BERLIN (dpa-AFX) - Der frühere SPD-Chef Franz Müntefering spricht sich für mehr Flexibilität beim Renteneintritt aus. Mit der Rente mit 67 habe man eine Grenze gesetzt, zugleich höre er, dass 10 bis 15 Prozent der Arbeitnehmer länger arbeiten wollten, sagte Müntefering in der ARD-Sendung "Maischberger". Arbeitnehmer sollten stärker als bisher entscheiden können, wie lange sie an ihrem Arbeitsplatz bleiben. Und die Chefs sollten das dann nicht einfach ablehnen können. Er sei für mehr Flexibilität für Unternehmer und Arbeitnehmer zur Verlängerung der Arbeitszeit.
Müntefering verwies darauf, dass einige Arbeitnehmer mit 45 Jahren nicht mehr könnten, andere erst mit 85. "Macht mal einen Anlauf für eine Flexibilisierung des Ausstiegs aus der Arbeit, weil die Menschen sind verschieden", riet Müntefering den heute Regierenden. In seiner Amtszeit als Arbeitsminister unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) war 2006 die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 eingeführt worden./shy/DP/zb
