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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

US-Präsident Donald Trump hat auf die drastisch gestiegenen Ölpreis reagiert. Er stellte am Montagabend ein schnelles Ende des Iran-Krieges in Aussicht, worauf die Ölpreise die zuvor bereits zu beobachtende Abwärtsbewegung von den extremen Tageshochs am frühen Morgen nochmals beschleunigten. "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan", das Hauptrisiko sei vorbei. Auf einen konkreten Zeitpunkt legte sich Trump aber nicht fest.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

07:30 SA/Saudi Arabian Oil Co (Saudi Aramco), Jahresergebnis

21:05 US/Oracle Corp, Ergebnis 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  15:00 NAR, Verkauf bestehender Häuser Februar 
     PROGNOSE: -1,3% gg Vm 
     zuvor:  -8,4% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    6.792,25  -0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100  24.964,25  -0,1 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.692,60  +1,1 
Topix-500 (Tokio)      3.664,28  +2,5 
Kospi (Seoul)        5.093,54  +5,4 
Shanghai-Composite      4.115,99  +0,5 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.875,02  +1,8 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Fallende Ölpreise verhelfen am Dienstag den Aktienmärkten in Ostasien und Australien zu einer Erholung. Am Montag waren die Börsen der Region teils regelrecht eingebrochen, nachdem die Ölpreise in der Spitze um bis zu 30 Prozent nach oben geschossen waren, was Konjunktur- und Inflationssorgen schürte. Allerdings sagte US-Präsident Donald Trump im späteren Tagesverlauf, dass der Krieg im Iran "sehr bald" beendet sein könnte, denn die militärische Operation schreite rascher voran als geplant. Auch konzentrierten sich die USA darauf, dass die Welt weiter mit Energie und Öl versorgt werde. Das führte einen Stimmungswechsel herbei. Gesucht sind Aktien aus Branchen, die besonders unter steigenden Ölpreisen leiden, darunter Fluggesellschaften. Cathay Pacific verteuern sich in Hongkong um 4,4 Prozent und Japan Airlines in Tokio um 2,1 Prozent. Korean Air Lines springen in Seoul um 8,3 Prozent nach oben. Nach Vorlage starker Geschäftszahlen verbessern sich die Aktien des Tesla-Zulieferers Contemporary Amperex Technology (CATL) in Shenzhen um 5,2 Prozent.

WALL STREET

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      47.740,80  +0,5  +239,25    47.501,55 
S&P-500     6.795,99  +0,8   +55,97    6.740,02 
NASDAQ Comp  22.695,95  +1,4  +308,27    22.387,68 
NASDAQ 100   24.967,25  +1,3  +324,23    24.643,02 
 
Umsatzdaten 
           Montag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,43 Mrd  1,32 Mrd 
Gewinner       1.232    606 
Verlierer      1.540   2.174 
Unverändert       70     57 
 

Freundlich - Nachdem US-Präsident signalisiert hatte, der Iran-Krieg könne bald vorüber sein, beschleunigten die Ölpreise ihre Abwärtsbewegung nochmals, nachdem sie zuvor bereits sehr deutlich von den extremen jüngsten Hochs am frühen Montag zurückgekommen waren. Entsprechend positiv reagierten die Börsen und drehten ins Plus, nachdem sie zuvor im Minus gelegen hatten. Ölaktien wie Chevron drehten noch knapp ins Minus, nachdem die Ölpreisrally zuvor noch gestützt hatte. Dagegen erholten sich die Aktien von US-Fluggesellschaften mit der Entspannung der Ölpreise. United Airlines, Delta Air Lines, American Airlines und Southwest zogen um bis zu 3,6 Prozent an. Hims & Hers haussierten um 40,9 Prozent. Novo Nordisk kooperiert mit dem Telemedizinunternehmen beim Vertrieb seiner Abnehmmedikamente und beendet damit einen Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen. Live Nation Entertainment kletterten um 6,2 Prozent nach Schlagzeilen über die Beilegung eines wichtigen Rechtsstreits. Vertiv gewannen 9,5 Prozent mit der Nachricht, in den S&P-500 aufzusteigen. Dies galt auch für Lumentum (+14,7%), Echostar (+3,5%) sowie Coherent (+7,1%).

USA - ANLEIHEN

Ölpreisbedingte Inflationssorgen und Konjunkturängste hielten sich in etwa die Waage. Dass letztlich die Renditen doch nachgaben, wurde mit den deutlich gesunkenen Ölpreisen erklärt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um 3 Basispunkte auf 4,10 Prozent - begünstigt durch die gefallenen Ölpreise.

DEVISENMARKT

DEVISEN   zuletzt +/- %   00:00  Mo, 8:40 Uhr % YTD 
EUR/USD    1,1633  -0,0   1,1636     1,1559  -1,0 
EUR/JPY    183,30  -0,1   183,43     183,20  -0,4 
EUR/GBP    0,8644  -0,1   0,8656     0,8666  -0,8 
USD/JPY    157,55  -0,1   157,64     158,46  0,6 
USD/KRW   1.467,40  +0,4  1.461,31    1.491,52  1,9 
USD/CNY    6,8801  -0,4   6,9066     6,9131  -1,6 
USD/CNH    6,8825  -0,0   6,8850     6,9185  -1,3 
USD/HKD    7,8237  +0,0   7,8207     7,8151  0,5 
AUD/USD    0,7093  +0,3   0,7073     0,7004  6,3 
NZD/USD    0,5925  -0,1   0,5932     0,5887  2,9 
BTC/USD  70.005,90  +1,5 69.000,47    67.366,78 -20,2 
 

Mit der Entspannung bei den Ölpreisen drehte der Dollar ins Minus - der Dollarindex ermäßigte sich um 0,2 Prozent. Zuvor war der Greenback als Fluchthafen in Krisenzeiten gesucht gewesen.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle   zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    5.174,89  +0,7   37,98    5.136,91 
Silber     88,77  +2,0    1,76      87,01 
Platin   2.190,60  +0,4    8,46    2.182,14 
 

Beim Gold tat sich wenig, das Edelmetall verbilligte sich um 0,5 Prozent.

ÖL

ROHOEL    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   89,53  -5,5   -5,24      94,77 
Brent/ICE   93,47  -5,6   -5,49      98,96 
 

Nach einer Hausse im asiatisch dominierten Geschäft am frühen Montag kamen die Ölpreise immer weiter zurück. Dazu trug auch ein avisiertes Treffen der G7- bei, bei dem über die Freigabe strategischer Ölreserven gesprochen werden sollte. Für weiteren Abwärtsdruck sorgte dann US-Präsident Trump mit der Aussage, dass der Iran-Krieg schon bald vorbei sein könne. Am Ende des Tages kostete die Ölsorte Brent knapp 90 Dollar, etwa 3 Prozent weniger als am Freitag. Im asiatisch dominierten Geschäft am Dienstag liegt der Preis wieder etwas höher.

MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR

EXPORTE CHINA

Die Exporte Chinas sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres wesentlich stärker als erwartet gestiegen und unterstreichen damit ihre Rolle als wichtige Wachstumssäule für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Die Ausfuhren kletterten im Zeitraum Januar bis Februar im Vergleich zum Vorjahr um 21,8 Prozent, wie die Allgemeine Zollverwaltung mitteilte. Vom Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten das Wachstum dagegen lediglich auf 7,0 Prozent geschätzt. Im Dezember hatten die Exporte um 6,6 Prozent zugelegt.

WIRTSCHAFTSWACHSTUM JAPAN

Stärker als erwartet getätigte Investitionen trieben das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Japans im vierten Quartal auf annualisierter Basis um 1,3 Prozent nach oben, verglichen mit vorläufig geschätzten 0,2 Prozent Wachstum. Im Quartalsvergleich wuchs die Wirtschaft um 0,3 Prozent. Die revidierten Daten dürften die Haltung der Bank of Japan (BoJ) stützen, die geldpolitischen Rahmenbedingungen weiter zu straffen, auch wenn die durch die Spannungen im Nahen Osten ausgelöste Unsicherheit eine gewisse Unvorhersehbarkeit mit sich bringt.

WIRTSCHAFTSWACHSTUM SÜDKOREA

- BIP 2025 revidiert +1,0% (vorläufig: +1,0%) gg Vorjahr

- BIP 4Q revidiert +1,6% (vorläufig: +1,5%) gg Vorjahr

- BIP 4Q revidiert -0,2% (vorläufig: -0,3%) gg Vorquartal

CONTEMPORARY AMPEREX TECHNOLOGY (CATL)

Der weltgrößte Hersteller von Batterien für Elektrofahrzeuge hat die Gewinnerwartungen für 2025 übertroffen, und das trotz höherer Lithiumpreise und einer abkühlenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in China. Der Jahresnettogewinn belief sich auf 72,20 Milliarden Yuan bei einem Umsatz von 423,70 Milliarden Yuan. Die Konsenserwartung von Visible Alpha hatte einen Jahresgewinn von 68,43 Milliarden Yuan und einen Umsatz von 430,45 Milliarden Yuan prognostiziert.

HEWLETT PACKARD ENTERPRISE

hat ein durchwachsenes erstes Quartal verzeichnet, da ein Sprung bei den Einnahmen im Netzwerkgeschäft eine Verlangsamung bei den Umsätzen in den Bereichen Cloud und KI ausglich. Der Server- und Cloud-Software-Konzern meldete für das Quartal einen Gewinn von 423 Millionen US-Dollar oder 31 Cent je Aktie verglichen mit 598 Millionen Dollar oder 44 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 65 Cent und damit über den von Analysten erwarteten 59 Cent. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 9,30 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Umsatz von 9,35 Milliarden Dollar prognostiziert.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/gos/cln

(END) Dow Jones Newswires

March 10, 2026 02:46 ET (06:46 GMT)

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Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

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