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MÄRKTE EUROPA/Börsen drehen leicht ins Plus - Ölpreis gibt etwas nach

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen drehen leicht ins Plus - Ölpreis gibt etwas nach

DOW JONES--Die europäischen Börsen drehen bis Montagmittag leicht ins Plus. Weiterhin gibt es mit dem Krieg im Nahen Osten nur ein Thema, und dabei steht für die Märkte unverändert die Entwicklung des Ölpreises im Fokus. Brent stand im Tageshoch bereits bei 106,50 Dollar das Barrel, kommt nun aber auf fast 103 Dollar zurück, was die Stimmung etwas hebt. Für etwas Entspannung sorgt die Nachricht, dass zwei Tanker mit Flüssiggas auf dem Weg nach Indien die Straße von Hormus passiert haben. Die Meerenge gilt seit mehreren Tagen als praktisch geschlossen.

Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 23.547 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,2 Prozent nach oben. Am Devisenmarkt erholt sich der Euro auf 1,1480 Dollar, während an den Anleihemärkten die Renditen etwas fallen, was als Zeichen der Entspannung gewertet werden kann.

Derweil drohen die USA den Nato-Bündnispartnern, sollten sie die Vereinigten Staaten in ihren Bemühungen nicht unterstützen, die Meerenge wieder zu öffnen. Dem Verteidigungsbündnis stellt US-Präsident Donald Trump andernfalls eine "sehr schlechte" Zukunft in Aussicht. Die Reaktion der Allierten fällt bislang zurückhaltend aus. Außerhalb der Nato haben Australien sowie Japan bereits erklärt, keine Schiffe in die Region zu entsenden. "Und selbst wenn sich eine Koalition bilden sollte, ist aktuell nicht klar, ob die Straße von Hormus damit befahrbar gehalten werden kann", so Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.

Etwas Unterstützung für den Markt kommt von positiven Wirtschaftsdaten aus China. Nicht nur zogen die Einzelhandelsumsätze in den Monaten Januar und Februar kräftig an. Auch bei den Anlageinvestitionen gab es positive Signale: Diese stiegen im Jahresvergleich um 1,8 Prozent und übertrafen damit die Erwartungen von 0,8 Prozent. Dies deutet auf eine Erholung hin, nachdem im Jahr 2025 noch ein Rückgang von 3,8 Prozent verzeichnet worden war. Die Industrieproduktion legte im selben Zeitraum um 6,3 Prozent zu, was sowohl über dem Dezemberwert von 5,2 Prozent als auch über der Expertenprognose von 5,0 Prozent lag.

Highlight der Woche sind die geldpolitischen Entscheidungen von US-Notenbank und EZB am Mittwoch und Donnerstag. In beiden Fällen wird mit einer Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus gerechnet. Wie es danach weitergeht, dürft in entscheidendem Maße von der Länge des Irankriegs und der damit verbundenen Entwicklung des Ölpreises bzw. der Inflation abhängen.

Commerzbank liegen mit Aufschlägen von 6,9 Prozent auf 31,69 Euro an der DAX-Spitze. Im Handel wird das freiwillige Übernahmeangebot der Unicredit als strategisch cleverer Schachzug beschrieben. Dieses habe früher oder später erfolgen müssen, da die Unicredit wegen der Aktienrückkäufe der Commerzbank ohnehin gegen die 30-Prozent-Schwelle gedrückt worden sei. Angesichts der jüngsten Kursschwäche der Commerzbank-Aktie sei der Zeitpunkt für das Gebot "perfekt" gewählt worden. Danach könnten die Italiener frei handeln. Die Unicredit dürfte bereit sein, eine deutliche höhere Prämie für die Commerzbank zu zahlen.

Die genaue Höhe des Umtauschverhältnisses steht noch nicht fest, basiert aber auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate und dürfte bei 0,485 Unicredit-Aktien pro Commerzbank-Aktie liegen, was einem Preis von 30,80 Euro pro Commerzbank-Aktie entspricht. Unicredit geben 0,7 Prozent nach.

Nach Kursgewinnen von rund 15 Prozent in den vergangenen Tagen verlieren Zalando zu Wochenbeginn mit Gewinnmitnahmen 1,7 Prozent auf 23,13 Euro. Baader sieht weiter erhebliches Aufwärtspotenzial für das Papier und nennt ein Kursziel von 34,60 Euro. Die starke Entwicklung des Online-Einzelhändlers zum Jahreswechsel, die nun klarer gewordene Roadmap sowie die zügiger als erwartet verlaufende Integration von About You hätten das Vertrauen der Investoren wiederhergestellt, das in der Vergangenheit durch die E-commerce-Expansion von Tiktok unterminiert worden sei.

Nach einer Kaufempfehlung durch die UBS geht es für das Bayer-Papier um 3,7 Prozent nach oben. Die Analysten betonen ihre positive Grundhaltung zum Kerngeschäft des Pharmakonzerns. Die jüngsten Schlagzeilen unterstützten eine potenzielle Lösung der Glyphosat-Klagen.

Hypoport liegen nach anfänglichen Aufschlägen nun 1,5 Prozent hinten. Ein Marktteilnehmer spricht von "knackigen" Geschäftszahlen, die sich über den Erwartungen bewegten. Der Immobiliendienstleister hat die EBIT-Marge im abgelaufenen Jahr stark auf 12 von 7 Prozent gesteigert. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird eine Verdoppelung der Marge angestrebt.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.730,19  +0,2   13,58    5.716,61    16,8 
Stoxx-50    4.985,39  +0,2    8,74    4.976,65    11,9 
DAX      23.546,95  +0,4   99,66    23.447,29    19,9 
MDAX      28.882,99  +0,2   63,53    27.039,42    15,3 
TecDAX     3.571,61  -0,1   -2,78    3.091,28    4,8 
SDAX      16.795,87  +0,1   10,94    13.062,07    22,4 
CAC       7.920,26  +0,1    8,73    7.911,53    10,0 
SMI      12.821,05  -0,1   -18,22    12.839,27    11,4 
ATX       5.275,80  +0,2   12,73    5.263,07    38,3 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,68 -0,05    3,72      3,68 
5 Jahre       3,82 -0,06    3,85      3,82 
10 Jahre      4,24 -0,04    4,27      4,24 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 19:42 
EUR/USD      1,1480  +0,6   0,0064     1,1416   1,1438 
EUR/JPY      182,66  +0,2   0,3400     182,32  182,6000 
EUR/CHF      0,9041  +0,1   0,0009     0,9032   0,9038 
EUR/GBP      0,8643  +0,1   0,0009     0,8634   0,8634 
USD/JPY      159,1  -0,4  -0,6100     159,71  159,6100 
GBP/USD      1,328  +0,4   0,0058     1,3222   1,3243 
USD/CNY      6,8955  -0,0  -0,0006     6,8961   6,8961 
USD/CNH      6,892  -0,2  -0,0125     6,9045   6,9049 
AUS/USD      0,7051  +1,0   0,0071      0,698   0,7007 
Bitcoin/USD  73.606,69  +2,6  1.858,27    71.748,42 71.254,06 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     97,01  -1,7   -1,70      98,71 
Brent/ICE     103,37  +0,2    0,23     103,14 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.997,99  -0,4   -20,44    5.018,43 
Silber       79,06  -1,9   -1,49      80,55 
Platin     2.062,70  +1,9   38,12    2.024,58 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

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March 16, 2026 08:05 ET (12:05 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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