Steigende Ölpreise treiben die Gewinne der Branche, doch die Geschäftsmodelle der Öl-Multis unterscheiden sich deutlich. Warum ausgerechnet Eni derzeit einen starken Hebel auf den Ölpreis besitzt. Seit Ausbruch des Krieges im Iran ist der Ölpreis um über 50 Prozent in die Höhe geschossen. In einem Markt mit niedrigen strategischen Reserven und jahrelang verschobenen Förderprojekten reagiert der Preis besonders empfindlich auf geopolitische Konflikte. Genau auf dieses Szenario hatten wir bereits im Sektorstück zur Energie hingewiesen. Für Ölkonzerne bedeutet das vor allem eines: steigende Cashflows. Doch innerhalb der Branche profitieren die Unternehmen sehr unterschiedlich. Ein Blick auf Europas Öl-Multis zeigt deutliche Unterschiede im Geschäftsmodell. Unternehmen mit starkem LNG- und Handelsgeschäft wie etwa Shell oder TotalEnergies profitieren besonders von der globalen Gasnachfrage und der hohen Volatilität an den Energiemärkten. Norwegens Staatskonzern Equinor punktet dagegen mit sehr niedrigen Förderkosten. Die steigenden Gaspreise wirken hier direkt auf die Margen, zumal Norwegen inzwischen rund ein Drittel der europäischen Gasimporte liefert. Andere Konzerne sind stärker im Downstream verankert. Bei Repsol etwa spielen Raffinerien, Tankstellen und das Energie-Retailgeschäft eine größere Rolle. 2025 entfielen 754 Mio. Euro bzw. knapp ein Drittel des bereinigten Gewinns auf das Kundensegment. Solche Geschäftsmodelle profitieren zwar ebenfalls von höheren Energiepreisen, stehen jedoch stärker im Fokus politischer Eingriffe. Übergewinnsteuern wurden ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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