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MÄRKTE EUROPA/Börsen etwas fester dank nachgebender Ölpreise

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen etwas fester dank nachgebender Ölpreise

DOW JONES--Die europäischen Börsen haben sich am Montag etwas erholt. Weiterhin gab es mit dem Krieg im Nahen Osten nur ein Thema, und dabei stand für die Märkte unverändert die Entwicklung des Ölpreises im Fokus, der nun aber etwas zurückkam. Brent stand im Tageshoch bereits bei 106,50 Dollar das Barrel, zum Ende des europäisch dominierten Handels fiel der Preis auf 102,60 Dollar, was die Stimmung etwas hob. Zur Entspannung trug ferner die positive Eröffnung der Wall Street am Montag bei.

Der DAX gewann 0,5 Prozent auf 23.564 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,4 Prozent auf 5.739 Punkte nach oben. Am Devisenmarkt erholte sich der Euro auf knapp 1,15 Dollar, während an den Anleihemärkten die Renditen etwas fielen, was als Zeichen der Entspannung gewertet werden konnte.

Derweil drohten die USA den Nato-Bündnispartnern für den Fall, dass diese die Vereinigten Staaten nicht in ihren Bemühungen unterstützen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Dem Verteidigungsbündnis stellte US-Präsident Donald Trump bei einer Weigerung eine "sehr schlechte" Zukunft in Aussicht. Die Reaktion der Allierten fiel zunächst zurückhaltend aus. Außerhalb der Nato haben Australien sowie Japan bereits erklärt, keine Schiffe in die Region zu entsenden. "Und selbst wenn sich eine Koalition bilden sollte, ist aktuell nicht klar, ob die Straße von Hormus damit befahrbar gehalten werden kann", so Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.

Etwas Unterstützung für den Markt kam von positiven Wirtschaftsdaten aus China. Nicht nur zogen die Einzelhandelsumsätze in den Monaten Januar und Februar kräftig an. Auch bei den Anlageinvestitionen gab es positive Signale: Diese stiegen im Jahresvergleich um 1,8 Prozent und übertrafen damit die Erwartungen von 0,8 Prozent. Dies deutete auf eine Erholung hin, nachdem im Jahr 2025 noch ein Rückgang von 3,8 Prozent verzeichnet worden war. Die Industrieproduktion legte im selben Zeitraum um 6,3 Prozent zu, was sowohl über dem Dezemberwert von 5,2 Prozent als auch über der Expertenprognose von 5,0 Prozent lag.

Highlight der Woche sind die geldpolitischen Entscheidungen von US-Notenbank und EZB am Mittwoch und Donnerstag. In beiden Fällen wird mit einer Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus gerechnet. Wie es danach weitergeht, dürfte in entscheidendem Maße von der Länge des Irankriegs und der damit verbundenen Entwicklung des Ölpreises bzw. der Inflation abhängen.

Commerzbank lagen mit Aufschlägen von 8,6 Prozent auf 32,14 Euro an der DAX-Spitze. Im Handel wurde das freiwillige Übernahmeangebot der Unicredit als strategisch cleverer Schachzug beschrieben. Dieses habe früher oder später erfolgen müssen, da die Unicredit wegen der Aktienrückkäufe der Commerzbank ohnehin gegen die 30-Prozent-Schwelle gedrückt worden sei. Angesichts der jüngsten Kursschwäche der Commerzbank-Aktie sei der Zeitpunkt für das Gebot "perfekt" gewählt worden. Danach könnten die Italiener frei handeln. Die Unicredit dürfte bereit sein, eine deutliche höhere Prämie für die Commerzbank zu zahlen.

Die genaue Höhe des Umtauschverhältnisses steht noch nicht fest, basiert aber auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate und dürfte bei 0,485 Unicredit-Aktien pro Commerzbank-Aktie liegen, was einem Preis von 30,80 Euro pro Commerzbank-Aktie entspricht. Unicredit stiegen um 0,5 Prozent.

Nach Kursgewinnen von rund 15 Prozent in den vergangenen Tagen gewannen Zalando zu Wochenbeginn weitere 1,2 Prozent auf 23,82 Euro. Baader sah weiter erhebliches Aufwärtspotenzial für das Papier und nannte ein Kursziel von 34,60 Euro. Die starke Entwicklung des Online-Einzelhändlers zum Jahreswechsel, die nun klarer gewordene Roadmap sowie die zügiger als erwartet verlaufende Integration von About You hätten das Vertrauen der Investoren wiederhergestellt, das in der Vergangenheit durch die E-commerce-Expansion von Tiktok unterminiert worden sei.

Nach einer Kaufempfehlung durch die UBS rückte das Bayer-Papier um 3,8 Prozent vor. Die Analysten betonten ihre positive Grundhaltung zum Kerngeschäft des Pharmakonzerns. Die jüngsten Schlagzeilen unterstützten eine potenzielle Lösung der Glyphosat-Klagen.

Hypoport schlossen nach anfangs deutlicheren Aufschlägen 0,3 Prozent im Plus. Ein Marktteilnehmer sprach von "knackigen" Geschäftszahlen, die sich über den Erwartungen bewegten. Der Immobiliendienstleister hat die EBIT-Marge im abgelaufenen Jahr stark auf 12 von 7 Prozent gesteigert. Bis zum Ende des Jahrzehnts wird eine Verdoppelung der Marge angestrebt.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.739       0,39         -1,29 
Stoxx-50       4.997       0,40          1,19 
Stoxx-600        598       0,44          0,62 
DAX         23.564       0,50         -4,26 
FTSE-100 London   10.261       0,55          3,32 
CAC-40 Paris     7.912       0,31         -2,92 
AEX Amsterdam     1.002       0,61          5,29 
ATHEX-20 Athen    5.409       0,26          1,09 
BEL-20 Brüssel    5.109       0,38          0,61 
BUX Budapest    121.755       -0,79          9,66 
OMXH-25 Helsinki   5.979       1,08          4,82 
OMXC-20 Kopenhagen  1.402       0,97         -12,85 
PSI 20 Lissabon    9.144       -0,15         10,65 
IBEX-35 Madrid    17.059       0,18         -1,44 
FTSE-MIB Mailand   44.317       0,07         -1,40 
OBX Oslo       1.893       1,24         18,50 
PX Prag        2.516       0,51         -6,32 
OMXS-30 Stockholm   3.019       0,30          4,71 
WIG-20 Warschau   120.931       0,40          2,73 
ATX Wien       5.263       0,67         -1,19 
SMI Zürich      12.839       0,33         -3,23 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 19:42 
EUR/USD     1,1497  +0,7  0,0081     1,1416   1,1438 
EUR/JPY     183,05  +0,4  0,7300     182,32  182,6000 
EUR/CHF     0,9054  +0,2  0,0022     0,9032   0,9038 
EUR/GBP     0,8639  +0,1  0,0005     0,8634   0,8634 
USD/JPY     159,22  -0,3  -0,4900     159,71  159,6100 
GBP/USD     1,3303  +0,6  0,0081     1,3222   1,3243 
USD/CNY     6,8955  -0,0  -0,0006     6,8961   6,8961 
USD/CNH     6,8934  -0,2  -0,0111     6,9045   6,9049 
AUS/USD     0,7054  +1,1  0,0074      0,698   0,7007 
Bitcoin/USD 73.788,50  +2,8 2.040,08    71.748,42 71.254,06 
 
ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    95,63  -3,1   -3,08      98,71 
Brent/ICE    102,24  -0,9   -0,90     103,14 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.988,95  -0,6  -29,48    5.018,43 
Silber      80,11  -0,5   -0,44      80,55 
Platin    2.098,66  +3,7   74,08    2.024,58 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln/ros

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March 16, 2026 13:07 ET (17:07 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

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