DUBAI (dpa-AFX) - Der Wirtschaft im Nahen Osten entgehen wegen eines Einbruchs der Reisetätigkeit infolge des Iran-Kriegs nach Schätzung eines Branchenverbands aktuell Einnahmen von rund 600 Millionen US-Dollar (520 Millionen Euro) pro Tag. Durch die für den internationalen Flugverkehr bedeutenden Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi, Doha und Bahrain kämen normalerweise rund 526.000 Passagiere pro Tag, erklärte der in London ansässige Welttourismusverbands (WTTC). Seit Kriegsbeginn vor knapp zwei Wochen seien die Flughäfen geschlossen oder nur sehr eingeschränkt nutzbar.
Die Schätzung von rund 600 Millionen Dollar entfallener Einnahmen pro Tag stützt sich dabei auf die WTTC-Prognose für den Nahen Osten für das laufende Jahr. Darin wurden vor dem Ausbruch des jüngsten Konflikts Ausgaben internationaler Besucher von rund 207 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Jegliche Unterbrechung der Reisetätigkeiten führe schnell zu bedeutenden wirtschaftlichen Folgen für die Tourismusbranche und für Unternehmen, die vor Ort auf die Ausgaben Reisender zählen.
Eine genaue Erfassung der entgangenen Einnahmen für die vom Iran-Krieg und dessen Folgen betroffenen Länder ist aktuell nicht möglich. Selbst bei groben Schätzungen bleiben viele unbekannte Faktoren. Unstrittig ist aber, dass der Region und ihren wichtigen Fluggesellschaften - darunter Emirates, Etihad und Qatar Airways - aktuell massiv Einnahmen wegbrechen./jbz/DP/zb
