DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
SPARPAKET - Union und SPD wollen bis Ende April ein großes Sparpaket für die kommenden drei Jahre vorlegen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Regierungs- und Koalitionskreisen. So möchten die Parteien verhindern, jedes Jahr neu zu verhandeln, wie sie die Lücke von insgesamt mehr als 130 Milliarden Euro bis 2029 schließen wollen. Unterdessen gibt es schon den ersten Streit: Nachdem CSU-Chef Markus Söder vorgeschlagen hatte, Subventionen für grünen Stahl zu streichen, konterte Dennis Radtke, Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU, im Handelsblatt: "Solidarität und strategisches Denken sollten nicht an den Grenzen des eigenen Bundeslands enden." (Handelsblatt)
STARTUP-RECHTSFORM - Die Europäische Union (EU) plant eine neue, europaweit geltende Rechtsform für Startups. Das geht aus einem Entwurf der Kommission hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Mit der neuen Rechtsform "EU Inc." soll eine Unternehmensgründung innerhalb von 48 Stunden möglich sein, EU-weit, und zwar digital, ohne Notartermin. Es seien "vollständig digitale Verfahren" notwendig, heißt es in dem Entwurf. In der Folge würden Unternehmer von Behördengängen, Formularen in verschiedenen Sprachen und von Papiernachweisen befreit. (Handelsblatt)
EU - EU-Haushaltskommissar Piotr Serafin macht sich für mehr gemeinsame Finanzierungen auf europäischer Ebene stark. Alle wüssten, dass Investitionen in Forschung und Entwicklung, in Verteidigung und insbesondere in Verteidigungs-Startups nötig seien. Die Frage sei, ob die nationalen Regierungen bereit seien, einen Teil dieser Investitionen gemeinsam statt alleine zu tätigen. "Ich bin überzeugt: Wenn wir einen Teil gemeinsam investieren, erreichen wir noch mehr Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit für dasselbe Geld", sagt Serafin der Börsen-Zeitung. Um die Refinanzierung ist ihm dabei nicht bange. "Die Finanzmärkte würden mehr Maßnahmen auf gemeinsamer europäischer Ebene begrüßen, darunter auch gemeinsame Emissionen." Er habe den Eindruck, dass großes Interesse an Investitionen in Europa bestehe. (Börsen-Zeitung)
USA - Deutsche Unternehmen überdenken angesichts der jüngsten geo- und handelspolitischen Turbulenzen ihre Investitionspläne in den Vereinigten Staaten. So warnt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) davor, dass die Rahmenbedingungen im US-Geschäft für deutsche Unternehmen "unkalkulierbar" geworden seien. "Die USA bleiben ein Schlüsselmarkt - aber sie entwickeln sich für viele Unternehmen vom Wachstumstreiber zum Risiko", betont DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Zuletzt zeigte eine Umfrage der Kammer, dass infolge der aktuellen Zollpolitik 17 Prozent der Teilnehmer weniger Investitionen in den USA planen, ein Drittel schiebt Kapitalaufwendungen auf. Auch das IW warnt vor solchen Verschiebungen, die letztlich auch die amerikanische Wirtschaft träfen. Eine KfW-Befragung unter mittelständischen Firmen kommt zu dem Ergebnis, dass nur noch 11% von ihnen überhaupt eine Geschäftsbeziehung in die USA pflegen - ein Jahr zuvor seien es 16 Prozent gewesen. (Börsen-Zeitung)
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March 16, 2026 01:49 ET (05:49 GMT)
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