DJ MÄRKTE ASIEN/Iran-Krieg und Zinssorgen drücken Börsen ins Minus
DOW JONES--Der andauernde Iran-Krieg und seine Folgen lasten auch am Freitag auf den Börsen in Ostasien und Australien. Vor allem die drastisch gestiegenen Ölpreise wecken Konjunktur- und Inflationssorgen, zumal in der kommenden Woche zahlreiche Notenbanksitzungen anstehen. Unter anderem tagen die US-Notenbank, die Bank of England, die Europäische Zentralbank und die Reserve Bank of Australia (RBA). Mit den Ölpreisen dürfte die Inflation steigen, was die Notenbanken dazu veranlassen könnte, Zinssenkungen zu verschieben oder die Zinsen gar anzuheben.
In Tokio verliert der Topix-Index 0,6 Prozent. An der Börse in Seoul gibt der Kospi um 1,8 Prozent nach. Japan und Südkorea sind stark auf Ölimporte angewiesen. Besser halten sich die chinesischen Börsen. In Shanghai notiert der Composite-Index 0,2 Prozent niedriger. Der Hang-Seng-Index in Hongkong sinkt um 0,5 Prozent. Auch die australische Börse zeigt sich vergleichsweise stabil mit einem Minus von 0,1 Prozent. Am Markt herrscht mittlerweile die Überzeugung vor, dass die RBA in der kommenden Woche die Zinsen erhöhen wird. Der Brentölpreis pendelt derweil weiter um die kritische Marke bei 100 Dollar. Aktuell fällt er um 0,2 Prozent auf 100,24 Dollar je Barrel. Am Montag waren die Preise zeitweise um bis zu 30 Prozent auf etwa 120 Dollar nach oben geschossen.
In Reaktion auf die Angriffe israelischer und US-Streitkräfte auf den Iran hat Teheran seinerseits Ziele in Israel und anderen Ländern der Region angegriffen, dazu Minen in der Straße von Hormus gelegt und Schiffe attackiert, die diesen wichtigen Transportweg für Öl passierten. Die Meerenge, durch die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Öltransporte laufen, ist damit faktisch blockiert. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat wegen des Kriegs ihre Prognose des Ölangebots 2026 deutlich gesenkt. US-Präsident Donald Trump, der Anfang der Woche noch ein baldiges Ende des Kriegs in Aussicht gestellt hatte, wiederum erklärte, er sei mehr darum besorgt, den Iran am Bau von Atomwaffen zu hindern, als über höhere Ölpreise. Um Versorgungsengpässe zu lindern, erlauben die USA indessen anderen Ländern befristet bis zum 11. April den Kauf russischen Öls - und lockern damit die Sanktionen gegen Russland, die wegen des Kriegs in der Ukraine verhängt worden waren.
Unter den Einzelwerten an der japanischen Börse fallen Honda um 5,6 Prozent. Der Autohersteller ordnet seine Strategie für Elektrofahrzeuge neu und rechnet daher mit Belastungen von etwa 15,7 Milliarden US-Dollar, wodurch er im laufenden Geschäftsjahr (per Ende März) in die roten Zahlen rutschen wird. Es wäre der erste Verlust seit Veröffentlichung konsolidierter Ergebnisse 1977.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.617,10 -0,1 -1,1 06:00 Topix 500 (Tokio) 2.829,12 -0,6 6,4 07:00 Kospi (Seoul) 5.483,74 -1,8 30,2 07:30 Hang-Seng (Hongkong) 25.582,84 -0,5 -0,2 09:00 Shanghai-Composite 4.122,04 -0,2 3,9 08:00 Straits-Times (Singapur) 4.854,12 -0,0 4,5 10:00 IDX Comp. (Indonesien) 7.228,95 -1,8 -16,4 09:00 KLCI (Malaysia) 1.699,41 -0,7 1,2 09:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 8:15 Uhr % YTD EUR/USD 1,1504 -0,1 1,1510 1,1551 -2,1 EUR/JPY 183,35 -0,0 183,42 183,48 -0,4 EUR/GBP 0,8626 0,0 0,8626 0,8627 -1,0 USD/JPY 159,33 0,0 159,33 158,84 1,7 USD/KRW 1.489,41 -0,2 1.492,89 1.480,22 3,4 USD/CNY 6,8840 +0,2 6,8689 6,8757 -1,6 USD/CNH 6,8862 +0,1 6,8801 6,8765 -1,3 USD/HKD 7,8273 +0,0 7,8263 7,8253 0,6 AUD/USD 0,7065 -0,1 0,7074 0,7125 5,9 NZD/USD 0,5829 -0,4 0,5854 0,5904 1,3 BTC/USD 71.572,80 +2,0 70.193,34 69.558,74 -18,4 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 95,04 -0,7 -0,69 95,73 Brent/ICE 100,24 -0,2 -0,22 100,46 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 5.107,47 +0,6 28,58 5.078,89 Silber 83,86 +0,1 0,10 83,76 Platin 2.126,55 -0,3 -5,45 2.132,00 ===
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March 13, 2026 01:46 ET (05:46 GMT)
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