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MÄRKTE EUROPA/Erneut gestiegene Ölpreise belasten Börsen

DJ MÄRKTE EUROPA/Erneut gestiegene Ölpreise belasten Börsen

DOW JONES--Zur Wochenmitte haben die europäischen Aktienmärkte unter Druck gestanden. Weiterhin zeichnete sich keine Deeskalation im Iran-Krieg ab. Aber vor allem die erneut gestiegenen Ölpreise drückten auf das Sentiment - obwohl die Internationale Energieagentur (IEA) wegen der Lage im Nahen Osten eine Rekordmenge an Ölreserven freigeben hatte. Für Brent-Öl ging es dennoch um 4,9 Prozent auf 92,12 Dollar je Barrel nach oben.

Die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl übersteigt die 182 Millionen Barrel, die 2022 an den Markt kamen, als Russland den Krieg gegen die Ukraine vom Zaun brach. Die Freigabe strategischer Ölreserven ist am Markt anscheinend bereits eingepreist, so Ökonom David Fyfe von Argus. "Die Wirksamkeit strategischer Reserven zur Beruhigung der Preise hängt letztlich von der Dauer der Schließung der Straße von Hormus ab, da die Freigabe von Reserven (...) eine vorübergehende und kurzfristige Maßnahme ist", so der Chefökonom.

Der DAX verlor 1,4 Prozent auf 23.640 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,7 Prozent auf 5.795 Punkte abwärts. Die US-Verbraucherpreise für Februar setzten vor dem aktuellen Hintergrund keinen Impuls. Der Inflationsdruck in den USA war im Februar wie erwartet stabil geblieben. Die Daten entsprachen den Erwartungen der Ökonomen.

Bei den Einzelwerten fielen Rheinmetall nach Zahlenausweis um 8,0 Prozent. Die hohe Wehrtechniknachfrage hat dem Unternehmen vergangenes Jahr ein hohes Umsatzplus von 29 Prozent beschert, was dennoch die Erwartung nicht ganz erfüllte. Das operative Ergebnis kletterte überproportional zu den Erlösen, die Gewinnrendite stieg zwar auf 18,5 Prozent, jedoch hatten Analysten mit 19,0 Prozent etwas mehr erwartet. Die Aktionäre sollen aber dennoch eine deutlich höhere Dividende erhalten. Auch andere Rüstungsaktien wurden verkauft. In Mailand verloren Leonardo 3,2 Prozent.

Die Henkel-Aktie büßte 2,8 Prozent ein. Der Konsumgüterhersteller hatte im vergangenen Jahr trotz eines starken Schlussquartals nur ein verhaltenes Wachstum erzielt und die eigene Prognose sowie die Markterwartung verfehlt. Für das laufende Jahr stellte der Konzern wieder ein stärkeres Wachstum in Aussicht.

Die Aktie der Porsche AG gewann 6,1 Prozent nach endgültigen Geschäftszahlen für 2025. Sie wurden als unter den Erwartungen liegend bezeichnet. Auch der Ausblick überzeugte nicht. In der Telefonkonferenz zu den Zahlen bekräftigte Porsche aber die mittelfristigen Ziele und will weiter Rentabilität den Vorrang vor Volumen geben.

In Madrid reagierten Inditex auf gute Quartalszahlen mit Aufschlägen von 0,5 Prozent. Das operative Ergebnis ist laut Jefferies 2 Prozent über den Konsensschätzungen ausgefallen. Der Modekonzern sei solide ins neue Jahr gestartet. Der Ausblick bewege sich im Rahmen der Markterwartungen.

Die Aktien von Wacker Chemie stiegen um 6,6 Prozent, nachdem das Chemieunternehmen für dieses Jahr höhere Gewinne prognostiziert hatte, da der Konzern auf Kostensenkungen setzt. Mit neuen Streikankündigungen büßte die Lufthansa-Aktie 1,6 Prozent ein. Gerresheimer fielen um 5,8 Prozent, im Tief war es um fast 20 Prozent nach unten gegangen. Das Unternehmen hat mitgeteilt, die Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschluss 2025 verschieben zu müssen. Die Verzögerung der Abschlüsse dürfte zudem voraussichtlich zu einem Ausschluss der Aktie aus dem SDAX führen.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.795       -0,73          0,79 
Stoxx-50       5.034       -0,55          2,92 
Stoxx-600        603       -0,59          2,35 
DAX         23.640       -1,37         -2,13 
FTSE-100 London   10.412       -0,56          4,84 
CAC-40 Paris     8.057       -0,19         -1,13 
AEX Amsterdam     1.002       0,05          5,37 
ATHEX-20 Athen    5.543       0,22          3,58 
BEL-20 Brüssel    5.248       -1,35          3,33 
BUX Budapest    124.570       -1,59         12,19 
OMXH-25 Helsinki   5.957       0,12          4,44 
OMXC-20 Kopenhagen  1.418       -0,22         -11,81 
PSI 20 Lissabon    9.024       0,58          9,20 
IBEX-35 Madrid    17.445       -0,53          0,79 
FTSE-MIB Mailand   45.202       -0,95          0,57 
OBX Oslo       1.840       0,62         15,16 
PX Prag        2.603       -0,51         -3,08 
OMXS-30 Stockholm   3.083       -0,77          6,92 
WIG-20 Warschau   121.879       -0,59          4,57 
ATX Wien       5.452       -0,33          2,37 
SMI Zürich      13.065       -0,82         -1,52 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:52 
EUR/USD     1,1570  -0,3  -0,0040     1,1610   1,1645 
EUR/JPY     183,78  +0,2  0,2900     183,49  183,5400 
EUR/CHF     0,9021  -0,2  -0,0015     0,9036   0,9046 
EUR/GBP     0,8626  -0,3  -0,0026     0,8652   0,8651 
USD/JPY     158,82  +0,5  0,7800     158,04  157,5900 
GBP/USD     1,3409  -0,1  -0,0007     1,3416   1,3460 
USD/CNY     6,8655  -0,2  -0,0111     6,8766   6,8766 
USD/CNH     6,8748  -0,1  -0,0050     6,8798   6,8680 
AUS/USD     0,715  +0,4  0,0031     0,7119   0,7156 
Bitcoin/USD 70.643,24  +0,6  392,33    70.250,91 70.909,87 
 
ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    87,01  +4,3   3,56      83,45 
Brent/ICE    92,12  +4,9   4,32      87,80 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     5.177,57  -0,3  -13,74    5.191,31 
Silber      85,32  -3,5   -3,08      88,40 
Platin    2.195,45  -0,2   -5,00    2.200,45 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

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March 11, 2026 13:16 ET (17:16 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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