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XETRA-SCHLUSS/DAX leichter - Ölpreise geben Richtung vor

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX leichter - Ölpreise geben Richtung vor

DOW JONES--Klar erholt von den Tagestiefs, aber mit einem Minus hat der deutsche Aktienmarkt am Montag den Handel beendet. Dabei stand der deutsche Leitindex ganz im Bann der Ölpreise. Vor dem Hintergrund der anhaltenden beiderseitigen militärischen Gewalt im Iran-Krieg schossen diese phasenweise um bis zu 30 Prozent nach oben. Der zuvor bereits stark gestiegene Preis der Nordseesorte Brent erreichte in der Spitze knapp 120 Dollar. Im Verlauf beruhigte sich die Lage aber wieder deutlich, der Preis lag zuletzt 99,75 Dollar - ein Tagesplus von 7,6 Prozent.

Die haussierenden Energiepreise, aber auch Sorgen vor Störungen der Lieferketten schürten Stagflationsängste, zumal den Zentralbanken in einem solchen Szenario weitgehend die Hände gebunden sind. An den Märkten wurden die Erwartungen an Zinssenkungen daher zunehmend ausgepreist. Laut Medienberichten wollen die Finanzminister der G7-Staaten noch am Montag zusammenkommen, um über eine Freigabe der strategischen Ölreserven zu sprechen.

Der DAX verlor 0,8 Prozent auf 23.409 Punkte. Im Tagestief hatte der Index schon bei 22.928 Punkten gelegen. Solange die Straße von Hormus "dicht" ist, gibt es nach Einschätzung des Vermögensverwalters QC Partners praktisch keine Hoffnung auf einen Rückgang des Ölpreises. Viele Golfstaaten hätten ihre Produktionsmengen bereits massiv gedrosselt. Vom produzierten Öl komme ohne die Straße von Hormus deutlich weniger nach Asien und Europa. "Statistiken zeigen: Kein einziger Öltanker hat die Straße von Hormus während der vergangenen sieben Tage in Richtung Westen passiert. Das gab es noch nie seit Beginn der Datenerhebung", so die QC-Experten.

Derweil wurde Mojtaba Khamenei zum Nachfolger seines getöteten Vaters Ali Khamenei als neuer Oberster Führer des Iran ernannt. Das deutet auf eine Fortsetzung der Politik der Hardliner hin und mithin auf einen längeren Krieg. Zugleich gibt es seitens der USA keinerlei Anzeichen für eine Einlenken. US-Präsident Donald Trump will offenbar eine "bedingungslose Kapitulation" des Iran und schloss auch einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen nicht aus. Den explodierenden Ölpreis stuft er derweil als "kleinen Preis ein, den es zu zahlen gilt".

Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg spielten in dem Umfeld keine Rolle genauso wenig wie sehr schwache Auftragseingänge der deutschen Industrie. Diese sind im Januar eingebrochen.

Die Aktien von Luftfahrtgesellschaften wurden im Handel als Hauptverlierer des eskalierenden Krieges im Nahen Osten gesehen. Diese würden gleich von zwei Seiten in die Zange genommen: einerseits durch die erheblichen Einschränkungen des Flugverkehrs und andererseits durch den historisch rapiden Ölpreisanstieg. Lufthansa verloren 6,4 Prozent. Für die Reise-Aktie Tui ging es um 4,4 Prozent nach unten.

Im DAX schlossen Gea mit einem Minus von 2,1 Prozent, nach Vorlage endgültiger Geschäftszahlen. Diese enthielten nichts Überraschendes, das gelte auch für den Ausblick, hieß es. Die Aktionäre sollen für 2025 eine um 15 Cent höhere Dividende von 1,30 Euro je Aktie bekommen.

In einem sehr schwierigen Umfeld für die Börsen, fiel das Debüt von Gabler eher durchwachsen aus. Die Aktie des U-Boot-Zulieferers schloss bei 43,80 Euro - ein Minus von 0,5 Prozent zum Emissionspreis von 44 Euro. Im Tageshoch hatte die Aktie allerdings schon bei 49,20 Euro gelegen.

=== 
INDEX                  zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX                  23.409,37 -0,8%   -3,7% 
DAX-Future              23.428,00 -1,0%   -4,4% 
XDAX                 23.414,99 -1,0%   -3,8% 
MDAX                 28.873,18 -2,1%   -3,7% 
TecDAX                 3.565,41 -1,2%   -0,4% 
SDAX                 16.871,74 -2,1%   +0,3% 
zuletzt                +/- Ticks 
Bund-Future               126,96   -1 
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 09, 2026 12:58 ET (16:58 GMT)

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