TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG/SYDNEY (dpa-AFX) - Die asiatisch-pazifischen Börsen haben sich am Dienstag von den Verlusten am Vortag etwas erholt. Dabei verzeichneten die zu Wochenbeginn abgestürzten Märkte Japan und Südkoreas starke Zuwächse, ohne allerdings die vorherigen Verluste aufzuholen.
Der japanische Leitindex Nikkei 225 zog um 2,88 Prozent auf 54.248,39 Punkte an, während der südkoreanische Kospi um über fünf Prozent kletterte. Sie reagierten damit auf die Entspannung beim Ölpreis, der den Rückgang vom Vorabend fortgesetzt hatte. US-Präsident Donald Trump hatte ein schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten in Aussicht gestellt. Japan und Südkorea sind stark von Ölimporten abhängig.
Marktteilnehmer warnten allerdings vor zu viel Optimismus. "Dennoch bleibt abzuwarten, wie der Iran auf die Ankündigungen von US-Präsident Trump reagieren wird", so Analystin Christina Henke vom Broker IG Markets. "Kommt es zu weiteren Angriffen auf die Ölinfrastruktur der Golfstaaten oder zu einem Einlenken Teherans. Im erst genannten Szenario könnte sich der Konflikt ungewollt verlängern."
Gewinne verzeichneten auch die chinesischen Börsen. Der Hang Seng der Sonderverwaltungszone Hongkong stieg um zwei Prozent auf 25.913,96 Punkte, der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen legte um 1,28 Prozent auf 4.674,76 Punkte zu. Zu der Erholung trugen neue Wirtschaftsdaten bei. Chinas Außenhandel hatte zum Jahresbeginn deutlich stärker zugenommen als erwartet. So waren die Exporte im Januar und Februar in US-Dollar berechnet um 21,8 Prozent verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum gestiegen. Analysten hatten vorab mit einem Zuwachs von etwas mehr als 7 Prozent bei den Ausfuhren in den ersten beiden Monaten des Jahres gerechnet. Die Marktstrategen der Deutschen Bank werten dies als Zeichen der Robustheit der chinesischen Wirtschaft trotz der US-Zollpolitik.
Der australische ASX schloss sich den Vorgaben der anderen Märkte an und legte 1,09 Prozent auf 8.692,59 Punkte zu./mf/stk
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