DJ MÄRKTE USA/Öl-Preisanstieg und schwache US-Arbeitsmarktdaten setzen Wall Street zu
DOW JONES--Weiter nach unten ging es mit den Kursen an den US-Börsen am Freitag. Zum jüngsten starken Belastungsfaktor, dem Krieg im Nahen Osten mit den in der Folge stark steigenden Ölpreisen, kommen nun noch Konjunktursorgen hinzu. Der US-Arbeitsmarktbericht für Februar offenbarte entgegen der Erwartung eines Stellenzuwachses um 50.000 einen Stellenabbau um 92.000. Das schürt die zuletzt bereits zunehmenden Sorgen vor einer Stagflation und bringt die US-Notenbank in ein Dilemma. Auf die schwachen Arbeitsmarktdaten und den Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,4 von 4,3 Prozent müsste sie eigentlich mit Zinssenkungen reagieren, die vom Ölpreisanstieg ausgehende Inflationsgefahr erfordert dagegen eher höhere Zinsen.
Die Ölpreise stiegen weiter stark an, Brent um 8 Prozent auf 92,27 Dollar. Die US-Sorte WTI verteuerte sich sogar um 12 Prozent. Das sind die höchsten Niveaus seit Ausbruch des Krieges am vergangenen Wochenende. Hintergrund ist, dass kaum noch Öl durch die von Iran kontrollierte Straße von Hormus kommt. Das führt dazu, dass Ölförderer wie Kuwait die Produktion drosseln müssen, weil sie keine Lagerkapazitäten mehr für das aufgestaute Öl haben.
Aus Katar kam eine Warnung in der "Financial Times", wonach alle Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion innerhalb weniger Wochen einstellen könnten. Macquarie schließt nicht, dass der Ölpreis auf 150 Dollar oder höher steigen könnte, sollte die Straße von Hormus für längere Zeit geschlossen bleiben.
Zusätzlich Verunsicherung und Sorgen vor einem sich länger hinziehenden Krieg schürten Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der offenbar eine "bedingungslose Kapitulation" des Irans will.
Der Dow-Jones-Index schloss 1 Prozent niedriger bei 47.501 Punkten. Für den breiten S&P-500 ging es um 1,3 Prozent abwärts, der Nasdaq-Composite gab 1,6 Prozent nach. An der Nyse wurden 598 (Donnerstag: 716) Kursgewinner gesehen, denen 2.175 (2.070) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 44 (56) Titel.
Am Anleihemarkt gaben die Renditen nach den schwachen Arbeitsmarktzahlen nach, nachdem sie an den Vortagen kräftig gestiegen waren. Die Zehnjahresrendite sank um 1 Tick auf 4,14 Prozent. Der Dollar zeigte sich unverändert, nachdem er zuletzt von seiner Rolle als sicherem Hafen profitiert hatte. Der Euro stand zu Börsenschluss bei 1,1612 Dollar, hatte teilweise aber unter 1,1550 notiert.
Marvell-Aktie im Hausse-Modus
Auf Unternehmensseite hat das Halbleiterunternehmen Marvell Technology starke Quartalsgewinne gemeldet, angetrieben durch die Nachfrage nach KI. Dazu wartete Marvell mit einer optimistischen Umsatzprognose auf. Für die Aktie ging es um 18,2 Prozent nach oben.
Die Warenhauskette Costco hat Quartalsergebnisse berichtet, die besser ausgefallen sind als erwartet. Die Aktie legte um 1,6 Prozent zu.
Gap fielen um 14,4 Prozent zurück. Bei dem Bekleidungsunternehmen belasteten rückläufige Umsätze der Athleta-Marke die Ergebnisse, der Quartalsgewinn verfehlte die Erwartungen.
Nike rechnet mit einer Belastung von 300 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Kostensenkungsmaßnahmen, einschließlich Stellenabbau. Im Januar hatte der Sportartikelhersteller angekündigt, etwa 775 Mitarbeiter oder 1 Prozent der Belegschaft zu entlassen. Der Kurs bewegte sich um 1,7 Prozent abwärts.
Boeing gewannen 4 Prozent nach einem Bloomberg-Bericht, laut dem China kurz davor steht, eine Bestellung bei dem US-Flugzeugproduzenten aufzugeben.
Die Blackrock-Aktie gab 7,2 Prozent nach. Der Asset Manager gab bekannt, die Rücknahmen für einen seiner Private-Credit-Fonds einzuschränken.
Guidewire Software hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr nach besser als erwarteten Ergebnissen für das zweite Quartal angehoben. Das Papier verteuerte sich um 5,1 Prozent.
Nutex Health brachen um 14,3 Prozent ein. Der Betreiber von Gesundheitseinrichtungen hat eine Belastung in Höhe von 55 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Schiedsgerichtsansprüchen verbuchen müssen.
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 47.501,55 -1,0 -453,19 47.954,74 S&P-500 6.740,02 -1,3 -90,69 6.830,71 NASDAQ Comp 22.387,68 -1,6 -361,31 22.748,99 NASDAQ 100 24.643,02 -1,5 -377,40 25.020,41 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,55 -0,05 3,63 3,52 5 Jahre 3,72 -0,02 3,78 3,68 10 Jahre 4,14 -0,01 4,19 4,11 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:12 EUR/USD 1,1612 +0,0 0,0005 1,1607 1,1578 EUR/JPY 183,32 +0,3 0,4500 182,87 182,5300 EUR/CHF 0,9017 -0,5 -0,0046 0,9063 0,9057 EUR/GBP 0,8665 -0,3 -0,0024 0,8689 0,8691 USD/JPY 157,86 +0,2 0,2900 157,57 157,6400 GBP/USD 1,3391 +0,3 0,0036 1,3355 1,3317 USD/CNY 6,8965 +0,1 0,0053 6,8912 6,8912 USD/CNH 6,9052 -0,2 -0,0116 6,9168 6,9126 AUS/USD 0,7023 +0,2 0,0017 0,7006 0,7002 Bitcoin/USD 68.154,33 -4,2 -2.987,88 71.142,21 71.158,74 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 90,83 +12,1 9,82 81,01 Brent/ICE 92,27 +8,0 6,86 85,41 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 5.162,38 +1,7 85,79 5.076,59 Silber 84,17 +2,4 2,00 82,17 Platin 2.130,75 +0,4 9,00 2.121,75
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March 06, 2026 16:20 ET (21:20 GMT)
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