DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Chinas Wirtschaft startet stabil ins Jahr 2026
Die chinesische Wirtschaft ist stabil in das Jahr 2026 gestartet und verschafft der Regierung damit mehr Spielraum für Strukturreformen. Wie das Nationale Statistikamt am Montag mitteilte, stiegen die Einzelhandelsumsätze, ein wichtiger Gradmesser für den Konsum, in den Monaten Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent. Im Dezember hatte das Wachstum bei 0,9 Prozent gelegen. Volkswirte hatten in einer Umfrage des Wall Street Journals mit einem Anstieg von 3,0 Prozent gerechnet. China fasst die Daten für die ersten beiden Monate traditionell zusammen, um statistische Verzerrungen durch das zeitlich variierende Mondneujahrsfest auszugleichen.
Chinas Exporte und verarbeitendes Gewerbe glänzen zu Jahresbeginn 2026
Die jüngsten Daten aus China deuten darauf hin, dass die Wirtschaft zu Jahresbeginn bei den Exporten und im verarbeitenden Gewerbe eine echte Dynamik entwickelt habe, was maßgeblich durch politische Maßnahmen und möglicherweise einige zollbedingte Vorzieheffekte unterstützt worden sei, meint Zavier Wong von eToro. Signale aus dem Einzelhandel und vom Arbeitsmarkt deuteten darauf hin, dass sich die Verbraucherseite erhole, aber nur selektiv, und weiterhin fragil bleibe.
Trump fordert Nato-Hilfe in Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit der Financial Times die Nato-Verbündeten der USA vor einer "sehr schlechten" Zukunft gewarnt, sollten sie nicht bei der Öffnung der Straße von Hormus helfen. Trump forderte Großbritannien, China, Frankreich, Japan und Südkorea auf, Kriegsschiffe in die Meerenge zu entsenden. Er rief die Länder dazu auf, "alles zu tun, was nötig ist", um zu helfen. "Wenn es keine Reaktion gibt oder wenn die Reaktion negativ ausfällt, denke ich, dass dies sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein wird", sagte Trump zur der Financial Times.
Japan plant noch keine Entsendung von Schiffen nach Hormus
Japan plant derzeit nicht, Kriegsschiffe in den Nahen Osten zu entsenden. "Wir erwägen derzeit keine Entsendung der SDF", sagte Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi im Parlament und bezog sich dabei auf die japanische Berufsarmee, die als "Selbstverteidigungsstreitkräfte" bezeichnet wird. In derselben Sitzung erklärte die japanische Premierministerin Sanae Takaichi, Japan habe noch keine offizielle Anfrage der USA zur Beteiligung an der Wiederöffnung der Straße von Hormus erhalten. S
Trump könnte Gipfeltreffens mit Xi verschieben
US-Präsident Donald Trump erwägt, seine für Ende des Monats geplante Reise nach Peking zu verschieben. Gleichzeitig drängt er China dazu, bei der Wiederherstellung der Befahrbarkeit der Straße von Hormus zu helfen. In einem Interview mit der Financial Times sagte Trump, er wünsche sich, dass Peking vor seinem Gipfeltreffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zur Bewältigung der Ölversorgungsengpässe beitrage. "Ich denke, China sollte ebenfalls helfen, da das Land 90 Prozent seines Öls über die Meerenge bezieht", sagte Trump.
BoJ zurück auf Feld eins - Nahostkonflikt verschärft sich
Der Nahostkonflikt und die anhaltend schwachen Lohndaten sind laut Stefan Angrick von Moody's Analytics eine doppelte Bedrohung für die japanische Wirtschaft. Der Konflikt habe die Rohstoffpreise in die Höhe getrieben, was die Importrechnung des Landes aufblähe und die Handelsbilanz sowie den Yen schwäche. Das sei ein doppelter Schlag für Haushalte und Unternehmen - ein besorgniserregendes Echo des Inflationsschocks nach der Pandemie und dem Ukraine-Krieg. Das Lohnwachstum habe sich trotz rekordhoher Lohnsteigerungen nicht als widerstandsfähig erwiesen.
DJG/DJN/apo
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March 16, 2026 04:00 ET (08:00 GMT)
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