1,3317 
USD/CNY      6,9042  +0,2   0,0130     6,8912   6,8912 
USD/CNH      6,9184  +0,0   0,0016     6,9168   6,9126 
AUS/USD      0,6998  -0,1  -0,0008     0,7006   0,7002 
Bitcoin/USD  70.091,99  -1,5 -1.050,22    71.142,21 71.158,74 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     85,52  +5,6    4,51      81,01 
Brent/ICE     89,41  +4,7    4,00      85,41 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.090,54  +0,3   13,95    5.076,59 
Silber       82,34  +0,2    0,17      82,17 
Platin     2.123,96  +0,1    2,21    2.121,75 
 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/gos

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March 06, 2026 07:57 ET (12:57 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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