DJ MAKRO TALK/Jahresstart deutscher Industrie nicht fehlinterpretieren
Der verkorkste Jahresstart der deutschen Industrie sollte aus Sicht von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der liechtensteinischen VP Bank, nicht fehlinterpretiert werden. "Noch immer sind die Vorzeichen günstig für höhere gesamtwirtschaftliche Wachstumsraten. Die Auftragseingänge hatten zum Jahresende 2025 einen äußerst guten Lauf und in Anbetracht der öffentlichen Mittel für Rüstung und Infrastruktur werden sich die Auftragsbücher in den kommenden Monaten weiter füllen", schreibt er in einem Kommentar. Zwar würden nicht alle Industrien in gleichem Maße davon profitieren, für das Wachstum als gesamtes brächen aber bessere Zeiten an.
Für die Exportwirtschaft wird Gitzel zufolge entscheidend sein, ob sich die Zollkonflikt beruhigen und ob die Ölpreise fallen. "Höhere Energiekosten wären für das globale verarbeitende Gewerbe eine schwerwiegende Belastung. Eine daraus resultierende geringe Investitionsneigung würde gerade die deutsche Industrie deutlich treffen", warnt der Ökonom.
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March 10, 2026 04:02 ET (08:02 GMT)
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