(Neu: Weißes Haus dementiert Eskorte)
LONDON/WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Lage am Ölmarkt hat sich am Dienstag weiter entspannt. Allerdings schwankten die Preise gegen Abend auf niedrigerem Niveau deutlich. So hatte zunächst US-Energieminister Chris Wright auf der Plattform X mitgeteilt, dass die US-Marine erfolgreich einen Öltanker durch die Straße von Hormus eskortiert habe. Allerdings wurde dieser Tweet kurz darauf gelöscht. Kurz darauf dementierte US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt dann, dass es eine Eskorte gab.
Der Preis für Brent-Öl war zunächst auf gut 81 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gefallen, stieg dann aber wieder auf fast 88 Dollar. Das sind rund elf Prozent weniger als am Vortag.
Der Schiffsverkehr durch die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman war infolge des Krieges der USA und Israels gegen den Iran weitgehend erlahmt. Da dies eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öl- und Gastransport ist, waren die Preise für die Rohstoffe zwischenzeitlich stark gestiegen. Der Brent-Preis war in der Nacht zum Montag auf mehr als 120 Dollar geklettert. Zum Vergleich: Vor dem Beginn des Iran-Krieges hatte Brent knapp 73 Dollar gekostet.
Bereits am Montagabend hatte sich die Lage aber ein Stück weit entspannt, nachdem US-Präsident Donald Trump gegenüber dem US-Sender "CBS News" erklärt hatte, dass er ein zeitnahes Ende des Krieges gegen den Iran für möglich halte. Mit Blick auf die Straße von Hormus hatte Trump zudem betont, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu "übernehmen". Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren./mis/stw
