MAINZ (dpa-AFX) - Wenige Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben sich SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer und sein CDU-Herausforderer Gordon Schnieder zuversichtlich für einen Wahlsieg ihrer Partei gezeigt. Schnieder wich bei einem von der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" veranstalteten Rededuell der Frage aus, ob er sich bei einem SPD-Wahlsieg vorstellen könne, Finanzminister in einer großen Koalition zu werden.
"Ich kämpfe seit vielen Jahren dafür, dass die CDU stärkste Kraft wird", sagte Schnieder in Neustadt an der Weinstraße. Er sei zuversichtlich, dass die Christdemokraten die Wahl am Sonntag gewinnen. Daher stelle sich die Frage für ihn nicht.
Auch Schweitzer zeigte sich optimistisch für das Abschneiden seiner Partei: "Nicht ich entscheide, was am Sonntag passiert, sondern die Bürgerinnen und Bürger. Ich bin zuversichtlich, was mich geht, das will ich schon sagen." Er habe klar gesagt, dass er Ministerpräsident bleiben wolle. Dazu brauche es am Sonntag eine Mehrheit für seine Partei. "Wenn es die nicht gibt, dann bin ich nicht mehr Teil der Regierung", sagte der SPD-Politiker.
Die Landtagswahl am nächsten Sonntag (22.3.) verspricht sehr spannend zu werden. Die bisherigen Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD hin. Die stärkste Partei bei einer Wahl erhebt den Anspruch darauf, eine Regierung unter ihrer Führung zu bilden und den künftigen Ministerpräsidenten zu stellen. Zuletzt lag die CDU in den Umfragen zur politischen Stimmung knapp vor der SPD, die seit 35 Jahren in Rheinland-Pfalz als stärkste politische Kraft regiert./hus/DP/stw
