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MÄRKTE USA/Wall Street von Stagflationssorgen ins Minus gedrückt

DJ MÄRKTE USA/Wall Street von Stagflationssorgen ins Minus gedrückt

Von Florian Faust

DOW JONES--Die Wall Street ist am Freitag ein Spielball der Erdölpreise geblieben. Nachdem der Preis der Erdölsorte Brent ins Plus gedreht und die Marke von 100 US-Dollar übersprungen hatte, bewegten sich die Aktienkurse in die entgegengesetzte Richtung nach unten. Die Korrelation zwischen Aktien und Öl bleibe hoch, hieß es im Handel. Zwar gab es eine Reihe von Versuchen, den Ölpreisanstieg zu stoppen - diese zeigten aber kaum Erfolg. "Die bisherigen Bemühungen, die Preise zu senken, sind gescheitert, was auf eine Verschärfung der Lage im Krieg hindeut, insbesondere im Hinblick auf die Durchfahrt von Tankern durch die Straße von Hormus", erläuterte Analyst Peter Cardillo von Spartan Capital. Die Ölpreise stiegen um 2,4 Prozent - die Sorte Brent kostete zuletzt 102,85 Dollar je Fass.

Nach der Freigabe der strategischen Ölreserven durch die Internationale Energieagentur versuchen die USA nun, durch eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland den anhaltenden Preisanstieg zu dämpfen. Laut Berichten verhandeln zudem europäische Staaten und auch Indien mit dem Iran über eine Passage von Rohöl durch die extrem unsichere Seestraße von Hormus. Der Dow-Jones-Index gab 0,3 Prozent nach auf 46.558 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite drehten 0,6 bzw. 0,9 Prozent ins Minus. An der Nyse wurden 996 (Donnerstag: 620) Kursgewinner gezählt, denen 1.760 (2.135) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 57 (59) Titel.

Händler sprachen von einer äußerst ungünstigen Entwicklung aus Ölpreisbedingt höherer Inflation und Wachstumssorgen - ein klassisches Stagflationsumfeld. Das von der US-Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), fiel im Großen und Ganzen wie erwartet aus, bewegte sich aber gleichwohl weiter klar über dem 2-Prozentziel der Fed und lieferte somit auch keine Argumente für Zinssenkungen. Die Wachstumssorgen wurden neben schwachen Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter durch das im vierten Quartal 2025 drastisch nach unten revidierte US-BIP entfacht. Dazu gesellte sich noch eine eingetrübte Stimmung der US-Verbraucher. Immerhin stiegen die offenen Stellen in den USA stärker als gedacht. Der JOLTS-Bericht habe zwar einige Verbesserungen enthalten, diese seien aber zu gering, um das Narrativ eines erstarrten Arbeitsmarktes zu ändern, urteilten die Analysten von Oxford Economics.

Auch der Anleihemarkt drehte leicht im Verlauf. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte um 1 weiteren Basispunkt knapp unter Tageshoch auf 4,28 Prozent. Die hohen Ölpreise schürten weiter Inflationssorgen und ließen Zinssenkungen immer unwahrscheinlicher erscheinen. Von seinem Status als "sicherer Hafen" in unruhigen Zeiten profitierte erneut der Dollar, der auf den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten kletterte. Für den Dollar-Index ging es um 0,7 Prozent nach oben. Der Goldpreis verbuchte dagegen einen Wochenverlust, der Preis für die Feinunze sank zum Wochenschluss noch einmal um 1,2 Prozent - im Fahrwasser des festen Greenbacks und weiter gestiegener Marktzinsen.

Unter den Einzelwerten sank der Aktienkurs von Adobe um 7,6 Prozent - der Abgang von CEO Shantanu Narayen überschattete positive Erstquartalszahlen und einen ebensolchen Ausblick auf das laufende Quartal. Für Analyst Brent Thill von Jefferies ist die Entscheidung aber die richtige für das Unternehmen. Narayen wird nach 18 Jahren an der Spitze des Softwarekonzerns ausscheiden.

Ulta Beauty stürzten um 14,2 Prozent ab. Der Kosmetik- und Parfümhändler prognostizierte für dieses Geschäftsjahr eine Verlangsamung des Wachstums. Dass der Umsatz für das vierte Quartal über den Erwartungen lag, half dem Kurs nicht. SentinelOne zogen um 5,6 Prozent an. Das Cybersicherheitsunternehmen meldete einen Umsatzsprung von 20 Prozent. Insulet büßten 6,9 Prozent ein - der Anbieter von Insulinpumpen kämpft mit Herstellungsproblemen.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     46.558,47  -0,3  -119,38    46.677,85 
S&P-500    6.632,19  -0,6  -40,43    6.672,62 
NASDAQ Comp 22.105,36  -0,9  -206,62    22.311,98 
NASDAQ 100  24.380,73  -0,6  -152,85    24.533,58 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,73 -0,03    3,76      3,69 
5 Jahre       3,87 -0,01    3,89      3,82 
10 Jahre      4,28 +0,01    4,29      4,23 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:14 
EUR/USD      1,1420  -0,8  -0,0090     1,1510   1,1517 
EUR/JPY      182,38  -0,6  -1,0400     183,42  183,4200 
EUR/CHF      0,9034  -0,2  -0,0014     0,9048   0,9037 
EUR/GBP      0,8633  +0,1   0,0007     0,8626   0,8631 
USD/JPY      159,67  +0,2   0,3400     159,33  159,2800 
GBP/USD      1,3225  -0,9  -0,0116     1,3341   1,3341 
USD/CNY      6,8961  +0,4   0,0272     6,8689   6,8689 
USD/CNH      6,9068  +0,4   0,0267     6,8801   6,8807 
AUS/USD      0,6992  -1,2  -0,0082     0,7074   0,7079 
Bitcoin/USD  71.195,66  +1,4  1.002,32    70.193,34 70.094,98 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     98,06  +2,4    2,33      95,73 
Brent/ICE     102,85  +2,4    2,39     100,46 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.015,88  -1,2   -63,01    5.078,89 
Silber       80,20  -4,3   -3,56      83,76 
Platin     2.017,63  -5,4  -114,37    2.132,00 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 13, 2026 16:12 ET (20:12 GMT)

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