NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Dienstag im US-Handel weiter über 1,16 US-Dollar notiert. Die Gemeinschaftswährung profitierte von einer allgemein besseren Stimmung an den Finanzmärkten, nachdem US-Präsident Donald Trump am Vortag ein schnelles Ende des Iran-Kriegs vage in Aussicht gestellt hatte.
Allerdings fiel der Kurs zuletzt unter seine Höchstkurse zurück, da die Zweifel an einem baldigen Ende des Krieges wieder wuchsen. Ein Euro kostete zuletzt 1,1630 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1641 (Montag: 1,1555) Dollar fest.
Am Montag hatte noch ein starker Anstieg der Energiepreise für Kursverluste an den Finanzmärkten gesorgt. Der Euro war zeitweise bis fast 1,15 Dollar zurückgefallen. Der Dollar wurde als Weltleitwährung und sicherer Hafen gesucht. Zudem sind die USA Nettoexporteur von Rohöl, während die Eurozone von Importen abhängig ist.
Bereits am Montag aber hatte im Tagesverlauf eine Kurserholung an den meisten Märkten eingesetzt. Sie wurde durch Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump verstärkt, der ein "sehr zeitnahes" Ende des Kriegs im Nahen Osten in Aussicht gestellt hatte. Allerdings machte Trump keine konkreten Angaben.
"Den Märkten war der Mangel an Details egal und sie setzten ihre Erholung fort", kommentierten Analysten der Dekabank. Allerdings wurde die Kriegshandlungen im Tagesverlauf unvermindert fortgesetzt. So meldete der Iran erneut schwere Luftangriffe. Die Vereinigten Staaten gäben nicht nach, "bis der Feind vollständig und endgültig besiegt" sei, machte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in Washington klar./la/mis
