FRANKFURT (dpa-AFX) - Für die europäischen Anleger gibt es nach dem Wochenende ein böses Erwachen. Wegen der weiter zugespitzten Lage im Nahen Osten und einer Ölpreisrally ist der Dax am Montag im frühen Handel nochmals deutlich unter Druck geraten. Im Fokus steht, dass der Iran mit dem Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei einen neuen obersten Führer bestimmt hat. Ein schnelles Ende des Kriegs und eine Normalisierung der Ölproduktion in der Region bleibt nicht absehbar.
Der Leitindex Dax sackte in den Anfangsminuten um 2,6 Prozent auf 22.974 Punkte ab. Damit war der Einbruch nicht ganz so massiv wie es im vorbörslichen Handel aussah, als Indikationen schon im Bereich von 22.700 Punkten gelegen hatten. In einem Bericht der "Financial Times" wird darüber spekuliert, ob die Situation durch die Freigabe von Ölreserven beruhigt werden könnte. Der Dax sackte unter die Marke von 23.000 Punkten. Kurzzeitig erreichte er ein Tief seit Mai 2025.
Der MDax der mittelgroßen Werte fiel am Montag um 2,8 Prozent auf 28.664 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte auch fast drei Prozent ein./tih/nas
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