Hamburg (ots) -
Anna-Nicole Heinrich war 25 Jahre alt und studierte Philosophie, als sie im Mai 2021 eines der höchsten Ämter der Evangelischen Kirche übernahm: das Amt der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. "Ich konnte Sachen machen, die sich erfahrenere Leute nicht hätten erlauben können", sagt die heute 29-Jährige in der neuen Ausgabe des Magazins ZEIT CAMPUS. "Von jungen Menschen in großen Institutionen wird erwartet, dass sie wilder sind und noch nicht so systemblind; dass sie sagen, was ihnen auffällt." Vor ihr hatten die Politikerinnen Irmgard Schwaetzer und Katrin Göring-Eckardt das Amt inne.
Anna-Nicole Heinrich wuchs in einer bayerischen Kleinstadt auf und zog fürs Studium ins 30 Kilometer entfernte Regensburg. "Ich komme aus einer Familie, wo es nicht möglich war, nach München oder Hamburg zu gehen und 800 Euro für ein WG-Zimmer auszugeben", erzählt sie. Ihr Vater arbeitet als Lkw-Fahrer, ihre Mutter ist technische Zeichnerin. "Ich habe das Kindergeld bekommen, habe im Sommer im Freibad gearbeitet und an den Wochenenden in unserer Dorfkneipe. Trotzdem war ich manchmal so pleite, dass ich Bücher aus dem Zu-verschenken-Schrank der Uni-Bibliothek auf Momox verkauft habe."
Im Interview spricht sie über ihre Fünfer-WG, Yoga als Kirchenkonkurrenz und über die Wehrpflicht. "Sich zu verteidigen, ist aus einer christlichen Grundhaltung heraus nicht zu verteufeln", sagt sie. "Die Friedensdebatte wird oft eingeteilt in Schwarz und Weiß, in radikale Pazifisten und Mörder. Dabei kann der Gang zur Bundeswehr wie auch ein Freiwilligendienst ein Friedensdienst sein."
Die aktuelle Ausgabe des Magazins ZEIT CAMPUS (2/26) mit dem Titel "Akademiker" ist ab morgen im Handel und hier (https://shop.zeit.de/navigation/018e85fa768a781a899126a079ee360d) erhältlich.
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Anna-Nicole Heinrich war 25 Jahre alt und studierte Philosophie, als sie im Mai 2021 eines der höchsten Ämter der Evangelischen Kirche übernahm: das Amt der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. "Ich konnte Sachen machen, die sich erfahrenere Leute nicht hätten erlauben können", sagt die heute 29-Jährige in der neuen Ausgabe des Magazins ZEIT CAMPUS. "Von jungen Menschen in großen Institutionen wird erwartet, dass sie wilder sind und noch nicht so systemblind; dass sie sagen, was ihnen auffällt." Vor ihr hatten die Politikerinnen Irmgard Schwaetzer und Katrin Göring-Eckardt das Amt inne.
Anna-Nicole Heinrich wuchs in einer bayerischen Kleinstadt auf und zog fürs Studium ins 30 Kilometer entfernte Regensburg. "Ich komme aus einer Familie, wo es nicht möglich war, nach München oder Hamburg zu gehen und 800 Euro für ein WG-Zimmer auszugeben", erzählt sie. Ihr Vater arbeitet als Lkw-Fahrer, ihre Mutter ist technische Zeichnerin. "Ich habe das Kindergeld bekommen, habe im Sommer im Freibad gearbeitet und an den Wochenenden in unserer Dorfkneipe. Trotzdem war ich manchmal so pleite, dass ich Bücher aus dem Zu-verschenken-Schrank der Uni-Bibliothek auf Momox verkauft habe."
Im Interview spricht sie über ihre Fünfer-WG, Yoga als Kirchenkonkurrenz und über die Wehrpflicht. "Sich zu verteidigen, ist aus einer christlichen Grundhaltung heraus nicht zu verteufeln", sagt sie. "Die Friedensdebatte wird oft eingeteilt in Schwarz und Weiß, in radikale Pazifisten und Mörder. Dabei kann der Gang zur Bundeswehr wie auch ein Freiwilligendienst ein Friedensdienst sein."
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